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Zum Ende der Seite springen Der Welt-Geldbetrug
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s.oli   Zeige s.oli auf Karte s.oli ist männlich


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Hallo Nick

Zitat:
Original von nick1k
....Zahlungsunfähigkeit eines in der Europäischen Währungsunion befindlichen Staates.... Grüße lächelnd augenzwinkernd nick1k


Das sind so die Nachrichten, die mich nachdenklich stimmen. Nachdenklich über unser Geldsystem. Ich bin nicht der Verfechter von Regio oder Schwundgeld. Aber wenn ganze Staaten mit ihrer Wirtschaft, Infrastruktur, dem Grund und Boden, der gesamtem Leitungsfähigkeit der Gesellschaft, etc....pleite gehen, dann stimmt was nicht auf diesem Globus. Wenn ich dann lese, dass die Regierungen sich Kredite auf dem freien Markt nehmen müssen (das ist wohl seit 1999 so) frage ich mich, ob wir alle bekloppt sind.
Nein, meine Gedanken gehen da eher in Richtung Vollgeld und staatliches Geldregal nach dem Prinzip der staatlichen Gewaltenteilung (Exekutive,Legislative, Judikative -> Moneyative?o.ä.). kopfkratzend

Ich weiß, wer liest heutzutage noch gern lange Abhandlungen. Dennoch, hier ein Link zu einer hochinteressanten Arbeit von Prof. Joseph Huber, denn es geht letzlich um UNSERGeld.

Gruß Oli


Ich habe hier noch ein Link. Wer gern bewegte Bilder anschaut. Das Thema scheint immer beliebter zu werden. Nunja, es zeigt Ursachen auf, die anscheinend vielen Menschen garnicht bekannt sind.
http://www.secret.tv/player_popup.php?id...movieid=4933754

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"Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen." Gustav von Rochow (1792 - 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister
20.02.2009 12:25 s.oli ist offline E-Mail an s.oli senden Homepage von s.oli Beiträge von s.oli suchen Nehmen Sie s.oli in Ihre Freundesliste auf
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....und wieder HRE Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

- Neue Meldung:
Hypo Real Estate: Alles noch viel schlimmer
Erschienen am 20. Februar 2009 | mfu

Neue Milliardenrisiken bei der Hypo Real Estaste (Quelle: dpa)
belehrend
Beim angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) sind laut einem Zeitungsbericht Geschäfte in Milliarden-Höhe getätigt worden, die nicht in der Bilanz auftauchen. Diese seien zum Teil hochspekulativ gewesen, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung". Zusammen mit der offiziellen Bilanzsumme von etwa 400 Milliarden Euro ergebe sich eine Summe von knapp einer Billion Euro, geschockt die die Bank laufend mit neuen Krediten refinanzieren müsse.


verwirrt Da stelle ich mir mal die Frage: Was hat die Deutsche Einheit in den letzten ~20 Jahren gekostet? Aber dafür ist ja auch richtig was da und viele Unternehmen und Großkonzerne haben richtig Kohle gemacht. Da war doch die Investition garnicht so wild für rund 17 Mio. Menschen und rund 110.000 qkm Land. Aber hier und jetzt? Wenn man die restlichen Schieflagen dazurechnet, dann wächst sich die marode VW der DDR und die 20jährige Finanzinfusion als Peanuts aus, oder? augenzwinkernd


schönes WE Oli
Grüss Dich!

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20.02.2009 14:36 s.oli ist offline E-Mail an s.oli senden Homepage von s.oli Beiträge von s.oli suchen Nehmen Sie s.oli in Ihre Freundesliste auf
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RE: ....und wieder HRE Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von s.oli
Zusammen mit der offiziellen Bilanzsumme von etwa 400 Milliarden Euro ergebe sich eine Summe von knapp einer Billion Euro, geschockt die die Bank laufend mit neuen Krediten refinanzieren müsse.


Und das kam kurz danach:

Zitat:
Presseinformationen zu einem angeblichen Refinanzierungsbedarf der Hypo Real Estate Group (HRE) im Gesamtvolumen von 1 Bill EUR sind nach Darstellung des Münchener Finanzierers eine Falschinterpretation der Sachlage. Die HRE verfüge zwar über Derivate mit einem Nominalvolumen in der genannten Größenordnung, erklärte der MDAX-Konzern am Freitag. Doch müsse nur der Marktwert in der Bilanz verbucht werden, nicht das dahinterliegende Nominalvolumen.

Derivate bedürften keiner Refinanzierung des Nominalwertes.

Quelle: Dow Jones

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-
Fachliteratur kann man nie genug haben.
20.02.2009 15:09 Huehnerbla ist offline E-Mail an Huehnerbla senden Beiträge von Huehnerbla suchen Nehmen Sie Huehnerbla in Ihre Freundesliste auf
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RE: ....und wieder HRE Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von s.oli
- Neue Meldung:
Hypo Real Estate: Alles noch viel schlimmer
Zusammen mit der offiziellen Bilanzsumme von etwa 400 Milliarden Euro ergebe sich eine Summe von knapp einer Billion Euro, geschockt die die Bank laufend mit neuen Krediten refinanzieren müsse.


Hmm, das soll jetzt kein Witz sein: es würde mich wundern, wenn es bei so wenig bleibt.....

Das Geschäftsmodell der HRE setzt - soweit ich das überblicken kann - doch praktisch nur auf solche Hochrisikopapiere. Wenn die alle ausfallen sollten, dann heissts: "Gut`Nacht lieb Vaterland"....

Es hilft alles nix: die Bad Bank muß her..... kopfkratzend

Gruß
Michi
20.02.2009 15:11 MBL ist offline E-Mail an MBL senden Beiträge von MBL suchen Nehmen Sie MBL in Ihre Freundesliste auf
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RE: ....und wieder HRE Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von MBL
Wenn die alle ausfallen sollten, dann heissts: "Gut`Nacht lieb Vaterland"....


Muss der Staat einspringen? Dann kann der Staat auch gleich sein
BANKROTT verkünden.

Gruss
Matthias
20.02.2009 17:10
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RE: ....und wieder HRE Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hmmm, tja das ist die Frage. Kann ein Staat überhaupt pleite gehen? Oder anders herum: wann ist ein Staat überschuldet? Ich glaube ehrlich gesagt, dass sich ein hochindustrialiserter Staat ohne nennenswerten Wirtschaftsprotektionismus gar nicht überschulden kann. Jedenfalls nicht in der Praxis.

Ich denke mir, dass der Staat nicht für die Risiken der Banken gerade stehen sollte. Das sollten die Banken schon selber tun.

Das Problem ist nur: wenn all diese Forderungen kurzfristig erfüllt werden müssten, sind zahlreiche Banken - insbesondere auch deutsche Geldhäuser - pleite. Soll hiessen: das Geld ihrer Kunden ist weg; eigenes Geld haben Banken eh kaum noch.

Mir der Bad Bank, die all diesen Mist aufnimmt, würde zwar zunächst der Staat für die Forderungen gerade stehen, mittel- und langfristig würden die Banken diese Kosten aber abzahlen müssen; ggf. sogar mit moderater Verzinsung.

Es ist wie beim Häuslebauer: soll er sein Häuschen auf einmal bezahlen, schafft er es nicht. Der Kreditrahmen ist dafür zu groß. Langfristig - also in Raten abgestottert - gehts aber.

Die Frage ist immer die selbe: was passiert, wenn der Staat nicht einspringt? Ist der Schaden dann geringer oder größer. Die Antwort ist einfach: der Schaden wäre um ein x-faches größer.

Ich würde deshalb meinen: ja, der Staat muß einspringen. Aber nicht, in dem er die Zeche dauerhaft zahlt. Sondern nur insofern, als das er die Forderungen zunächst begleicht und sie sich dann vom Verursacher in Raten zurück holt.

Gruß
Michi
20.02.2009 17:51 MBL ist offline E-Mail an MBL senden Beiträge von MBL suchen Nehmen Sie MBL in Ihre Freundesliste auf
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RE: ....und wieder HRE Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von MBL
Die Frage ist immer die selbe: was passiert, wenn der Staat nicht einspringt? Ist der Schaden dann geringer oder größer. Die Antwort ist einfach: der Schaden wäre um ein x-faches größer.

Ich würde deshalb meinen: ja, der Staat muß einspringen. Aber nicht, in dem er die Zeche dauerhaft zahlt. Sondern nur insofern, als das er die Forderungen zunächst begleicht und sie sich dann vom Verursacher in Raten zurück holt.

Ich wäre für Fall 1.

Nur so wäre die Misere - zwar mit einem lauten Knall - zu überwinden und man kann wieder bei NULL anfangen. Alles Andere ist eine Flickschusterei und eine unendlich über zig Jahre weiter gehende Wackelpartie, die niemals zu einem guten Ende führt. Sieht man doch aktuell: es kommt immer noch was auf und noch was auf und noch was auf...

Die Banken müssen selber sehen, wie sie klar kommen und wenn es nicht geht, dann sind sie pleite. Diejenigen, die dann dabei ebenfalls ihr Geld verlieren, sind daran nicht unschuld, denn der "kleine Sparer" hat nicht so viel Geld auf der Kante liegen, um damit zu zocken.

Es wäre sicherlich ein guter Zeitpunkt, das System nach einer Stunde Null generell neu aufzustellen.

Klingt anarchisch und ich habe vorher auch nicht so gedacht, nur ich komme immer mehr zu der Überzeugung: besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Gruß
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20.02.2009 18:10 WELTBANKNOTEN ist offline E-Mail an WELTBANKNOTEN senden Beiträge von WELTBANKNOTEN suchen Nehmen Sie WELTBANKNOTEN in Ihre Freundesliste auf
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RE: ....und wieder HRE Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von WELTBANKNOTEN
Klingt anarchisch und ich habe vorher auch nicht so gedacht, nur ich komme immer mehr zu der Überzeugung: besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.


Das erkläre denen, die mit Krediten und sonstige Schulden oder aber mit Guthaben bei der Bank in der Kreide oder Gunst stehen. Beide haben wahrscheinlich Nachteile.
??? ich habe keine genaue Ahnung wie sich das im Insolvenzfall einer Bank verhält. Ich denke größtenteils ebenso wie bei Firmen. Gläubiger und Schuldner werden aufgefordert, ihre Forderungen anzumelden. Hat man beides, bedeutet das aber noch lange nicht, dass man es ohne weiteres verrechnen kann. Das macht der Konkursverwalter und der berechnet auf Grundlage dessen, was noch an Einnahmen von z.B. Schuldnern zu erzielen ist eine Quote. Wer 100T Schulden hat wird aufgefordet abzuzahlen. Derselbe Kunde mit 100T Einlage auf dem Sparbuch (o.ä.) bekommt aber nur zu 10% Auszahlung oder so, weil es etliche Totalausfälle gibt.

Und es könnte sein, dass sich auch ausschließliche Schulden nicht in Luft auflösen, auch wenn die eigene Bank den Bach runter geht? Haben Schuldner eine sogenannte Verrechnungsverzichterklärung unterschrieben, tja dann???
Ausserdem haben die meisten irgendetwas, dass der Konkursverwalter pfänden kann.
Oder wie ist das Szenario im Ernstfall?? verwirrt

....noch eine Ergänzung.

Ich sah mal einen Beitrag im TV der berichtete, dass eine Sparkasse! Kredite (u.a. auch keine sog. notleindenden) verkauft hat. An amerik. Hedgfonds. Diese haben diese Kredite fällig gestellt -> in voller Höhe des Vertrages geschockt . Denn die Hypothek und die Grundschuldeinträge werden ja nicht ständig aktualisiert.
Nun stellt Euch vor, der Konkursverwalter verkloppt die Aktiva um Kohle rein zu bekommen, d.h. auch die Kreditverträge/Grundschulden, dann könnte meines Erachtens der Käufer dieser Aktiva den vollen Betrag des jeweiligen Vertrages beanspruchen, egal wieviel bei der Pleitebank schon abbezahlt wurde!! Wer also einen teilweise getilgten Kredit hat, sollte sich da mal genau schlau machen und evtl. einiges aktualisieren.

Oli

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20.02.2009 19:01 s.oli ist offline E-Mail an s.oli senden Homepage von s.oli Beiträge von s.oli suchen Nehmen Sie s.oli in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,

es gibt eine einfache Lösung. Der Staat kauft den Schrott zu einem angemessenen Kurs auf, zahlt aber nicht mit Bargeld sondern mit Staatsanleihen. Diese Staatsanleihen sollten eine Laufzeit von 10-20 Jahren haben und unverzinslich sein.

Die Bankbilanzen wären dank Top-Bonität des Staates wieder sauber und der Staat könnte mögliche Verluste über Zinsersparnis refinanzieren.

Die HRE über die Klinge springen zu lassen wäre vermutlich teurer, dafür hängen wir schon zu tief drin (100 Mrd. sind ca. 1.200 EUR pro Steuerzahler, da aber nicht jeder Steuern zahlt - oder nur wenig -, kann jeder Erwerbstätige schon mal mit 2.000 EUR rechnen). Da ist es möglicherweise billiger Geld nachzuschießen und auf Besserung zu warten. Den Japaner ist in den 90ern dieses Kunststück auch schon gelungen.

Gruß
BlauerHunderter
20.02.2009 19:28 BlauerHunderter ist offline E-Mail an BlauerHunderter senden Beiträge von BlauerHunderter suchen Nehmen Sie BlauerHunderter in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
[Die Banken müssen selber sehen, wie sie klar kommen und wenn es nicht geht, dann sind sie pleite.


Nur um das nochmal klar zu stellen: wenn eine Bank pleite geht, ist der Geld der KUNDEN weg, nicht allein das Geld der Bank! Das Geld der Bank ist im Wesentlichen ihr Eigenkapital udn das ist im Verhältnis zu den Risiken lächerlich gering.

Es gibt ein internes Szenario eines Bankenverbundes was passieren würde, wenn die Banken wüßten, dass sie alle Forderungen alleine schultern müssen und es keine Staatsgarantien gäbe.

Die Folge: nicht zuletzt in Deustchland würden nahezu alle (!) ausgegebenen Kredite, die als nicht hundertprozentig sicher gelten, sofort fällig gestellt und veräußert bzw. sofort gestrichen werden. Für den Häuslebauer bedeutet das, dass er sein Geld nicht mehr der Sparkasse schuldet, sondern dem "Bone Baker Hedge Fonds" (Phantasiename) auf St. Helier, Jersey. Ob der sich damit zufrieden gibt, dass weiter brav Raten bezahlt werden, darf bezweifelt werden.

Wenn diese Kreditaufkäufer die Kredite aber sofort fällig stellen (und das ist nach wie vor durchaus legal) haben wir sofort zig Tausend Zwangsversteigerungen in Deutschland. Die Immobilienpreise fallen ins Bodenlose, wodurch die Kredite weiterer Häuslebauer unsicher werden. Diese Kredite werden dann wieder fällig gestellt und veräußert. Der teifelskreis dreht sich dann immer weiter.

Für den normalen Bankkunden bedeutet es mit allerabsolutester Sicherheit, dass sämtliche Dispokredite sofort gestrichen werdne und die Kunden ihre Überziehungen umgehend ausgleichen müssen. Grund: diese Kredite kann jede Bank sofort streichen und zusammengenommen ist das eine Menge Geld. Kunden, die ihre Überziehungen nicht ausgleichen können, bekommen Besuch vom Gerichtsvollzieher oder vom Inkassobüro.

Privatkredite, z.B. fürs neue Auto werden, sobald es der Vertrag hergibt, ebenfalls sofort fällig gestellt. In den meisten Fällen gibt es hier Ausstiegsklauseln für die Bank, wenn sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers verändern. Und davon gibt es in der Krise viele. Jeden Opel-Mitarbeiter könnte es schon heute treffen.

Diese Leute müssen dannn das, was sie von dem Kredit gekauft haben, wieder verkaufen. Wahrscheinlich nicht zu dem Preis, den sie selbst hingelegt haben. Also fallen die Preise für (oftmals fast neue) Autos. Wer kauft da dann bitte noch einen Neuwagen? Gleiches gilt dann für Elektronikgeräte.

Weiter im Text: obwohl die Bank so versucht, alles Geld zusammenzukratzen, das sie eintreiben kann wird es wohl nicht reichen, alle Einlagen abzudecken. Denn: droht eine Bank pleite zu gehen, wollen alle Kunden, die bei der Bank ein Guthaben deponiert haben, ihr Geld sofort wieder haben. Die Bank zahlt dann aus, was an Bargeldbeständen da ist und schliesst dann ihre Pforten. Die Geldautomaten werden abgestellt udn die Filialen schliessen. Selbst wenn man dann noch Geld auf der Bank hat, kommt man da nicht mehr ran. Zwar sicher der Einlagensicherungsfonds das Guthaben der Bankkunden, aber nur bis 20.000 EUR. Wer z.B. 100.000 Euro auf der Bank hat, kriegt 20.000 wieder. Vom Rest sieht er nur noch die Konkursquote. Vielleicht nochmal 8.000-12.000 Euro. Das wars dann. Größere Anschaffungen, die mit dem Geld geplant waren, müssen auf Eis gelegt werden, was die Wirtschaft wieder schwächt.

Wer in dieser Situation einen Kredit braucht, wird bei den meisten Instituten gar keinen mehr bekommen. Die wenigen Banken, die dann noch kredite ausgeben können, werden extrem selektiv vorgehen und die meisten Kreditanfragen ablehnen, weil ihnen das Risiko zu hoch ist. Die paar aber, die noch einen Kredit bekämen, müssten da exorbitante Sollzinen bezahlen, was die Kreditaufnahme in vielen Fällen wiederum verhindert und nochmals eine Schwächung der Wirtschaft darstellt.

Zu guter letzt: das Zahlungssystem kann evtl. nicht mehr aufrecht erhalten werden, da manche Banken ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Geldautomaten, Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften, aber auch Zinszahlungen etc. funktionieren nicht mehr. Anfragen kann man sich sparen. Die Mitarbeiter werden auf ein Mindestmaß reduziert, um die Personalkosten mit Brachialgewalt zu drücken.

Fazit: wenn der Staat nicht zumindest Garantien gibt (was er ja Gott sei Dank tut) geht ERST die Bank pleite aber DANN unvermeidbar auch die Wirtschaft vor die Hunde und die normalen Menschen gleich mit.

Gruß
Michi
20.02.2009 20:22 MBL ist offline E-Mail an MBL senden Beiträge von MBL suchen Nehmen Sie MBL in Ihre Freundesliste auf
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Augenbinde
"Erlaubt mir, das Geld eines Staates auszustellen und zu kontrollieren, und es ist mir egal wer die Gesetze macht."
Mayer Anselm Rothschild
______________

"Ich denke, dass Bank-Institute gefährlicher als stehende Armeen sind. ... Wenn die amerikanische Bevölkerung es zulässt, dass private Banken ihre Währung herausgeben... Dann werden die Banken und Konzerne die so entstehen werden, das Volk seines gesamten Besitzes berauben, bis eines Tages ihre Kinder obdachlos auf dem Kontinent aufwachen, den ihre Väter einst eroberten."
Thomas Jefferson (1743-1826), Präsident der USA

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Zitat:
Original von BlauerHunderter
100 Mrd. sind ca. 1.200 EUR pro Steuerzahler, da aber nicht jeder Steuern zahlt - oder nur wenig -, kann jeder Erwerbstätige schon mal mit 2.000 EUR rechnen


Erst gestern in der Zeitung gelesen: der erste Knallschädel fordert doch schon allen Ernstes einen "Wirtschaftskrisen-Soli", also eine Sondersteuer, die jeder mit Einkommen berappen darf, um die Finanzkrise zu bezahlen motzend Dem ist wohl was zu Kopf gestiegen motzend

Auch wenn er zugegeben dazugesagt hat, daß vor allem Bezieher hoher Einkommen da besonders zur Kasse gebeten werden sollen (und damit würde es ja auch mit die Richtigen, nämlich die Abkassier-Nieten in Nadelstreifen, treffen, was in mir eine gewisse Schadenfreude ausgelöst hat), werden solche Zusätze doch nur zu gerne überhört: sowas wird dann schööööön für alle eingeführt, damit ja jeder Einzelne von uns blechen darf, daß es raucht - und wofür das alles? Für gar nichts! Eines steht fest: von mir sehen die keinen roten Heller!!! motzend Dann entziehe ich, auch wenn das, würden es alle tun, extrem schädlich wäre, sofort der Bank sämtliches Anlagekapital, was dort noch liegt, und lasse mir von Stund an sämtliche Überstunden und alles, was nur irgendwie geht, NUR noch in Zeitgutschriften auszahlen bzw. auf ein Lebensarbeitszeitkonto gutschreiben - auf daß sie mich mit einer Finanzkrisensondersteuer mal ganz gepflegt a* A***h le***n können!!! Vielleicht zahle ich bzw. zahlen wir als doofes Steuervolk den Wirtschaftsheinis die Zeche.... jetzt gehts aber los, aber nicht mit mir.

Kleine Zukunftsprognose (gültig für Deutschland) gewünscht? Bitte sehr: Bundestagswahl im Herbst 2009, mangels Alternativen wird Frau Merkel wieder Kanzlerin (erstmal egal, ob zusammen mit der FDP oder SPD). Und spätestens jetzt in einem Jahr wird dann verkündet, daß leider die Mehrwert- und die Versicherungssteuer auf mindestens 23% (önnen auch 25% sein) angehoben werden muß - um eine Haushaltskonsolidierung zu erreichen und weil der Schuldendienst für die ganzen Bankbürgschaften und Zuschüsse an Unternehmen etc.pp. ja sooooo hoch ist, da müssen wir eben alle den Gürtel enger schnallen, sabber, seier, laber.... so wirds ausgehen, da möchte ich fast Wetten drauf abschließen! Da kann ich dann wohl wirklich nur noch auswandern.... ehrlich: ich sehe nicht ein, warum ich als Privatmann, der vom System nun wirklich nichts weiter hat, für das System blechen muß und dann eben nicht mehr nur über ein halbes, sondern vielleicht 5/6 des Jahres nur noch für Abgaben auf Arbeit rennen darf.

Irgendwie geht denen ihr ganzer Kapitalismus jetzt so richtig schön krachen.... höre ich da etwa irgendwelche Schlipsträger was von "marode, alles marode" seiern? Nein....? Das wundert mich doch - vor ca. 18-19 Jahren war das doch DAS Schlagwort schlechthin.... da wurde uns wieder und wieder vorgebetet, wie pleite und wirtschaftlich ja völlig am Ende die DDR doch war und nur dank der zwei Milliarden vom Strauß noch ein wenig überlebt hatte. Aha, 2 Mrd. DM.... für heutige Verhältnisse sind das geradezu Peanuts, aber die wurden uns vorgehalten, als hätte die DDR die gesamten Gold- und Devisenreserven der Bundesbank hinten rein geschoben bekommen und wäre trotzdem pleite gegangen, schließlich war bei uns ja alles "marode". Dann hier und jetzt die ketzerische Frage: ja, was ist denn mit dem tollen Kapitalismus und dem System BRD jetzt....? Die Verschuldung liegt bei ca. 1 Bllion - aber nicht DM, sondern Euro! Sind wir da nicht etwa oberpleite und das System supermarode? Über die DDR wurde damals gelacht - und jetzt? Wer im Glashaus sitzt, sollte doch nicht etwa mit Felsbrocken um sich werfen....?!

Als einzige Chance, die noch bleibt, sehe auch ich nur noch einen Schlußstrich und einen Neuanfang von Null an. Das derzeitige System ist derartig verfahren und verknotet, das ist nicht mehr zu retten - wäre alles ein Computersystem, wäre längst der berüchtigte Blue Screen of Death gekommen bzw. würde ich sagen, hier hilft nur noch der Reset-Knopf. Dummerweise ist die Wirklichkeit aber mal kein Computersystem...

Na, wie gesagt: von mir gibt es zusätzlich zu den ganzen Zwangsabgaben, die ich jetzt schon blechen muß, keinen einzigen Centavo extra. Nötigenfalls kämpfe ich dafür. Und da stehe ich nicht alleine...
21.02.2009 04:37 Adimh Liven ist offline E-Mail an Adimh Liven senden Beiträge von Adimh Liven suchen Nehmen Sie Adimh Liven in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Adimh Liven
Auch wenn er zugegeben dazugesagt hat, daß vor allem Bezieher hoher Einkommen da besonders zur Kasse gebeten werden sollen (und damit würde es ja auch mit die Richtigen, nämlich die Abkassier-Nieten in Nadelstreifen, treffen, was in mir eine gewisse Schadenfreude ausgelöst hat), werden solche Zusätze doch nur zu gerne überhört: sowas wird dann schööööön für alle eingeführt, damit ja jeder Einzelne von uns blechen darf, daß es raucht - und wofür das alles? Für gar nichts! Eines steht fest: von mir sehen die keinen roten Heller!!! motzend


Hallo,

ich fürchte an die "Abkassier-Nieten" die hier verdient haben, nähmlich die Investment-Banker der Banken, kommt der deutsche Fiskus gar nicht ran. Die sitzen alle in London und New York und haben mit Ihren Millionen-Boni in der Vergangenheit Jahr für Jahr die Sektkorken knallen lassen. Das sind zum Teil Truppen die en bloc die Bank wechseln und die scheinen inzwischen zum Teil Verträge zu haben, die Ihnen selbst Boni in Zeiten wie diesen garantieren (das läuft vermutlich auch gerade bei der Dresdner und einigen Anderen, die mit Titeln wie "Boni trotz Milliardenverlust" in die Schlagzeilen geraten).

Am Ende wird wohl der Otto-Normalsteuerzahler auf dem Schaden sitzen bleiben. motzend

Gruß
BlauerHunderter

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von BlauerHunderter: 21.02.2009 11:19.

21.02.2009 11:18 BlauerHunderter ist offline E-Mail an BlauerHunderter senden Beiträge von BlauerHunderter suchen Nehmen Sie BlauerHunderter in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von BlauerHunderter
Am Ende wird wohl der Otto-Normalsteuerzahler auf dem Schaden sitzen bleiben.

Die passende Einleitung zu einem weiteren Beitrag zur Situation in Polen.
Diesmal etwas für die Freunde der laufenden Bilder:

Die Tagesschau: Der Zloty verfällt - Kredite werden unbezahlbar

Grüße lächelnd augenzwinkernd
nick1k

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Bekanntlich steht die glänzende Situation eines Staates immer in einem gerechten Verhältnis zur Höhe seiner Schulden
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24.02.2009 11:46 nick1k ist offline E-Mail an nick1k senden Beiträge von nick1k suchen Nehmen Sie nick1k in Ihre Freundesliste auf
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Noch ein Artikel zum Thema Finanzkrise...

Staatspleiten in Europa?

Zitat:
Original von *ryhk*
Die derzeitige "Finanzkrise" betrifft mich eigentlich überhaupt nicht -

Vor diesem Hintergrund behaupte ich jetzt mal... noch nicht.

Nehmen wir mal fiktiv an, das ein europäisches Land zahlungsunfähig wird. Durch den Dominoeffekt fallen andere Staatsbanken kurz danach gleich mit...
Ich glaube in diesem Zusammenhang Herrn Steinbrück zwar, das er ein redlicher Mensch ist und ehrliche Absichten hat, aber, das dann möglicherweise ein "Ich will nicht, aber mir sind die Hände gebunden" herauskommt, halte ich jetzt nicht für ausgeschlossen...

Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Irland und Österreich haben alle den Euro. Ich ahne, das das sehr wohl Auswirkungen auf die Währung "Euro" haben könnte.

Ich finde es sehr interessant, das die (deutsche) Bevölkerung so ruhig und gelassen ist. Noch geht es ihnen ja gut. Aber was passiert, wenn die Maßnahmen in den Firmen wie Abbau der Überstunden, Zwangsurlaub und Kurzarbeit nicht mehr ausreichen und der Markt nach den Gesetzten der Wirtschaft "gesundet", sprich wirklich schrumpft?
Die Leute stehen in so einem Falle auf der Straße, fordern ihre Arbeitslosenstütze ein, die wir alle bezahlen. Da ist die Frage sehr berechtigt, woher das Geld denn kommen soll? Die deutsche Staatsverschuldung beläuft sich meines Wissens auf derzeit ca. 1,4 Bio Eus. Woher stammen die denn eigentlich? Kann es sein, das das aus dem Hauptposten des staatlichen Haushaltes, nämlich dem Sozialetat stammt, aus dem die Fördermaßnahmen, Arbeitslosenunterstützung und Umschulungen seit der 90er Jahre bezahlt wurden? Möglicherweise, um die Bevölkerung während dieses Zeitraumes ruhig zu halten und den sozialen Frieden in der Gesellschaft zu gewährleisten? Einem Politiker ist nichts mehr ungenehm als das: Es könnte ja jemand auf die Idee kommen und ihm die Schuld dafür zu geben. Ob er in diesem Falle aber noch seinen Job behält, dürfte jeder selbst beantworten können. Deshalb geben wir den Affen lieber Zucker. Und jetzt soll noch mehr verteilt werden, was wir eigentlich nicht haben...? Das hört sich nach zweiter Blase an, die möglicherweise bald schon platzen wird...

Schauen wir doch mal in die Geschichte... es gibt genügend Beispiele, da war es vorbei mit dem sozialen Frieden, nicht wahr?

Zitat:
Original von Adimh Liven
kann es sein, daß wir Zeugen eines epochalen Geschehens sind? Ich meine damit: keine bisherige Gesellschaftsordnung währte ewig.

Das wäre gut möglich...Persönlich tendiere ich in eine ähnliche Richtung.
Herr Steinbrück hat in einer seiner Presseerklärungen gesagt:

Zitat:
„Niemand sollte sich täuschen: Die Welt wird nicht wieder so werden wie vor dieser Krise“

Wir werden sehen, wie es sich entwickelt. Das finde ich an der Sache recht spannend. Wir schreiben Geschichte!
Vielleicht sehe ich es zu schwarz. Mag sein, dafür freue ich mich umso mehr, wenn die ungünstigen Prognosen nicht eintreffen.
Aber als Anhänger von Murphys Law fallen mir dazu nur folgende absurden Zeilen ein:

Und eine Stimme sprach von oben: Lächle, denn es könnte schlimmer kommen.
Und ich lächelte.
Und es kam schlimmer!

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Als Wirtschaftslaie wird einem angesichts der Zahlen immer schwindliger...
Die Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) berichtigt das Vermögen der Welt um eine nicht unbeträchtliche Zahl:

Krise vernichtet 50 Billionen US-Dollar

Damit tönt sie unisono mit der Weltbank:

Weltbank warnt eindringlich vor weltweiter Rezession

Ich bin gespannt, ob wir wirklich die Zustände erreichen, wie wir sie nach dem sogenannten "schwarzen Freitag" (der eigentlich ein schwarzer Donnerstag war) im Jahre 1929 hatten. Das Unwort "Depression" ist bisher nicht gefallen... Ob man die Situation damals mit der heute vergleichen kann?
Irgendwie erinnere ich mich, das Amerika die Geldmenge in den Folgejahren nach 1929 massiv verringert hat. Davon kann ja heute nicht die Rede sein...

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Noch ein paar Hintergründe über das Zusammenspiel von Geldmenge und Wert einer Währung:

Die Federal Reserve Bank (FED) hat die Bank of England als Vorbild genommen und ein neues Programm namens TALF gestartet, in dem kurzfristige Schuldverschreibungen und hypothekengesicherte Anleihen aufgekauft werden. Damit weitet sie die umlaufende Geldmenge weiter aus, was Auswirkungen auf den Wert und das Vertrauen in den US-Dollars hat.
China als einer der größten Besitzer an Dollarreserven und US-Staatsanleihen bekommt offenbar ein mulmiges Gefühl wegen dieser Politik und fordert Garantien: Im Prinzip bedeutet das Prinzip des "Quantitative Easing" (zu Deutsch Quantitative Lockerung / Nachlassen) nichts anderes als einen Schritt in Richtung Inflation, was den Gläubigern des US-Staates nicht gefallen kann. Ob das die USA groß interessiert, steht auf einem anderen Blatt. Die Gläubiger befinden sich dazu in einer Zwangslage: Wollten sie ihre Dollars loswerden, geschähe das in solchen Mengen, so das innerhalb kürzester Zeit mehr Dollars auf den Markt kämen und damit nach den Gesetzten des Marktes der Wert des Dollars noch mehr in den Keller rutschen würde. Gerade das ist aber vom Gläubiger nicht erwünscht...

Hier der gesamte Artikel: Geht die Fed einen Schritt zu weit?

Frage: Würde ich den Dollar noch als sichere Währung einstufen?


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Zitat:
Original von nick1k
Frage: Würde ich den Dollar noch als sichere Währung einstufen?


Naja, doch, schon.

Der US-Dollar hat sich bisher immer wieder erholt. Auch wenn er jetzt durch die Mengenerhöhung natürlich in die Knie gehen wird (was, ganz nebenbei, vielleicht sogar unserer Wirtschaft zugute kommt: Öl wird doch in USD / Barrel gehandelt, niedrigerer Kurs zum Euro = Öl wird für uns im Euroraum billiger - oder sehe ich da was falsch?), ist er bisher immer früher oder später wieder hochgegangen; um endgültig krachen zu gehen, ist er erstens zu weit verbreitet und zweitens schon sein eigentliches Wirtschaftsgebiet (USA) zu groß und zu stark.

Im Gegenteil könnte man jetzige Kursverluste vielleicht zum Einstieg in den Dollar nutzen.
18.03.2009 19:15 Adimh Liven ist offline E-Mail an Adimh Liven senden Beiträge von Adimh Liven suchen Nehmen Sie Adimh Liven in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Adimh Liven
Öl wird doch in USD / Barrel gehandelt, niedrigerer Kurs zum Euro = Öl wird für uns im Euroraum billiger - oder sehe ich da was falsch?)

Ich bin kein Wirtschaftsexperte... aber ich glaube, das die Sache etwas verzwickter ist: Der Dollar wird gegenüber dem Euro in die Knie gehen, richtig. Das bedeutet aber auch, das die Güter aus Europa für diejenigen, die in Dollar rechnen (müssen) einen höheren Preis haben, sprich teurer werden. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit der Europäer (also die Exporte und dem Rest der Welt) geschwächt; die der Amerikaner gestärkt. Genau das, was ich als amerikanischer Wirtschaftsminister gerne hätte... Da wären mir die Europäer ziemlich wurscht!
Und ob die dann schwächelnden europäischen Exporte durch den (im Moment sowieso schon niedrigen) Ölpreis ausgleichen werden kann, wage ich zu bezweifeln...

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18.03.2009 22:25 nick1k ist offline E-Mail an nick1k senden Beiträge von nick1k suchen Nehmen Sie nick1k in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von nick1k
Die Federal Reserve Bank (FED) hat die Bank of England als Vorbild genommen und ein neues Programm namens TALF gestartet, in dem kurzfristige Schuldverschreibungen und hypothekengesicherte Anleihen aufgekauft werden. Damit weitet sie die umlaufende Geldmenge weiter aus, was Auswirkungen auf den Wert und das Vertrauen in den US-Dollars hat.
China als einer der größten Besitzer an Dollarreserven und US-Staatsanleihen bekommt offenbar ein mulmiges Gefühl wegen dieser Politik und fordert Garantien: Im Prinzip bedeutet das Prinzip des "Quantitative Easing" (zu Deutsch Quantitative Lockerung / Nachlassen) nichts anderes als einen Schritt in Richtung Inflation, was den Gläubigern des US-Staates nicht gefallen kann. Ob das die USA groß interessiert, steht auf einem anderen Blatt. Die Gläubiger befinden sich dazu in einer Zwangslage: Wollten sie ihre Dollars loswerden, geschähe das in solchen Mengen, so das innerhalb kürzester Zeit mehr Dollars auf den Markt kämen und damit nach den Gesetzten des Marktes der Wert des Dollars noch mehr in den Keller rutschen würde. Gerade das ist aber vom Gläubiger nicht erwünscht...




...dazu passt auch dieser Artikel...!!!

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Zitat:
Original von Adimh Liven
...um endgültig krachen zu gehen, ist er erstens zu weit verbreitet und zweitens schon sein eigentliches Wirtschaftsgebiet (USA) zu groß und zu stark.

Vielleicht sind wir näher dran, als geglaubt: Wie oben schon beschrieben, macht sich die chinesische Zentralbank als einer der größten Gläubiger der Vereinigten Staaten von Amerika Gedanken über den Zustand des amerikanischen Dollars: Sie ist von den Maßnahmen der FED nicht eben begeistert...

Chinesischer Angriff auf den Dollar

...und fordert eine neue globale Leitwährung. Vielleicht sieht sie darin den Ausweg aus dem Dilemma, in dem sie steckt: Wie oben schon erwähnt, wird durch den Aufkauf der "giftigen" Papiere durch die amerikanische FED große Mengen Dollars in den Markt gepumpt. Damit verliert der Dollar gegenüber den anderen wichtigen Währungen an Wert, die amerikanischen Exporte werden günstig und die amerikanische Wirtschaft gefördert. Umgekehrt trifft das die anderen Länder, da deren Exporte teurer und deren Wettbewerbsfähigkeit beeinflußt wird .
Der klassische Weg dazu wäre die "Entwertung" des Yuan durch Aufkaufen von US-Dollars, weil sich dann mehr Yuan im Verhältnis zum US-Dollar auf dem Markt befinden.
Aber: Die chinesische Staatsbank hat schon sehr viele Dollar und möchte ihn angesichts der wahrscheinlich kommenden Abwertung des US-Dollars sicher gern loswerden und keine neuen dazu kaufen. Verliert der Dollar durch die Weltwirtschaftskrise massiv an Wert, gehen auch die chinesischen Devisenreserven verloren. Ein Lösungsansatz aus der Sicht der Chinesen wäre die einer neuen Leitwährung: Das SZR (Sonderziehungsrecht) des IWF

Das Ende des Dollar als Weltleitwährung naht, ...

Ob der chinesische Vorschlag allerdings aus völlig altruistischen Gründen erfolgt, darf bezweifelt werden: In nachfolgendem Artikel sind ein paar Bedenken beschrieben...

Kommt die neue Weltwährung?

Tja, diese Frage wird die Zukunft beantworten. Die Verantwortlichen in der Politik werden sicher einen Umbau des Weltwirtschaftssystems einleiten. Ein Anfang dürfte am 02. April in London auf dem kommenden Gipfel der G20-Staaten gemacht werden.

Bin gespannt, wie sich der Krimi fortentwickelt. Er dürfte uns noch eine ganze Zeit beschäftigen. Ob wir nun wollen oder nicht...

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Zitat:
Original von nick1k
Zitat:
Original von Adimh Liven
...um endgültig krachen zu gehen, ist er erstens zu weit verbreitet und zweitens schon sein eigentliches Wirtschaftsgebiet (USA) zu groß und zu stark.

Vielleicht sind wir näher dran, als geglaubt:.............
Kommt die neue Weltwährung?


Gäbe es eine echte Weltwährung werden zunächst einmal die Währungsspekulationen ein Ende haben. Und der ohnehin nullinovative Arbitragehandel auch. Das würde dann mit Rohstoffen und sonstigen Gütern weiterbetrieben.

Zitat:
Original von nick1k
Die Verantwortlichen in der Politik werden sicher einen Umbau des Weltwirtschaftssystems einleiten. Ein Anfang dürfte am 02. April in London auf dem kommenden Gipfel der G20-Staaten gemacht werden.


Auf diesen Umbau bin ich gespannt. Ich glaube nicht, dass es einen tatsächlichen Umbau in Richtung wirtschaftsgesundes Geldsystem geben wird. Ohne die Zustimmungen von USA+GB läuft da nicht viel. Die USA exportieren nun erstmal ihre Inflation.
Die Folgen vom Kreditgeld aufgeblasenen, Aktien-, Immobilien- u. Bondmärkten durch den zwangsneurotischen Anlagewahn der Großkapitalisten bis hin zum Kleinanleger mit absurden Renditewünschen sehen wir seit einiger Zeit und werden noch einiges zusehen bekommen. Sogenannte Bereinigungs-Rezessionen/-Depressionen werden mit gigantischen Finanzspritzen zu heilen versucht. Auch das sehen wir. Und da werden schon in den USA die Papiergelddruckmaschinen auf Hochtouren gefahren. (Hätte man ein Vollgeldsystem wären derartige Faxen nicht nötg.) Diese Schwemme und deren Auswirkungen wird selbstverständlich nicht in den Staaten bleiben. ....armes China und restl. Welt.

Aber bei den exorbitanten Staatsverschuldungen, die nicht mehr abzubauen sind, wäre ja ein Reförmchen nicht schlecht. Nur muß diese Maßnahme auch noch irgendwie unters Volk bzw. in deren Köpfe gebracht werden. Stärken und Schwächen, insbesondere Ängste der Sklaven waren und sind bekannt, also.... noch ein wenig Agitation muß her. Auch die haben wir derzeit in Mengen.
Der Ehrgeiz der Ökonomen, aus ihrer Lehre eine Wissenschaft zu machen, eine den Naturwissenschaften gleichwertige, muten bei der momentanen Meinungsvielfalt großer C4-Experten geradezu lächerlich an. Zumal viele Ökonomen im Dienste der Finanzpolitik des Staates, der Zentralbanken und auch der Privatbanken und Großkonzerne zu deren Prostituierte geworden sind.

Sachlich fundierte Ausführungen zu einer Umgestaltung des Finanzsystems habe ich bislang nur von verdammt wenigen Experten gehört. Hier scheint mir, dass die Österreicher gute Leute haben... und ehrliche.
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Auf VOX läuft gerade dazu eine BBC-Reportage.

Gruß Steffen

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Ja die habe ich mir gestern abend auch angeschaut: sehr interessant!
China wird wohl über kurz oder lang die Finanzweltmacht sein! Wer hätte das vor 20 Jahren gedacht..... verwirrt

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26.03.2009 15:57 banco-franco ist offline E-Mail an banco-franco senden Beiträge von banco-franco suchen Nehmen Sie banco-franco in Ihre Freundesliste auf
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Nun gesellt sich Rußland zur Reihe derjenigen, die eine neue Leitwährung fordern...

Russland fordert neues Weltwährungssystem

Warum wohl? kopfkratzend

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31.03.2009 23:26 nick1k ist offline E-Mail an nick1k senden Beiträge von nick1k suchen Nehmen Sie nick1k in Ihre Freundesliste auf
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Nicht ganz so abwägige Forderung Russlands. Wenn damit allen geholfen wird und dann "Ruhe" herrscht, sollten die Verantwortlichen ernsthaft und laut darüber nachdenken.
China ist, und das kann keiner leugnen, mittlerweile eine sehr starke Finanzmacht die man auf keinen Fall unterschätzen sollte. Und Russland will auch auf diesem Gebiet gewürdigt werden, auch wenn es da wirtschaftlich nicht mehr so rund läuft.

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01.04.2009 09:24 banco-franco ist offline E-Mail an banco-franco senden Beiträge von banco-franco suchen Nehmen Sie banco-franco in Ihre Freundesliste auf
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Was wieder zum Thema paßt, aber wohl nicht ganz ernt gemeint ist...

Bundesregierung beschließt Wiedereinführung der D-Mark gross grinsend

Viel Spaß beim Lesen... augenzwinkernd

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gross grinsend Sicherlich nicht. April, April !! teuflisch lachend

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01.04.2009 16:03 banco-franco ist offline E-Mail an banco-franco senden Beiträge von banco-franco suchen Nehmen Sie banco-franco in Ihre Freundesliste auf
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¡Hola!

Vielleicht nicht so ganz passend, aber ich will's trotzdem erwähnen:
Der Name "Meinl" sollte vielleicht auch einigen Deutschen ein Begriff sein, und wenn es der Laden am Graben in Wien ist. Die Meinls betreiben da seit Ewigkeiten einen Laden, in dem es unter anderem die Kaffeespezialitäten gibt.
Soweit so gut; der aktuelle Meinl heisst Julius und er wird auch gern "Julius Meinl V." genannt, es ist halt eine Dynastie.
Mit dem Kaffeegeschäft hat er eigentlich nicht mehr viel am Hut, Banken sind mittlerweile sein Metier. Es gibt da eine etwas dubiose Gesellschaft namens "Meinl European Land", deren Sitz wohl in Jersey ist und die einigen Kleinanlegern wohl sehr imponiert hat, so dass sie ihr Geld da anlegten und dieses ist nun wohl nicht mehr in allen Fällen so richtig da. Halt ein Finanzkriseopfer, könnte man denken.
Gestern wurde nun der Herr Meinl von der Wiener Staatsanwaltschaft befragt und im Anschluss an die Vernehmung wurde Untersuchungshaft verhängt, von der sich der Julius Meinl ganz erstaunt zeigte, weil er doch so doll kooperiert habe.
Nun kommt das Kuriose: er fragte nach einer Kaution, um der er aus der U-Haft entlassen werden könne. Die Kautionssumme wurde auf sagenhafte 100 Millionen Euro festgelegt. Es kommt noch besser: binnen einer Stunde war das Geld da, es wurde aus Liechtenstein überwiesen, und zwar nicht wie üblich als Bankgarantie, sondern richtig als Geld ans Gericht.
Da das Gericht befürchtete, dass das Geld aufgrund einiger Bankregelungen wieder wegtransferiert hätte werden können, wurde eine 24stündige Frist verhängt und die ist nun um und der Herr Meinl hat das U-Haftgefängnis im Taxi verlassen. Sein Reisepass wurde ihm abgenommen (er ist ausserdem britischer Staatsbürger, die U-Haft wurde mit Fluchtgefahr begründet), er muss sich ausserdem bei der Polizei melden, wenn er seinen Wohnort verlassen will.
Sobald er vor Gericht steht, also das Gerichtsverfahren eröffnet wird und er dann dran teilnimmt oder auch das Verfahren mangels diverser Gründe eingestellt wird, kriegt er die 100 Millionen Euro wieder.
100 Millionen Euro! Das ist eine unvorstellbare Summe, und das nur als Kaution und das binnen einer Stunde aufgetrieben!
Ein Herr Maddoff, der Schäden in der US-Wirtschaft in Milliardenhöhe verursachte, musste nur eine Kaution von 10 Millionen US-Dollars stellen.
Ein Gericht könnte bei mir 10.000 oder 10 Millionen oder auch 100 Millionen Euro Kaution verlangen: alles dreis utopisch, woher nehmen?
100 Millionen Euro! Wurde jemals eine solche Kaution schon mal gezahlt, ja überhaupt wenigstens verlangt? Wenn Meinl stiften gehen würde, kann die Republik Österreich die Finanzkrise etwas entspannter angehen.
Mir stellt sich auch die Frage, wie man in einer derartigen Zeitspanne, in der einige noch nicht mal geboren werden können, eine derartige Summe aufgetrieben werden kann. Klar kann man Konten auflösen, Festgeldverträge kündigen usw - aber so viel? Es ist unvorstellbar!
Wenn ich die 100 Millionen hätte, würde ich eine schnappen, zum Hilmer gehen, ich würd' Kaffee saufen und Kekse naschen und die Alben alle plündern. Dann bin ich aber auch ein Vierteljahr beschäftigt, alle zu scannen, in meine Sammlung einzusortieren und die Preise wegzuradieren fröhlich , und wenn ich die restlichen 99 Millionen selbst sehr konservativ anlege, habe ich dann nach dem Vierteljahr schon wieder 100 Millionen und kann dem ATS, dem Wilkin, dem Narbeth und sogar dem Erzfeind schreiben: "einmal alles" und selbst dann ist das Vermögen nicht unbedingt weg. Ich könnte bei eBay das Geld gar nicht auf einmal ausgeben, weil die Eingabegrenze bei 10 Millionen - 1 Dollars liegt. fröhlich
Und es gibt Leute, die sowas binnen einer Stunde abrufen können - und die sind in vielleicht zweifelhafte Geschäfte verwickelt?
Kapier' ich nicht ganz.


Adíos
Ronny
03.04.2009 13:55 *ryhk* (†) ist offline Homepage von *ryhk* (†) Beiträge von *ryhk* (†) suchen Nehmen Sie *ryhk* (†) in Ihre Freundesliste auf
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Heftig! Mit 100 Millionen könnt man eine eigene Bank mit "Notenrecht" eröffnen! augenzwinkernd

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03.04.2009 15:29 banco-franco ist offline E-Mail an banco-franco senden Beiträge von banco-franco suchen Nehmen Sie banco-franco in Ihre Freundesliste auf
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