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Zum Ende der Seite springen Der Welt-Geldbetrug
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#696

ich habe heute folgenden text bekommen gross grinsend

Der Welt-Geldbetrug



von Prof. Dr. Eberhard Hamer, Mittelstandsinstitut Hannover

Der größte und weitreichendste Wirtschaftsskandal unserer Tage findet z.Zt. durch die Manipulationen an den Geld- und Währungssystemen statt. Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell legal stattfindet. Sicher ist aber, daß der Geldbetrug wie jeder andere Betrug auch nicht langfristig zur Bereicherung der Täter durch Entreicherung der Opfer führen kann, weil kein freies Geldsystem auf Dauer mißbraucht werden kann.

Nach der Finanztheorie ist Geld ein legalisiertes Tauschmittel, welches auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Die Ausgabe von Geld war deshalb früher staatliches Privileg (Münzhoheit). Die als Geld umlaufenden Gold-, Silber- und Kupfermünzen hatten staatliche Prägung. Der Staat garantierte also die Reinheit des Metalls und das Gewicht der Münzen, so daß man nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland jederzeit wußte, wieviel jedes Geldstück wert war. So waren die Metallmünzen zugleich Tauschmittel und Dauerwert.

Der Staat mußte aber, um Geld ausgeben zu können, Gold und Silber haben. Deshalb war es wichtig, daß zum Beispiel Silberbergwerke in staatlicher Hand waren (Rammelsberg bei Goslar) und auf diese Weise der Staat das Silber für zusätzliche Prägemünzen einsetzen konnte. Umgekehrt wußten die Bürger, daß der Staat nur soviel Geld ausgeben konnte, wie er über Edelmetall verfügte. Der Edelmetallvorrat war also die Basis für das in Edelmetall umlaufende Naturalgeld (Goldumlaufwährung).

Vom Realgeld zum Nominalgeld

Immer wieder haben Fürsten allerdings versucht, sich mehr Geld zu verschaffen, als sie Edelmetall hatten, indem sie den Anteil des Edelmetalls bei den Münzlegierungen verminderten («kippen und wippen»). Das Ergebnis war jeweils, daß die Kaufleute und Bürger das schlechte Geld weitergaben, das gute aber behielten, bis alle Bescheid wußten und das schlechte Geld wieder eingeschmolzen werden mußte. Goldumlaufwährungen gab es noch bis zum Ersten Weltkrieg.

Jede Goldumlaufwährung hat allerdings den Nachteil, daß Gold nicht so stark vermehrbar ist, wie die Wirtschaft wächst, daß also eine gewisse deflatorische Geldknappheit stärkeres Wirtschaftswachstum behindern könnte. Deshalb gingen viele Staaten zu einer indirekten Goldwährung über: Sie hatten einen bestimmten Goldschatz und gaben auf dieser Basis staatliche Zentralbanknoten aus, die im täglichen Gebrauch leichter zu transportieren, zu zählen und auch in höheren Summen aufzubewahren waren. Ihr Wert beruhte darauf, daß man die Geldscheine jederzeit bei der Zentralbank vorlegen und in entsprechendes Gold oder Silber umtauschen konnte (Goldkernwährung). Auf diese Weise konnte der Staat sogar mehr Nominalgeld ausgeben, als er an Edelmetall verfügbar hatte, denn üblicherweise bestanden nur wenige Geldscheininhaber auf dem Umtausch ihrer Scheine in Gold. Normalerweise reichte also ein Volumen von weniger als 10% Gold für ein Währungsvolumen einer um 90% höheren Geldscheinmenge.

Das System funktionierte weltweit, weil auch Länder, die selbst keinen Goldschatz hatten, den Inhabern ihrer nationalen Geldscheine einen festen Umtauschkurs zu anderen Währungen garantierten, die ihrerseits wieder einen Goldkern hatten. Solange diese Umtauschgarantie bestand, konnten die Bürger darauf vertrauen, daß sie - wenn auch über doppelten Umtausch - die Geldschein-Nominalwerte in Münzrealwerte umtauschen konnten (Golddevisenwährung), hatten also eine zumindest indirekte Geldwertgarantie.

Vom staatlichen zum privaten Geld

Der entscheidende Schritt weg vom Staatsgeld war 1913 die Gründung des Federal Reserve System in den USA. Obwohl nach der amerikanischen Verfassung eigentlich nur Gold und Silber gesetzliches Geld sein dürfen, hat sich ein von privaten Banken gegründetes Kartell unter Führung der beiden Großfinanzgruppen Rothschild und Rockefeller eine private Zentralbank geschaffen mit dem Recht, eigenes Geld auszugeben, welches gesetzliches Zahlungsmittel wurde und für welches anfangs noch die amerikanische Zentralregierung garantierte.

- Rothschild Bank of London - Rothschild Bank of Berlin - Lazard Brothers of Paris - Israel Moses Seif Banks of Italy - Warburg Bank of Hamburg - Warburg Bank of Amsterdam - Lehmann Brothers New York - Chase Manhatten Bank of New York - Kuhn-Loeb Bank of New York - Goldmann Sachs Bank of New York "Wir werden schamlos irregeführt", Gerhoch Reisegger, Verlag Hohenrain-Tübingen (RW)

In dieser privaten Bank wurden nach dem Ersten Weltkrieg die Goldreserven der Welt zusammengekauft, mit der Folge, daß viele andere Währungen ihren Goldstandard nicht mehr halten konnten und in der Deflation zusammenbrachen (erste Weltwirtschaftskrise).

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde deshalb 1944 in Bretton Woods wieder die Einführung eines neuen Golddollarstandards beschlossen. Während des Weltkrieges verlangten die USA für die Bezahlung von Rüstungsgütern Gold von den kriegführenden Nationen. Auch das Gold Deutschlands mußte als Kriegsbeute abgegeben werden. So sammelten sich über 30.000 Tonnen Gold der Welt allein in den USA - mehr als alle anderen zusammen hatten. Dieses Gold diente als Deckung für die Dollars. Da aber ein größerer Teil der Dollars in den Zentralbanken der Welt als Reservewährung gehalten wurde, konnten die USA mehr Dollars ausgeben als sie an Goldbasis hatten. Die Länder der Welt brauchten nämlich Dollars, um die Rohstoffe dafür zu kaufen, die nur auf Dollarbasis gehandelt wurden. Neben dem Gold wurde deshalb der Dollar immer stärker in den anderen Zentralbanken zur Hauptwährungsreserve. Die Dollarherrschaft über die Welt hatte begonnen.

1971 kündigte US-Präsident Nixon die Einlösungspflicht des Dollars in Gold (Golddollarstandard) und zugleich die Haftung des Staates für den Dollar auf. Seitdem sind die Dollarnoten weder real durch Gold noch durch Staatshaftung gedeckt, also eine freie private Währung der Federal-Reserve-Bank (FED).

Der Dollar und alles andere Geld der Welt sind seitdem nicht mehr werthaltig, sondern nur noch gedrucktes, legalisiertes Zahlungspapier. Eine durch nichts gedeckte Währung kann zwar durch Gesetz zum amtlichen Tauschmittel erzwungen werden, nicht jedoch zum Mittel der Wertaufbewahrung. Hierzu bedarf es des Vertrauens der Geldinhaber, daß sie ihr Geld langfristig wertgesichert sehen. Der langfristige Kurswert - das Vertrauen - einer freien Quantitätswährung hängt wiederum allein von der Knappheit des Geldes bzw. der Geldmenge ab.

Das Problem: Während sich in den letzten 30 Jahren die Gütermenge der Welt nur vervierfachte, hat sich die Geldmenge vervierzigfacht. Geldmengenvermehrung bedeutet nämlich immer Inflation. Und Inflation bedeutet Geldentwertung. Für dieses Problem wurden drei Lösungswege beschritten:

Die deutsche Finanzwissenschaft hatte schon bei der Bundesbankgründung eine staatsunabhängige neutrale «vierte Gewalt» für die Bundesbank gefordert, damit diese den politischen Pressionen zum Geldmengenmißbrauch widerstehen könne, damit der Bürger sich also auf die Werthaltigkeit des Geldes verlassen könne.

Tatsächlich ist die Bundesbank gesetzlich zur Werthaltigkeit der D-Mark verpflichtet gewesen (Neutralgeldtheorem) und war weitgehend staatsunabhängig. Dies hat dazu geführt, daß die D-Mark als stabilste Währung der Welt immer mehr auch Währungsreserve und bevorzugte Wertanlage wurde.

Die meisten anderen Staaten haben eine «orientierte Quantitätswährung» bevorzugt. Sie verpflichteten ihre Zentralbanken, die Geldmenge an bestimmten Zielen zu orientieren, wie zum Beispiel Wachstum, Vollbeschäftigung oder anderen. Dies gab der nationalen Politik ausreichend Einflußmöglichkeiten auf die Zentralbank und auf das Geld und hat regelmäßig dazu geführt, daß der politische Mißbrauch zu entsprechender Inflationierung der Währungen geführt hat. (Beispiel: Frankreich, Italien, Spanien usw.)

Die meisten Diktaturen der unterentwickelten Länder und das private Federal- Reserve-System dagegen bevorzugten eine «freie Quantitätswährung», also eine Währung, deren Mißbrauch durch die Politik oder durch die privaten Zentralbankeigentümer nicht gesetzlich beschränkt wurde. «Freie Quantitätswährung» hat immer «Freiheit zum Mißbrauch der Währung» bedeutet und nie langfristig funktioniert. Vor allem führt ein Nebeneinander von Währungen, die teils von einer unabhängigen Staatsbank in ihrem Wert gehalten werden - wie die D-Mark - oder andererseits von abhängigen Staatsbanken oder sogar von Privatbanken nach deren jeweiligen Zwecken frei manipuliert werden, zu erheblichen Kursspannungen: Weil die Deutsche Mark durch die Bundesbank relativ wertstabil gehalten wurde, andere wichtige Währungen sich dagegen durch Geldmengenvermehrung und Inflation immer stärker wertminderten (Abwertung), versuchen die Geldwertbesitzer naturgemäß, mit ihren längerfristigen Dispositionen in harte Währungen zu gehen und weiche zu meiden.

So wurde die Deutsche Mark in Konkurrenz zum Dollar immer stärker auch Währungsreserve von Wirtschaft und Zentralbanken in der Welt. Vor allem aber wurde an der «harten» Währung deutlich, wie weich eine ständige Geldmengenvermehrung die inflationierten Privat- oder Staatswährungen gemacht hatte.

Die der Geldwertstabilität verpflichtete Bundesbank wurde so zum gemeinsamen Störer im Chor der Geldmengenvermehrer und Inflationisten des Weltwährungssystems - kein Wunder, daß dieser Störer durch Abschaffung der Deutschen Mark und Einbindung in eine wieder mehr von der Politik gesteuerte, nicht mehr souveräne Europäische Zentralbank ausgeschaltet werden mußte.

Kohl hat dafür gesorgt, daß dies «im kleinen Kreise» entschieden wurde, daß die deutsche Bevölkerung über den Verlust ihrer werthaltigen Währung nicht abstimmen durfte («Wo kommen wir hin, wenn die Bevölkerung über so wichtige Dinge selbst entscheiden sollte?»). Die Bevölkerung hätte nie freiwillig die solide D-Mark geopfert.

Inzwischen hat also keine Währung der Welt noch irgendeine reale Wertgrundlage, hat sich das Geld der Welt von jedem zugrundeliegenden Sachwert gelöst, wird es als Papier hemmungslos neu gedruckt und durch ständige Vermehrung ständig entwertet.

Daß die Leute immer noch glauben, das Geldpapier, welches sie in der Hand haben, habe einen festen Wert, liegt daran, daß durch geschickte Manipulation der Devisenkurse ein scheinbares Wertverhältnis vorgespiegelt wird. Diese Devisenkurse werden nämlich von genau den gleichen Gruppen manipuliert, die auch die Geldmengenvermehrung produzieren.

Praktisch hat inzwischen das von der US-Großfinanz gesteuerte und ihnen gehörende private Federal-Reserve-System Welt-Geldbedeutung erlangt: Das FED-Privatgeld Dollar ist schon von der Geldmenge her in der Welt dominierend. Mehr als 75% aller Geldquantitäten sind Dollars.

Die US-Großfinanz hat auch die von ihnen kontrollierten Rohstoffmärkte gezwungen, nur in Dollars zu verkaufen. Wer sein Öl nicht gegen wertlose Dollars, sondern gegen Euro verkaufen will, wird zum Terroristen erklärt (Saddam).

Auch die Zentralbanken der übrigen Länder werden gezwungen, die Dollars in immer stärkerem Masse (Euro-Bank über 90%) als Währungsreserven anzunehmen. Die übrigen Währungen, wie zum Beispiel der Euro, beruhen also in ihrem Wert zu über 90% auf wertlosen, nur durch die Macht und den Willen der US-Großfinanz gehaltenen Dollar-Papieren.

Inzwischen wurden sogar die Nationalbanken sanft oder hart (Schweiz) gedrängt, ihre Goldvorräte gegen Dollars abzugeben oder «auszuleihen». Das Gold der Welt hat sich dadurch wiederum wie vor der ersten Weltwirtschaftskrise bei den Eigentümern des Federal-Reserve-Systems konzentriert, so daß ein neuer Goldstandard nur mit deren Willen und nach deren Diktat wieder einzuführen wäre und die FED-Eigentümer mit einer Neufestsetzung des Goldpreises (Greenspan: «Möglicherweise bis 6.000 Dollar») allein dadurch im Falle einer Währungsreform ein Jahrhundertgeschäft machen würden.

Die US-Großfinanz steuert also über die ihr gehörende FED letztlich das Geld und die Währungen der ganzen Welt. Der Dollar ist privates Geld dieser US-Großfinanz, von niemandem ausser von ihr garantiert, aber nach Kräften Mißbraucht, vermehrt und zum Instrument ihrer Weltherrschaft und zum Hilfsmittel für den Raub aller wichtigen Rohstoffe und Sachwerte der Welt mißbraucht.

Durch ungehemmte Vermehrung des Dollars hat natürlich die ausgebende US-Großfinanz unbegrenzte liquide Mittel, mit denen sie die ganze Welt kaufen kann.

Aber auch der amerikanische Staat kann durch die Dollarvermehrung mehr ausgeben, als er einnimmt (Schuldenreiterei). Mißbrauch des Dollars durch Geldmengenvermehrung ist also sowohl für die herrschende US-Finanz als auch für die von ihr beherrschte US-Administration einseitiger Vorteil. Deshalb hat sich das Dollarvolumen in den letzten 10 Jahren immer schneller vermehrt.

Ebenso haben sich die Schulden des amerikanischen Staates gegenüber dem Ausland drastisch vermehrt. Der US-Staat läßt sich also in immer größerem Ausmass von der Welt Sachgüter gegen wertlose Scheinchen liefern - die moderne Form der Tribute.

Daß diese ungehemmte Dollarvermehrung nicht längst den Dollarabsturz und zur Zurückweisung des Dollars durch die Kunden geführt hat, ist kluger Regie und Erpressung zu verdanken: Die US-Großfinanz und die US-Administration zwingen seit Jahren wirtschaftlich und politisch die wichtigen Zentralbanken der Welt (Eurobank, Japan, China und andere), die bei ihnen sich für Exporterlöse oder als Kaufpreise für den Aufkauf von Sachgütern ansammelnden wertlosen Dollars zu behalten und als angeblich werthaltige Devisenreserve zu halten.

Praktisch heißt das: Die Zentralbanken in China, Japan und Europa sammeln die für die Sachwertlieferungen ihrer Bürger einkommenden wertlosen Dollars in immer größeren Beständen als angeblich werthaltige Währungsreserve an. Die Währung der Satellitenstaaten wird also und ist bereits mit immer wertloseren Dollars unterlegt - also praktisch ebenso wertlos geworden. Somit sind alle im gleichen Geldentwertungsboot: Die Urheber der Geldmengenvermehrung in New York und Washington ebenso wie die Helfer der Geldmengenvermehrung in den Zentralbanken der Satellitenstaaten.

Damit aber hat es der Schuldner USA selbst in der Hand, wie stark er durch offizielle Abwertung des Dollars schließlich seine Gläubiger entreichern - betrügen - und sich auf deren Kosten wieder entschulden will. Jede Abwertung des Dollars wird vor allem das 80% aller Dollars haltende Ausland entreichern. Dem Schuldner steht es frei, wie stark er seine Schulden abwerten und damit seine Gläubiger betrügen will.

Dem Publikum wird inzwischen allerdings mit manipulierten Kursen und Kurspflege suggeriert, die Mißbrauchten Währungen und das hemmungslos vermehrte Geld hätten immer noch einen soliden Kurswert.

Würden die Geldbesitzer wissen, daß sie eigentlich nur Papierwert in den Händen haben, alles andere aber von den Manipulationen, den Mißbräuchen, der Macht und den Zwecken der US-Großfinanz abhängt, würde die Geldumlaufsgeschwindigkeit wegen Zurückweisung des Geldes stärker steigen, würde eine Flucht in die Sachwerte einsetzen, und damit eine dramatisch steigende bis galoppierende Inflation beginnen, würde die längst geschehene Entwertung der Geldwertanlagen der Bürger (Geldpapiere, Renten, Fonds und andere) sich in einem zweiten Börsencrash auflösen und zusammenbrechen, und würden ganze Branchen der Finanzindustrie und Finanzdienstleistung unter Haftungsprozessen wegen der Entwertung zusammenbrechen, so daß eine Währungsreform unvermeidlich wird.

Noch wird die Illusion des Geldwertes trotz dramatischer Entwertung durch den Zwang eines gesetzlichen Zahlungsmittels künstlich aufrechterhalten. Nutznießer dieses Systems sind nicht nur die US-Großfinanz, welche durch ihre FED immer hemmungsloser Dollarmengen in die Welt jagt, sondern auch die dieses Spiel mitbetreibenden Zentralbanken, wie zum Beispiel die Eurobank, die Banque of Japan und andere.

Die Vorstände dieser Banken wissen genau, wie wertlos der Dollar inzwischen ist, stützen aber immer noch die gesetzliche Illusion der Zahlungsmittelfunktion des Dollars, haben sogar aus politischen Gründen geschwiegen und die eigene Währung nahezu ausschließlich mit wertlosen Dollarsin ihrer Währungsreserve unterlegt, also ihre Währung praktisch ebenso wertlos gemacht.

Würde eine Währungsreform kommen, stünde zum Beispiel die Eurobank ohne Werte da. Das Gold - auch das deutsche Gold - ist mutmaßlich nur noch als bloßer schuldrechtlicher Rückgabeanspruch vorhanden, nicht mehr aber als Realgold. Es ist zumeist angeblich naturaliter an die private Federal Reserve Bank und von dieser weiter verliehen, also im Zusammenbruch nicht mehr greifbar. Das System lebt davon, daß ein Mißbrauch nicht diskutiert und nicht veröffentlicht wird.

Tatsache 1: Die wichtigsten Währungen der Welt sind so hemmungslos vermehrt worden und stehen auf so tönernen Füßen, daß ihre Währungen (Dollar, Euro, Yen und andere) keine echte Wertaufbewahrungsfunktion für die Bürger mehr haben.

Tatsache 2: Auch die Tauschfunktion der Währungen wird nur durch Manipulation und Täuschung über einen angeblichen - aber nicht vorhandenen – Kurswert künstlich aufrechterhalten und ist längst nicht mehr echt.

Tatsache 3: Das Privatgeld (Dollar) der US-Großfinanz ist längst von allen Bindungen an Sachwerte (Gold) oder einer Geldmengenbindung befreit, hat also nicht nur seine Wertaufbewahrungsfunktion verloren, sondern täuscht auch die Welt nur noch durch weltweite Kursmanipulation über einen scheinbaren Tauschwert des durch hemmungslose Vermehrung entwerteten Privatgeldes. Nur durch diese Täuschung und die Macht der US-Großfinanz wird noch künstlich «Vertrauen» der Welt in den Dollar suggeriert.

Wüßten die Marktteilnehmer dagegen, daß sie mit dem Nominalwert des Geldscheins nur ein wertloses Wertversprechen von Privatleuten in den Händen haben, denen längst nicht mehr zu trauen ist, die ständig ihre Macht, den Geldwert zu manipulieren, mißbrauchen, so würde auch das Vertrauen in diese Privatwährung Dollar zusammenbrechen.

Mit dem Geld ist es so wie mit den Aktien. Auch die meisten Aktien sind keine Substanzwerte, sondern nur Hoffnungswerte. Wer in der großen Aktienhausse glaubte, viel gewonnen zu haben, wurde beim Aktiencrash darüber belehrt, daß die Aktie außer dem Papierwert nur noch Hoffnung trägt, diese aber leicht schwinden kann. Gewinn oder Verlust im Börsenspiel sind reine Hoffnungswerte, keine Sachwerte. Ebenso ist es mit dem Geld. Einziger Sachwert ist der Wert des Papiers. Alles andere ist Hoffnungswert im Vertrauen auf die korrupten, aber stärksten Finanzmächte der Welt.

Mit Scheingeld zu Sachwerten

Würden die Marktteilnehmer wissen, daß unser Geldsystem letztlich am Privatgeld Dollar und dieses Geld ohne jeden Wertbezug allein an den Manipulations- und Mißbrauchswünschen der großen Finanzoligarchie hängt, dann würden die Menschen ihr Währungsvertrauen verlieren, ihr Geld nicht mehr als Wertaufbewahrungsmittel betrachten, sondern der laufenden Geldentwertung durch Flucht in die Sachwerte zu entgehen versuchen.

Genau dies tun die hinter der FED stehenden Täter der größten Geldvermehrung aller Zeiten: Sie kaufen mit dem immer wertloser werdenden Geld seit Jahrzehnten alle Sachwerte auf, die sie noch erwischen können: Rohstofflager, Industriekomplexe, Immobilien und jede einigermaßen intakte ausländische Kapitalgesellschaft in freundlicher oder feindlicher Übernahme zu fast jedem Preis.

Und nicht nur die US-Großfinanz sammelt die Sachwerte der Welt ein, sondern auch der amerikanische Staat importiert für Fiat-Money (gedrucktes, eigentlich wertloses Geld) seit Jahren mehr Sachgüter aus der Welt, als er bezahlen kann, und verschuldet sich dafür hemmungslos im Ausland - solange die ausländischen Gläubiger noch an den Wert des Dollars glauben oder mit politischer Erpressung gezwungen werden können, die faulen Dollars in ihre Währungsreserven anzunehmen.

Mit Sachwerten zu Monopolen

Die hinter der FED stehende Großfinanz hat auf diese Weise durch gezielte Sachwertpolitik ganze Marktsegmente mit ihren faulen Dollars aufgekauft und zu Marktmonopolen bzw. -oligopolen entwickelt: Diamanten, Gold, Kupfer, Zink, Uran, Telekommunikation, Gasfaserleitungsnetze, Print- und Fernsehmedien, Nahrungsmittel (Nestlé, Coca-Cola), große Teile der Rüstungsindustrie und der Luftfahrt usw.

Z.Zt. läuft ein Monopolisierungsversuch mit Hilfe der Gen-Manipulation. Genmanipulierte Tiere und Pflanzen sind selbst unfruchtbar. Wenn man also die Genmanipulation flächendeckend durchsetzen kann, müssen alle Bauern einer Firma mit einem Patentmonopol das Gen-Saatgut zu dem von ihr festgesetzten Monopolpreis abkaufen, können sie nicht mehr ihr selbst geerntetes Getreide zur Saat verwenden.

Ein anderes Monopolisierungsspiel läuft z.Zt. auf dem Zuckermarkt: Die EU hat ihren Zuckermarkt durch eigene Marktordnung geregelt, um den Bauern die Rübenzuckerproduktion zu erhalten, die für viele von ihnen existenznotwendig ist. Der Rübenzucker ist aber teurer als der in den Tropen wachsende Rohrzucker des US-Kartells. Die der US-Großfinanzgruppe gehörenden Firmen Nestlé und Coca- Cola verlangen nun gemeinsam mit von ihr abhängigen Wissenschaftern und Politikern eine «Liberalisierung des Zuckermarktes» und betreiben dies über die internationalen Gremien (GATT, Mercosur). Sobald diese Liberalisierung durchgesetzt ist, kann sich der teurere Rübenzucker gegen den billigeren Rohrzucker nicht mehr halten, bricht die europäische Zuckerproduktion endgültig zusammen und wird der Zuckermarkt - anfangs billiger, nachher aber teurer – durch das von der US-Großfinanz beherrschte Rohrzuckerkartell überschwemmt.

Mit welchen kriminellen Methoden die US-Großfinanz dabei ganze Branchen in ihre Hand bekommt, zeigt der Fall Primacom: Dieser Kabelnetzbetreiber operiert höchst lukrativ, steht aber schon länger im Visier der US-Großfinanz (Telekommunikations- Monopolisierung). Diese hat deshalb erst den Vorstand von Primacom unterwandert und dann diesem Vorstand ein Darlehen mit mehr als 30% Jahreszinsen oktroyiert, so daß die eigentlich gut operierende Firma wegen der Zinslasten in Schwierigkeiten geriet und nach Ansicht der US-Bank «jetzt billigst übernahmereif» wurde. Das Spiel geht gerade in die letzte Runde.

Ein ähnliches Spiel hat der Abgesandte der US-Großfinanz Ron Sommer mit der Deutschen Telekom versucht. Die US-Großfinanz sammelt alle Telekommunikations-Gesellschaften, um sie weltweit zu monopolisieren. Der Abgesandte Sommer hat dazu eine kleine US-Firma der Telekom zum dreißigfachen Preis (30 Mia. US-Dollar) von der US-Großfinanz gekauft, damit diese aus eigenem Vermögen der Telekom diese aufkaufen konnte. Der zweite Schritt war, die Telekom-Aktien billig zu machen, damit der US-Investor sie billig bekam. In diesem Spiel ist allerdings Ron Sommer über seine Grenzen gegangen und gescheitert. Dies wird aber die US-Großfinanz in ihren Übernahmeplanungen nur zurückwerfen, nicht hindern. Privatisierung und Aufkauf der Telecom gehen planmäßig weiter.

Ein gleiches Spiel vollzieht sich auch auf dem Welt-Energiemarkt, in Deutschland offensichtlich mit EON und RWE, wobei die US-Großfinanz bereits eigene Vertrauensleute in die für die Übernahmekandidaten entscheidenden Banken und Vorstände entsandt hat. In 20 Jahren will die US-Großfinanz auch das Wasser der Welt – nach Aussage ihres Vertreters Brzezinski – monopolisiert haben.

Mit Sachwerten zur Währungsreform

Deutet man den Fahrplan der Welt-Großfinanz richtig, so soll die Geldmenge so lange vermehrt und entwertet werden, bis damit alle wichtigen Sachwerte der Welt aufgekauft und monopolisiert worden sind. Die Großfinanz ist klug genug zu wissen, daß ihre Geldmengenvermehrung nicht unerkannt bleibt und irgendwann das Vertrauen in den inflationierten Dollar schwindet. Ein Ausbruch der Vertrauenskrise wird die jetzt noch beherrschte, schleichende Inflation zur galoppierenden offenen Inflation machen, die zwangsläufig in eine Währungsreform einmünden muß.

Dies aber ist genau der Vorteil sowohl der Großfinanz als auch der USA: Die Großfinanz hat mit den faulen Dollars vorher ausreichend Sachwerte gekauft, wird also von der Währungsreform mit ihren Sachwerten nicht mehr betroffen, hat sich rechtzeitig aus dem faulen Geld in werthaltiges Vermögen verlagert. Da sie in vielen Bereichen inzwischen Weltmonopolstellungen erreicht hat, kann sie sogar die Welt jederzeit mit Monopolpreisen zu Sonderabgaben heranziehen. Nicht mehr Steuern sind dann das Einkommen der Welt-Herrscher, sondern Monopolerträge.

Niemand kann die Großfinanz hindern, die Preise für Gold, Diamanten, Kupfer, Zink, Eisenerz, Wasser, Saatgut oder Energie um 10, 20 oder 30% anzuheben und auf diese Weise die gesamte Weltbevölkerung zu Sonderabgaben heranzuziehen. Noch nie hat es eine solche Finanzmacht der Welt gegeben, noch nie war sie für die Gesamtbevölkerung der Welt so gefährlich.

Listigerweise hat die US-Großfinanz die faulen Dollars überwiegend ins Ausland gebracht. Mehr als Dreiviertel der gesamten Dollarbestände sind nicht mehr in den USA, sondern sind bei den Gläubigerstaaten der USA. Die USA haben sich nämlich in den vergangenen Jahren immer kräftiger gegenüber dem Ausland verschuldet. Das Ausland hat Güter geliefert (Sachwerte), dafür aber wertlose Dollars bekommen.

Alle Zentralbanken sind voll mit faulen Dollars. Werden diese nun plötzlich entwertet, trifft der Schaden zu mehr als Dreiviertel die Zentralbanken, Banken, Staaten und Marktteilnehmer außerhalb der USA. Dann rächt sich, daß die Europäischen Zentralbanken ihr Gold gegen faule Dollars abgegeben und dafür immer ausschließlicher Fiat-Money als Basis (Währungsreserve) für die eigene Währung, zum Beispiel Yen oder Euro, eingesetzt haben. Bricht also die Leitwährung Dollar zusammen, werden zwangsläufig auch die Satellitenwährungen mit zusammenbrechen, deren einzige Basis ein Bestand an faulen Dollars ist. Mit anderen Worten: Die sich abzeichnende Währungsreform des Dollars zieht zwangsläufig eine Weltwährungsreform aller Währungen nach sich, für welche der faule Dollar jetzt noch Hauptwährungsreserve darstellt.

Daß aber jede pausenlose Vermehrung eines Privatgeldes - des Dollars - durch die der US-Großfinanz gehörende Federal Reserve Bank zur Aufweichung der Dollar- Währung zu immer stärkerer Inflation und schließlich zur Währungsreform führen muß, ist finanzwissenschaftliches Grundwissen und dürfte nicht einmal Greenspan und seinen Mittätern zweifelhaft sein.

Durch Währungsreform zur Weltwährung

Greenspan hat in einer Rede unvorsichtigerweise geäußert, daß «wohl bis 2007 eine grundsätzliche Dollar-Korrektur anstehe und daß man dann zweckmäßigerweise den Dollar und den Euro zum 'Euro-Dollar' einer neuen Welt-Währung vereinigen könnte». Das macht aus Sicht der US-Großfinanz Sinn, denn längstens bis 2007 sind die Dollar-Mißbräuche noch durchzuhalten, bis dahin dürfte längstens das Vertrauen der Welt in diese hemmungslos vermehrte, immer wertloser gewordene und nur noch künstlich aufrechterhaltene Privatwährung der US-Großfinanz halten.

Irgend etwas wird also in nächster Zeit mit dem Dollar geschehen. Würde dann der Dollar mit dem Euro zur Welteinheitswährung, würden damit für die US-Großfinanz wichtige Ziele erreicht: Eine neue Währung bietet die Möglichkeit, die alten Währungsschulden abzuwerten und damit die Gläubiger, die noch alte Währung haben, entsprechend zu entreichern.

Wenn eben ein neuer Euro-Dollar 20 alte Dollar oder 15 Euro wert ist, sind die alten Währungen entsprechend abgewertet, sind die Gläubiger in alter Währung entreichert, hat sich das Spiel für die privaten Geldausgeber gelohnt.

Vor allem würde damit der US-Staat ebenfalls entschuldet: Seine jetzige Auslandsverschuldung von 5.200 Mia. Dollar würde bei 50 %-iger Abwertung nur noch 2.600 Mia. Euro-Dollar betragen. Geschädigt werden alle Inhaber von Alt-Dollars, deren Bestände um 50 % oder sogar 90 % abgewertet werden. Dies gilt insbesondere für die Zentralbanken von China, Japan und Europa mit ihren hohen Dollar- Währungsreserven. Das Hauptziel der US-Großfinanz ist aber, auf diese Weise eine Weltwährung zu erreichen, über die sie wiederum selbst herrschen.

In einem Euro-Dollar-System würde zwangsläufig das der US-Großfinanz gehörende Federal Reserve System eine Mehrheit haben, also die US-Großfinanz dann auch mehrheitlich das neue Währungssystem beherrschen. Dazu auserwählt ist die BIZ (Bank für internationalen Zahlungsausgleich), eine private Organisation, deren Anteile mehrheitlich bereits von der US-Großfinanz heimlich aufgekauft worden sind. Würde also die BIZ neue Zentralbank der Euro-Dollar-Währung, sind zufälligerweise wieder die gleichen Privateigentümer Haupteigentümer dieser neuen Zentralbank, die vorher auch Eigentümer der FED waren.

Sie könnten dann das gleiche Spiel freier Geldausgabe nach eigenem Belieben, das sie mit dem Federal Reserve System bisher machen, wieder auf höherer Ebene - und dazu auch noch durch Währungsreform entschuldet - erneut - betreiben. Die bisherige Welt- Geldmengenvermehrung, der große Geldbetrug gehen dann in der Währungsreform unter. Ein neues System würde den alten Tätern wieder eine neue Währung in die Hände spielen und ihnen damit das neue Spiel mit der Weltwährung Euro-Dollar 20 bis 30 weitere Jahre erlauben.

Die US-Großfinanz hätte also auf diesem Wege durch Geldbetrug nicht nur die Sachwerte der Welt bei sich monopolisiert – darunter so existenzwichtige Bereiche wie Saatgut, Nahrungsmittel, Wasser, Energie und Metalle, sondern darüber hinaus wiederum ein Währungsmonopol zur eigenen Bedienung, nach eigenem Belieben geschaffen - eine Geldvermehrungsmaschine wie den Dukatenesel im Märchen.

Auch mit Veröffentlichung dieses Geldbetrugssystems wird kein Aufschrei durch die Welt gehen. Man wird dies als «Verschwörungstheorie» oder als «Antiamerikanismus» oder sogar als «Antisemitismus» (Rothschild) abtun oder solche Veröffentlichungen ganz zu verhindern versuchen, denn immerhin gehören der US-Großfinanz auch wesentliche Teile der Print- und Bildschirmmedien überall in der Welt.

Das Spiel zu durchschauen ist aber wichtig für Menschen, die durch dieses Spiel Verluste erleiden könnten. Wer also Finanzvermögen hat, sollte zuhören bzw. lesen. Verlierer bei dem großen Spiel der Finanzoligarchie sind solche Marktteilnehmer in der Welt, welche dem Geld zuviel Vertrauen entgegenbringen, welche immer noch glauben, daß Geld über seine bloße Tauschfunktion hinaus auch noch Wertaufbewahrungsmittel sei. Die laufende Geldentwertung der vergangenen 40 Jahre hat offenbar die Menschen nicht klug gemacht. Sie wird in den nächsten Jahren galoppieren bis zum bitteren Ende, weil sie nämlich ein einseitiger Vorteil der Täter ist.

Wer also auf langfristige Werterhaltung seines Vermögens Wert legt, kann nicht in Geldwerten, nicht in Versicherungsverträgen, nicht in Renten und nicht in Bargeld bleiben, er muß in Sachwerte gehen, wie dies die Großfinanz selbst vorgemacht hat.

Strategieziel des Welt-Geldbetruges

Soweit von außen her erkennbar, hat die US-Großfinanz ursprünglich nur das Ziel gehabt, die US-Währung zu beherrschen und damit den US-Markt nach eigenem Willen manipulieren zu können. Diesem Ziel diente das private Zentralbanksystem FED. Als US-Präsident Kennedy ein Gesetz eingebracht hatte, dieses Privatfinanzsystem zu verstaatlichen (J. F. Kennedy´s Versuch am 4. Juni 1963 die FED zu entmachten, RW), endete mit seiner Ermordung. Wer immer an diese Privatgeldmöglichkeiten der US-Großfinanz rührte, verlor dabei Vermögen oder Leben.

Inzwischen aber sind die strategischen Ziele der US-Großfinanz über die nationale Dimension weit hinausgewachsen. Ihr Ziel ist das globale private Geldsystem, welches sie mit der Vorherrschaft ihres Privatdollars und seiner Durchsetzung als Hauptwährungsreserve überall in der Welt weitgehend erreicht haben und nur noch mit einer Weltwährung - Euro-Dollar - formalisieren müssen.

Wenn wir also einen zweiten Mißbrauch des Welt-Geldsystems zugunsten privater Großfinanzgruppen und überhaupt den Mißbrauch der Geldmengenwährungen verhindern wollen, muß jede Währung vor jedem öffentlichen oder privaten Mißbrauch, vor jeder Deflations- und Inflationsmanipulation gesichert werden.

Das ist sicher nicht erreichbar, wenn man die Währung der privaten Großfinanz überläßt. Sie wird die Mißbrauchsmöglichkeit wieder nutzen und wieder zum eigenen Vorteil mit Geldmengenvermehrung die Welt betrügen und ausbeuten. Die Erfahrungen haben aber auch gezeigt, daß die meisten Regierungen ihre Währungen ebenso mißbrauchen, wenn sie die Möglichkeiten dazu haben, wenn sie also Einflußmöglichkeiten auf die Zentralbank und ihre Geldmengenpolitik haben.

Es gilt also, aus den Mißbräuchen der öffentlichen Hände und der privaten Großfinanz die Währungen so unabhängig zu machen, daß privater und öffentlicher Mißbrauch ausgeschlossen werden.

Sicher ist eine auf Gold basierende Währung nicht so leicht zu manipulieren wie eine bloße Quantitätswährung. Die Probleme jeder auf Gold basierenden Währung liegen aber in der Verfügbarkeit von Gold, nachdem die US-Großfinanz den größten Teil des Weltgoldvorrates in ihre Hände bekommen hat. Sie würde also mit jeder Art einer auf Gold basierenden Währung wiederum Gewinner und Ausbeuter werden können.

Bleibt also nur die Lösung einer Quantitätswährung. Diese Quantitätswährung darf aber nicht frei, willkürlich bestimmbar bleiben, sondern muß an dem Neutralgeldziel orientiert werden. Die Geldmenge darf also nicht stärker wachsen als die Gütermenge. Aus dem monetären Sektor dürfen nicht wieder inflatorische oder deflatorische Effekte auf die Währungen und die Weltwirtschaft ausgehen. Dies ist nur mit streng neutralen und so unabhängigen Zentralbanken erreichbar, daß sie gleichsam die «vierte Gewalt» darstellen, nicht in privater Hand liegen und nicht durch Regierungen beeinflußt werden können. Das Urmodell der Deutschen Bundesbank vor ihrer Kastration in die Euro-Bank kam dieser Unabhängigkeit sehr nahe.

Die kommende Währungsreform bietet eine einmalige Chance, die Täter, ihre Währungsmanipulationen und ihre Mißbräuche zu brandmarken und damit eine allgemeine öffentliche Zustimmung zu einem weder von der privaten Großfinanz noch von den Regierungen mehr beeinflußbares Zentralbankensystem zu schaffen. Dies wäre eine Jahrhundertchance.

Verhindert werden könnte ein unabhängiges Zentralbankensystem vor allem von der Großfinanz, welche über die ihr schon gehörende BIZ bereits die Weichen für eine neue Übernahme des nächsten Zentralbanken- und Währungssystems gestellt hat.

Deshalb tut Aufklärung not, um der Bevölkerung, Wirtschaft und Politik die Gefahr des Monopolkapitalismus nicht nur für die derzeitige Währung, sondern auch für ein neues Währungssystem aufzuzeigen.

Meyer Amschel Rothschild: "Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig wer die Gesetze macht." So verstehen wir auch besser den Sinn des Globalismus. Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte!
29.08.2005 07:46
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Prof. Dr. rer. pol. Hamer (Jahrgang 1932) hat Volkswirtschaft, Jura und Theologie studiert.

Sein grenzenloser Optimismus und seine äußerst positive Sicht der Globalisierung haben z.B. folgende Publikationen hervorgebracht:
- Was passiert wenn der Crash kommt? (2002)
- Der Crash hat schon begonnen (2003)
- Wachstum oder weiter Krise? (2004)
- Der Welt-Geldbetrug (2004)

Die Grunddenkweise sieht in etwa so aus:
Zitat:
Die mittelständischen Unternehmen machen in Deutschland mehr als 96 % aller Betriebe aus. Sie sind letztlich Träger des Wettbewerbs und damit der sozialen Marktwirtschaft. Dennoch wird Wirtschaftspolitik hierzulande nicht zum Wohle dieser konstitutiven Gruppe betrieben, sondern einseitig und offenkundig zum Wohle der Großindustrie.


Zum Thema Publikationen von Volkswirten gibt es bereits im Forum ein paar interessante Gedanken und zum Thema Globalisierungsgegener werde ich mich nicht weiter äußern. Das soll jeder für sich entscheiden, ob er die Globalisierung positiv oder negativ sieht.

Falls das eintrifft, was der Herr Professor (übrigens gebürtig im Neanderthal) vorhersagt, kann uns als Banknotensammlern das nur Recht sein: Währungsreform auf der ganzen Welt und jede Menge neuer Banknoten zum Sammeln teuflisch lachend

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Fachliteratur kann man nie genug haben.

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geschockt Der Welt-Geldbetrug Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Habe gestern Abend diesen Bericht im Internet gefunden:

www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_123c/T01.HTM

Ist das nun ein Verschwörungsbericht oder Realität? Habt Ihr ähnliche Berichte gelesen?

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03.07.2006 13:43 maxlooe ist offline E-Mail an maxlooe senden Beiträge von maxlooe suchen Nehmen Sie maxlooe in Ihre Freundesliste auf
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RE: Der Welt-Geldbetrug Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo,

du liebe Zeit, was für ein verquirlter Mist! Ich habe selten derartigen Blödsinn gelesen. Eigentlich sollte man sich mit solchem Unsinn gar nicht erst auseinander setzen, ich tue es jetzt aber trotzdem mal.

Zunächst mal allgemeine Punkte:

1.
ich mag die Amis ja auch nicht besonders. Artikel in denen die USA aber als Wurzel allen Übels dargestellt werden sind mit größter Vorsicht zu behandeln und nach meiner Erfahrung immer Mist.

2.
Wer oder was ist bitte "die Grossfinanz"??? Der große, unbekannte Weltverschwörer ist nichts als ein Hirngespinst. das ist in diesem Fall nicht anders.

3.
Dieser Artikel ist gespickt mit inhaltlichen Fehlern.

Diese der Reihe nach:

2. Absatz - es geht noch relativ harmlos an

: "der Staat garantierte also die Reinheit des Metalls". Das ist der erste Fehler. Zwar gaben die Staaten Münzen aus, eine Reinheitsgarantie gab es aber in den seltensten Fällen. Vielmehr oblag das dem Gutdünken des jeweiligen Monarchen, der oft genug sogar legal den Reinheitsgehalt reduzieren konnte. Erst ab ca. beginn des 19. Jahrhunderts konnte man sich wirklich auf den Reinheitsgehalt der Münzen verlassen; jedenfalls in den deutschen Staaten.

3. Absatz:
"deshalb war es wichtig, dass zum Beispiel Silberbergwerke in staatlicher Hand waren". Aha! Welch idealisierte Darstellung. Hübsch! Die Wahrheit war eine andere: durch sog. "Staatsbesitz" kontrollierte der jeweilige Souverän eines Landes dessen Finanzen. Damit wurde sichergestellt bzw. versucht sicherzustellen, dass niemand im Lande dem Fürsten gegenüber zu mächtig wurde.

"Umgekehrt wussten die Bürger, dass der Staat nur soviel Geld ausgeben konnte, wie er über Edelmetall verfügte." Schön wärs! das sich Fürsten, Könige und andere Monarchen schon damals Geld liehen, war normal. Nicht zuletzt dadurch wurde der Aufstieg der Fugger möglich.

4. Absatz:
inhaltlich ja fast richtig, wird der Tatbestand, dass "schlechtes" Geld ausgegeben wurde, absolut verniedlicht. das war für die normale Bevölkerung oftmals eine absolute Katastrophe zu zu verheerender Armut führte. Das einfach damit abzutun, dass das schlechte Geld halt wieder eingeschmolzen werden musste, ist schon fast Geschichtsklitterung!

5. Absatz:
"Jede Goldumlaufwährung hat allerdings den Nachteil, dass Gold nicht so stark vermehrbar ist, wie die Wirtschaft wächst..."
Stimmt! das er diese Aussage hier selbst trifft, sollte man sich merken. Ich komme später wieder darauf. Ansonsten ist der Absatz gar nicht mal so falsch.

6. Absatz:
Naja, etwas holprig und verkürzt dargestellt, aber nicht falsch.

7. Absatz:
"Obwohl nach der amerikanischen Verfassung eigentlich nur Gold und Silber gesetzliches Geld sein dürfen..." Blödsinn! Das wurde schon vor Jahrzehnten geändert. Das weiss jeder Banknotensammler. Was ist der größte Unterschied zwischen der Serie von 1928 und der von 1933? Richtig, der Wegfall der Goldeinlösungspflicht, der eine entsprechende Änderung US-Verfassung voraus ging

"eine private Zentralbank geschaffen mit dem Recht, eigenes Geld auszugeben, welches gesetzliches Zahlungsmittel wurde und für welches anfangs noch die amerikanische Zentralregierung garantierte." Jetzt wirds das erste mal richtig krass. Die FED ist mitnichten eine private Zentralbank. So ein Scheiß! Es ist die Zentralbank der USA! Allerdings ist sie nicht in Staatsbesitz. Die USA wollten damals eine unabhängige Zentralbank schaffen; die gab es bis dahin nämlich noch nicht. Zentralbankaufgaben wurden, mehr schlecht als recht, vom US-Finanzministerium durchgeführt. Wen sollten sie damit beauftragen, wenn nicht die besten Banker im Lande???

"In dieser privaten Bank wurden nach dem Ersten Weltkrieg die Goldreserven der Welt zusammengekauft, mit der Folge, dass viele andere Währungen ihren Goldstandard nicht mehr halten konnten und in der Deflation zusammenbrachen (erste Weltwirtschaftskrise)." Das ist quadrierter Müll! Die Weltwirtschaftskrise wurde ausgelöst, weil die FED die Weltreserven an Gold zusammenkaufte (!)? Ich empfehle einen Blick in die einschlägigen Geschichtsbücher, Herr Professor.

8. Absatz:
mit Ausnahme des dümmlichen, anti-amerikanischen Untertons nicht falsch. Wenngleich ich die Zahl von über 300.000 Tonnen Gold weder bestätigen noch dementieren kann.

9. Absatz:
Mit Ausnahme des ersten Satzes ist der ganze Absatz Krampf. Wie bei jeder modernen Währung erfolgt die Deckung einer Währung durch die gesamte Wirtschaftskraft des ausgebenden Gebietes. Die Währung wird also nicht nur durch staatliches Gold gedeckt, sondern durch wesentlich mehr. Um dies zu verstehen, bedarf es natürlich eines gewissen Abstrahierungsvermögens. Das es sich um eine "private" Währung handelt, ist schlicht falsch.

10. Absatz: das ist der bislang schlechteste Absatz überhaupt! Der Reihe nach:
"Eine durch nichts gedeckte Währung" Wie gesagt: der US-Dollar ist gedeckt. Zumindest zu einem erheblichen Teil!

"Hierzu bedarf es des Vertrauens der Geldinhaber..." Stimmt! Aber das ist bei der Goldwährung nicht anders. Schließlich könnte Monarch/Regierung bzw. die Zentralbank selbst, das Gold klammheimlich verhökern! Ohne Vertrauen geht es nie!!!!

"Das Problem: Während sich in den letzten 30 Jahren die Gütermenge der Welt nur vervierfachte, hat sich die Geldmenge vervierzigfacht." Sehr schlau, Herr Professor! Schon mal was vom Dienstleistungssektor gehört? Das wäre hilfreich, denn der ist in den letzten 30 Jahren explodiert!

11. Absatz:
"Geldmengenvermehrung bedeutet nämlich immer Inflation..." Wieder daneben! Geldvermehrung im Rahmen des Wirtschaftswachstums bedeutet sogar nie Inflation! Erst die darüber hinaus ausgegebene Menge schafft mehr oder weniger starke, inflationäre Tendenzen.

Erster Unterpunkt:
Bravo! Kein Fehler und fast richtig. Nur war die DM nicht immer die stabilste Währung der Welt. In den 70er-Jahren war das meist der Yen, in den 80ern oft der Franken. In den 90ern stimmts dann.

Zweiter Unterpunkt:
Richtig. Respekt!

Dritter Unterpunkt:
Schade, jetzt werden wieder Äpfel mit Birnen vermischt: "Die meisten Diktaturen der unterentwickelten Länder und das private Federal-Reserve-System dagegen..."
Ah ja, USA=Bokassa=Saddam=Idi Amin=Mobutu=...gähn! Was soll das???

"...also eine Währung, deren Missbrauch durch die Politik oder durch die privaten Zentralbankeigentümer nicht gesetzlich beschränkt wurde..." das ist wieder Blödsinn. Zwar machen die USA unter der Bush-Regierung Schulden wie die Besenbinder; das es hierzu in den USA aber überhaupt keine gesetzliche Regelung gäbe ist Krampf. Allerdings sind die Gesetze längst nicht so streng wie in der EU.

12. Absatz:
Richtig! Das ist allerdings eine Binsenweisheit. So nach dem Motto: "wenn einer spart und der andere sein Geld stets raushaut, dann hat der Sparer mehr auf em Konto!" Ach nee, was für eine epochale Erkenntnis.

13. Absatz:
Dieser Absatz ist eine Kollektion frecher Lügen! Als da wären:
"Die der Geldwertstabilität verpflichtete Bundesbank wurde so zum gemeinsamen Störer im Chor der Geldmengenvermehrer und Inflationisten des Weltwährungssystems". Das ist Unsinn. Die Bundesbank war in erster Linie den anderen großen Volkswirtschaften Europas ein Dorn im Auge. Denn dem strikten Umgang der Bundesbank mit ihren Leitzinssätzen, die im Sinne der Geldwertstabilität bestimmt wurden, mussten die anderen Länder folgen, da sie ja Mitglied im EWS waren.

"...nicht mehr souveräne Europäische Zentralbank..." Die EZB ist eigenständiger, als es die Bundesbank je war!

14. Absatz:
"Inzwischen hat also keine Währung der Welt noch irgendeine reale Wertgrundlage.." wie schon erwähnt: das ist falsch!!!

"...wird es als Papier hemmungslos neu gedruckt..." Ach ja? Schon mal was von der Geldmengenpolitik gehört, Herr Professor?

" Diese Devisenkurse werden nämlich von genau den gleichen Gruppen manipuliert, die auch die Geldmengenvermehrung produzieren." Du liebe Zeit, ist das ein Depp! Ja glaubt der denn wirklich, dass die Nationalbanken mit dem bißchen Geld, dass sie zur Verfügung haben, wirklich die Kurse manipulieren könnten? Das ist ungefähr so, als würde ich die Tengelmannkette ruinieren können, nur weil ich alleine dort nicht mehr einkaufen gehe! Die Interventionen der Nationalbanken können - wenn überhaupt- gerade mal größte Kursausschläge verhindern; und auch das nur kurzfristig! Die internationalen Geschäftsbanken (längst nicht alle US-Banken!) haben da viel mehr Einfluss. Und die gehören längst nicht alle zur "US-Grossfinanz", sondern stehen mit dieser teilweise sogar auf Kriegsfuß.

Ende des ersten Teils. Der 2. folgt später.

Gruß
Michi

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von MBL: 03.07.2006 16:34.

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RE: Der Welt-Geldbetrug Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

so...

und nun zum zweiten Teil:

15. Absatz:

Erster Unterpunkt:
Logisch! Es gibt mehr Dollars als sonst was in der Welt. Grund: es wird ja
auch meist in Dollar faktoriert.

Zweiter Unterpunkt:
"Die US-Grossfinanz hat auch die von ihnen kontrollierten Rohstoffmärkte gezwungen, nur in Dollars zu verkaufen. Wer sein Öl nicht gegen wertlose Dollars, sondern gegen Euro verkaufen will, wird zum Terroristen erklärt (Saddam)." Zunächst mal wird niemand gezwungen in Dollar zu faktorieren. Theoretisch kann jeder Öl gegen jede Währungverkaufen. An unseren Tankstellen zahlen wir ja auch nicht mit Dollars. Rohöl aber wird in nur einer Währung abgerechnet, damit die Preise vergleichbar bleiben. Und diese Währung ist, auch aus historischen Gründen, der US-Dollar. Er ist nun mal die Währung, die das größte Vertrauen in der Welt besitzt - ob man die USA nun mag oder nicht.

Dritter Unterpunkt:
" Auch die Zentralbanken der übrigen Länder werden gezwungen, die Dollars in immer stärkerem Masse (Euro-Bank über 90%) als Währungsreserven anzunehmen." Was heisst hier gezwungen? Keine Nationalbank der Welt muss Dollars ankaufen. Schon gar nicht unter Zwang! Es macht aber Sinn. Ein zu starkes Abrutschen des US-Dollars würde die heimischen Exporte nur immer weiter verteuern, von daher haben wir ein vitales Eigeninteresse daran, durch Stützungskäufe den Dollar nicht zu billig werden zu lassen. ABER: diese Käufe dienen weder der Deckung der eigenen Währung (jedenfalls nicht im Regelfall), noch sind US-Dollars wertlos. Sie werden schließlich überall auf der Welt als Zahlungsmittel akzeptiert. Die Aussage: "Die übrigen Währungen, wie zum Beispiel der Euro, beruhen also in ihrem Wert zu über 90% auf wertlosen, nur durch die Macht und den Willen der US-Grossfinanz gehaltenen Dollar-Papieren." ist also Blödsinn. Ich selbst würde auch Dollars statt EUR für meine Gehaltszahlzungen akzeptierten. Und das sicher nicht, weil mich irgendeine mysteriöse "Grossfinanz" dazu zwingen will!

Vierter Unterpunkt:
"Inzwischen wurden sogar die Nationalbanken sanft oder hart (Schweiz) gedrängt, ihre Goldvorräte gegen Dollars abzugeben oder «auszuleihen»." Noch so ein Schmarrn! Hier wird niemand gedrängt. Die Nationalbanken haben sich aber die (sicherlich berechtigte) Frage gestellt, ob es Sinn macht, den Keller voller Gold zu haben, dass nie auch nur 1 Cent Zinsen abwirft. Was haben sie gemacht: sie haben einen teil ihres Goldes als Buchgold an Geschäftsbanken verliehen. Zu einem niedrigen Zinssatz, was immer noch besser ist als gar nix zu kassieren. Die Geschäftsbanken ihrerseits verleihen das Gold weiter - zu etwas höheren Zinsen. So verdient jeder etwas, ohne dass jemals 1 Brren die Nationalbank verlassen hätte. Zwang gibts da gar keinen!

Und dann driftet der Gut völlig ab. Fselt etwas von einem neuen Goldstandard und einer Währungsreform. Da darf man beides getrost als Hirngespinste bezeichnen.

16. Absatz:
"Die US-Grossfinanz steuert also über die ihr gehörende FED" Nochmal: die FED gehört nicht der "Grossfinanz". Sie ist ein Kreditinstitut, dass die hoheitlichen Aufgaben der US-Währungspolitik durchzuführen hat.

" Der Dollar ist privates Geld dieser US-Grossfinanz" NEIN! Der US-Dollar ist das gesetzliche Zahlungsmittel der USA (sowie weiterer Länder!

Der Rest dieses Absatzes ist unqualifizierte Polemik.

17. Absatz:
"Durch ungehemmte Vermehrung des Dollars hat natürlich die ausgebende US-Gross-finanz unbegrenzte liquide Mittel, mit denen sie die ganze Welt kaufen kann."
Hm, jetzt spinnt er endgültig. Er hatte ja weiter oben noch richtigerweise behauptet, dass hemmungsloses Gelddrucken zur Geldentwertung führt. Folglich kann man für das Geld nix mehr kaufen. Nur beim Dollar gilt das nicht, oder wie oder was????

"Missbrauch des Dollars durch Geldmengenvermehrung ist also sowohl für die herrschende US-Finanz als auch für die von ihr beherrschte US-Administration einseitiger Vorteil." Ja, aber erstens machen die USA das nicht permanent und zweitens aus völlig anderen Gründen. Die geldmengenvermehrung etwas über dem Level, der der Kursstabilität gut tut, dient der Reduzierung des US-Haushaltsloches. Zweitweise haben die Amis ihren Dollar aber sogar künstlich gestärkt, z.B. unter der Reagan-Ära.

18. Absatz:
"Ebenso haben sich die Schulden des amerikanischen Staates gegenüber dem Ausland drastisch vermehrt." Das stimmt, gilt aber leider auch für viele andere Länder - z.B. Deutschland. Haben wir etwa auch eine böse "Grossfinanz"???

19. Absatz:
"Dass diese ungehemmte Dollarvermehrung nicht längst den Dollarabsturz und zur Zurückweisung des Dollars durch die Kunden geführt hat, ist kluger Regie und Erpressung zu verdanken: Die US-Grossfinanz und die US-Administration zwingen seit Jahren wirtschaftlich und politisch die wichtigen Zentralbanken der Welt (Eurobank, Japan, China und andere), die bei ihnen sich für Exporterlöse oder als Kaufpreise für den Aufkauf von Sachgütern ansammelnden wertlosen Dollars zu behalten und als angeblich werthaltige Devisenreserve zu halten."
Eine der dämlichsten Behauptungen. So viele Dollars wie da zusammen kommen, könnten die Nationalbanken niemals horten. Wir reden hier über Aberbillarden von Dollars Jahr für Jahr. Würden die Nationalbanken das alles horten, würde der Geldkreislauf in Dollars zusammenbrechen. So schnell könnte man gar nicht nachdrucken und in Umlauf setzen. Zumal hier völlig ignoeriert wird, dass 99,99% der Währungsumsätze Buchgeld sind und keine Banknoten. Und das schon seit Jahrzehnten!

20. Absatz:
"Damit aber hat es der Schuldner USA selbst in der Hand, wie stark er durch offizielle Abwertung des Dollars schliesslich seine Gläubiger entreichern - betrügen - und sich auf deren Kosten wieder entschulden will. Jede Abwertung des Dollars wird vor allem das 80% aller Dollars haltende Ausland entreichern." Ah ja....leider übersieht er dabei, dass auch die US-Amerikaner ihre vermögen zum überwältigenden Teil in US-Dollars halten. Bei einer Abwertung um die angenommenen 80% würden auch die US-Vermögen in Dollar um 80% sinken, die Rentenfonds ebenso, dito die privaten Krankenkassen. Bei 80% Minus würde der öffentliche Konsum total zum Erliegen kommen. Das will die "Grossfinanz" ganz bestimmt. Die hätte dann nämlich lauter faule Kredite auf denen sie sitzen bliebe. das wollen die bestimmt, logo!!!

21. Absatz:
"Dem Publikum wird inzwischen allerdings mit manipulierten Kursen und Kurspflege suggeriert, die missbrauchten Währungen und das hemmungslos vermehrte Geld hätten immer noch einen soliden Kurswert. " Wer oder was ist das Publikum? Wenn damit der private Verbraucher gemeint ist, dann stimmts jedenfalls nicht. Denn wenn ich heute mit einem US-Hunderter zur Bank eghe, kriege ich immer noch 80 gute Euro dafür. Macht das mal mit 100 Congo-Francs. Da gibt wohl doch noch einen kleinen Unterschied, oder? VOn wertlos kann beim Dollar also nicht die Rede sein!

22. Absatz:
"Würden die Geldbesitzer wissen, dass sie eigentlich nur Papierwert in den Händen haben" Überraschung, Herr Professor! Das wissen die! Kein einziger, vernünftiger mensch glaubt heute noch, dass für einen Fünfer (Euro, Dollar oder sonstwas) entsprechend Gold oder Silber in den Kellern der Nationalbanken liegen. Und das ist schon seit mindestens 50 Jahren so!!!

Die Unterpunkte kommentiere ich nicht; sie sind für mich Folgefehler.

23. Absatz
"Noch wird die Illusion des Geldwertes trotz dramatischer Entwertung..." Entwertung heisst, dass etwas nix mehr wert ist. Seit wann bitte ist ein Dollar nix mehr wert?! Entwertung im stillen Kämmerlein gibts nicht.

Der ganze Absatz ist Dampfkacke, aber das hier noch kurz: "Würde eine Währungsreform kommen, stünde zum Beispiel die Eurobank ohne Werte da. Das Gold - auch das deutsche Gold - ist mutmasslich nur noch als blosser schuldrechtlicher Rückgabeanspruch vorhanden." Äh, aha! Dass heisst also, dass die Bundesbank, die ja immer noch in ihren Kellern zig Tonnen Gold hat, dieses nicht mehr besitzt? Und das heisst weiter, dass die Wirtschaftsleistuing der USA ebeso wie die der EU gar nichts zählt? Interessante Theorie! Wir alle produzieren also nichts! Ich frage mich nur, wie dann in jedem Land jedes Jahr ein Bruttosozialprodukt ermittelt werden kann? Wahrscheinlich sind die von der "Grossfinanz" gekauft und lügen uns bloss was vor!

Die Unterpunkte:
"Tatsache 1: Die wichtigsten Währungen der Welt sind so hemmungslos vermehrt worden und stehen auf so tönernen Füssen, dass ihre Währungen (Dollar, Euro, Yen und andere) keine echte Wertaufbewahrungsfunktion für die Bürger mehr haben." Falsch! Erstens wurde nicht hemmungslos, sondern maßvoll die Geldmenge vermehrt und zweitens hat das Geld immer noch eine Wertaufbewahrungsfunktion. Ich kriege ja schließlich was dafür, wenn ich mein Geld vom Sparbuch abhebe um damit etwas zu kaufen.

"Tatsache 2: Auch die Tauschfunktion der Währungen wird nur durch Manipulation und Täuschung über einen angeblichen - aber nicht vorhandenen - Kurswert künstlich aufrechterhalten und ist längst nicht mehr echt." ALos einen Kurs gibt es. den ermittele ich höchstpersönlich Tag für Tag. Und wieso ist die Tauschfunktion nicht mehr echt? mache ich etwas Unechtes, wenn ich 100 Eruo in Dollars tausche???

"Tatsache 3: Das Privatgeld (Dollar) der US-Grossfinanz ist längst von allen Bindungen an Sachwerte (Gold) oder einer Geldmengenbindung befreit..." Also von der Goldbindung sind inzwischen alle Währungen der Welt entbunden; nicht bloß der Dollar. Und das ist auch gut so. Siehe Punkt 5 im ersten Teil! Und von der Geldmengenbindung ist der Dollar definitv nicht befreit. Dafür sorgt übrigens kein geringerer als die FED!!!

Der Rest dieser "Tatsache" ist Polemik!

Absatz 24:
"Mit dem Geld ist es so wie mit den Aktien. Auch die meisten Aktien sind keine Substanzwerte, sondern nur Hoffnungswerte. Wer in der grossen Aktienhausse glaubte, viel gewonnen zu haben, wurde beim Ak-tiencrash darüber belehrt, dass die Aktie ausser dem Papierwert nur noch Hoffnung trägt, diese aber leicht schwinden kann. Gewinn oder Verlust im Börsenspiel sind reine Hoffnungswerte, keine Sachwerte." Nö! Zunächst mal sind Aktien nicht per se reine Hoffnungswerte. das mag bei manchen Aktien des neuen Marktes so gewesen sein, aber nicht bei allen. Dax-Werte zum Beispiel. Und ie sind schließlich auch heute noch was wert. Mit Geld hat das aber nichts zu tun! Sonst wäre es ja so, dass ich für einen Fünf-Euro-Schein eine zeitlang waren im Wert von 12 Euro bekommen hätte, während ich heute nur noch Waren für 1,70 bekäme. Der Schein hat aber einen Garantiewert: 5 Euro. Nur nach aussen wird sein Wert täglich neu ermittelt, in Euroland bleibt er immer dasselbe wert. Das ist bei Aktien nicht so.

Ich höre jetzt auf, dass nimmt ja schließlich kein Ende. Was ist zu diesem Meisterwerk zu sagen? Nicht viel mehr als das, was jeder Schüler weiß: bevor ich die Arbeit schreibe, sollte ich den Stoff lernen! Das hat der gute Professor leider versäumt. Stattdessen badet er lieber in unqualifiziertem Antiamerikanismus, wähnt böse Mächte am Werk und prophezeit den finanziellen Weltuntergang.

Der große Dichter Eugen Roth hat für solche Leute ein wunderbares Gedicht geschrieben:

Ein Mensch erblickt das Licht der Welt,
doch oft schon hat sich rausgestellt ,
nach manchem trüb gelebtem Jahr,
dass das sein einz`ger Lichtblick war!

Gruß
Michi
03.07.2006 18:21 MBL ist offline E-Mail an MBL senden Beiträge von MBL suchen Nehmen Sie MBL in Ihre Freundesliste auf
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RE: Der Welt-Geldbetrug Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo MBL,

da hast Du Dich aber in Rage geschrieben..... gross grinsend


300.000 Tonnen Gold halte ich für unmöglich, weil.....

Die jährliche Förderung beträgt heute etwa 2300 Tonnen, etwa hundertmal mehr als im letzten Jahrhundert.
Heute sind 147,3 Millionen Feinunzen (ca. 4.580 t) Gold eingelagert, mit einem Wert von 83,961 Milliarden Dollar.


Gruss
Matthias
03.07.2006 20:22
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@ MBL

Das grundlegende Problem ist, dass auch viele etablierte Staaten - und die USA ist da ganz vorne mit dabei - riesige Defizite mit sich herumschleppen... kopfkratzend

Man muß da ja gar nicht in die Ferne schweifen und braucht nur an die Belastung durch die jährliche deutsche Schulden-Tilgung bzw. auch durch die Neuverschuldung denken.

Wie soll sich dieses Schuldenproblem jemals auf normalen Weg auflösen ?
Dadurch wird ja auch in der Praxis schon längst (z. B. deutscher) finanzpolitischer Handlungsspielraum stark eingeschränkt.

Die Gefahr einer Hyperinflation oder auch einer gesetzlich verordneteten massiven Geldentwertung (wie in Deutschland zuletzt 1948) ist leider alles andere als utopisch.
Die Frage ist eher wann sie in unseren Breiten kommt - erst in Jahrzehnten oder doch schon früher ?

Wenn ein Privater oder eine Firma so wirtschaften würde wie viele Staaten (z. B. auch Deutschland oder die USA) mit ihrer hohen jährlichen Neuverschuldung und Ihrer drückenden laufenden Last durch Schuldenrückzahlungen sowie deren Zinsen & Zinsenzinsen, dann wäre der Konkurs schon längst unvermeidbar gewesen.

Staaten haben Mittel um das abzuwenden - aber es steht halt die Gefahr im Raum dass es sich dabei nur um eine Herauszögerung des finalen Finanz-Crashs um maximal Jahrzehnte handelt...

Wenn Du einen Weg kennst wie man sich ohne wirklich drastische Schritte / Schnitte aus der derzeitigen Schuldenfalle bzw. Schuldenspirale (als Staat) befreien kann, dann wäre ich interessiert von diesem zu hören... augenzwinkernd

Der eine oder andere Finanzminister auch, nehme ich an... teuflisch lachend

Alexander

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von alex11: 03.07.2006 21:56.

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RE: Der Welt-Geldbetrug Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Matthias
Hallo MBL,

da hast Du Dich aber in Rage geschrieben..... gross grinsend


Ach ja, schon. Aber sowas ärgert mich einfach. Da werden tatsächlich existierende Probleme, Halbwissen und Antiamerikanismus in einen Topf geschüttet, umgerührt und fertig ist der Brei. So einfach gehts aber nicht!

Natürlich gibt es ein Problem mit der derzeitigen Haushaltspolitik vieler Staaten. Auch Deutschland bildet da leider keine Ausnahme, da hat Alex11 schon Recht.

Aber, mit Verlaub, von jenen Indikatoren die den Verdacht einer baldigen Hyper(!)inflation begründen, sind wir immer noch meilenweit entfernt. 5-6% Inflation wären keine Tragödie. Das gabs sogar bei der DM schon mal: Mitte der 70er Jahre. Und 5-6% wäre vom heutigen Stand aus sogar eine Verdopplung der Werte. Also können wir locker bleiben!

Was ich aber gar nicht mag ist, wenn von den diffusen "Weltverschwörern" (diesmal mit dem Namen Grossfinanz) gefaselt wird. Solch dunkle Mächte gibts einfach nicht! Tur mir leid, aber sowas ist Unsinn. Und wenn so ein Unsinn auch noch von einem Professor verzapft wird, dann ärgert mich das nur um so mehr.

So, jetzt ists aber gut. Jetzt kümmern wir uns lieber wieder um unsere Scheinchen! freudig

Gruß
Michi

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von MBL: 03.07.2006 23:03.

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Da uns polymat schon vor 10 Monaten mit diesem vor Optimismus sprühenden Text beglückt hat, verweise ich mal auf den Thraed:
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04.07.2006 11:27 Huehnerbla ist offline E-Mail an Huehnerbla senden Beiträge von Huehnerbla suchen Nehmen Sie Huehnerbla in Ihre Freundesliste auf
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Also dieser Professor hat echt ne Meise, Und sowas soll die akademische Elite unseres Landes sein???? geschockt

Also dann lieber Jürgen Klinsmann!!! Peace (Schild)

Gruß
Michi
04.07.2006 11:52 MBL ist offline E-Mail an MBL senden Beiträge von MBL suchen Nehmen Sie MBL in Ihre Freundesliste auf
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Die Frage bleibt, wie man die ausufernden staatlichen Schulden & die in der jüngeren Vergangenheit oftmals ungesund hohe Geldmengenausweitung in den Griff bekommt.

Mit einer Hyperinflation oder einer Währungsreform der übleren Sorte, wo privates Papier-/Geldvermögen danach nur noch einen Bruchteil wert war, wurden halt leider in der Vergangenheit solche Konstellation häufig aufgelöst - siehe z. B. auch die deutsche Geschichte der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Auch wenn dieses Damoklesschwert zugegebenermaßen noch nicht unmittelbar über uns hängt, und der Inflationsdruck von der Güter- & Lohnseite her nach wie vor eher gering ist (die Globalisierung läßt da grüßen).

Aber trotzdem ist dieses staatliche Schulden-Dilemma keine böse Verschwörungstheorie und auch kein reines Problem der Zukunft - nein, die Auswirkungen sind schon seit längerer Zeit spürbar, z. B. indem (hohe) Geldsummen in die Schuldenbedienung statt in wichtige Infrastrukturprojekte fließen.

Auch Steuererhöhungen (Mwst.,...), magere staatliche Pensionssteigerungsraten (unter der Inflationsrate), höhere Gesundheitsbeiträge etc. sind im Endeffekt direkte Folgen der recht desolaten Situation des Staatshaushaltes bzw. der betreffenden Unter-Haushalte.

Alexander

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von alex11: 04.07.2006 11:59.

04.07.2006 11:58 alex11 ist offline E-Mail an alex11 senden Beiträge von alex11 suchen Nehmen Sie alex11 in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
[Auch Steuererhöhungen (Mwst.,...), magere staatliche Pensionssteigerungsraten (unter der Inflationsrate), höhere Gesundheitsbeiträge etc. sind im Endeffekt direkte Folgen der recht desolaten Situation des Staatshaushaltes bzw. der betreffenden Unter-Haushalte.


Hmmm, naja das kann man natürlich so sehen. Aber ich bin eigentlich auch hier anderer Ansicht. Natürlich könnte man z.B. beim Gesundheitswesen sagen: wenn der Staat mehr Geld in das Gesundheitssystem stecken könnte (weil er eben weniger Schulden bedienen müsste), dann würde das System noch funktionieren.

Aber ich denke, dass das etwas zu kurz gesprungen ist. Ganz unabhängig davon, wieviele Schulden unser Staat nun hat, war das Gesundheitssystem der Bundesrepublik deutschlan darauf aufgebaut, dass die Beitragszahler durch ihre Beiträge das System finanzieren und nicht der Staat durch Steuern.

Solange es genug junge (und meist gesunde) Menschen gab, die einzahlten und nur relativ wenige alte (öfter kranke) Mitglieder in diesem System gab, funktionierte das auch hervorragend. Dann aber wurden die jungen Menschen immer weniger und die Alten immer mehr und immer älter. Klar, dass das zu Problemen führen musste. Hinzu kommt, dass es im Laufe der Zeit immer mehr gab, die nicht mitmachen mussten: Selbstständige, Beamte, Gutverdiener, Kinder, nicht berufstätige Ehefrauen etc. Den Krankenkassen ging aufgrund dieser Entwicklung logischerweise irgendwann das Geld aus, was letztlich bedeutete, dass die Beitragssätze immer wieder erhöht werden mussten, weil die Kosten stiegen.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass der Staat die Differenz durch Zahlungen aus Steuermitteln auf bringen könnte, wenn er eben nicht so viele Schuldzinsen und Tilgungen zu zahlen hätte. Das ist aber nur eine Idee.

Für viel sinvoller hielte ich es, wenn man das Gesundheitssystem grundlegend sanieren würde; wenn man also genau das täte, was die große Koalition gerade versäumt hat:
Wenn alle, aber auch wirklich alle (ausser Kindern) in das System gemäß ihrer finanziellen Möglichkeiten einzahlen würden, dann wäre das Problem schon zu 70% behoben. Wenn dann die Pharmaindustrie ihre Preise nicht frei definieren könnte, sondern diese (wie in CH, NL, USA, F, etc....) mit dem Staat respektive den Krankenkassen aushandeln müsste, wäre alles in trockenen Tüchern. Wenn man Gutverdiener dann zusätzlich verpflichten würde, sich für besonders teuere Behandlungen privat zu versichern udn diese über die normale Versicherung nur noch bei Mittel- und Kleinverdienern abgedeckt wären, dann wäre das System saniert. Egal, wieviele Schulden der Staat hat!

Noch krasser ist doch das Dilemma mit den Beamtenpensionen: Jetzt mal ehrlich: die sind nicht zu niedrig, die sind zu hoch. Und zwar extrem zu hoch! Natürlich nicht jede Pension für sich genommen - klar. Auch Pensionisten müssen von etas leben, aber erstens geht es ihnen im Durchschnitt wesentlich besser als den Rentnern und zweitens hat sicher der Staat einfach über viele Jahrzehnte hinweg viel zu viele Beamte geleistet! Bahn, Post, Lehrer, Behörden: nirgendwo wären Beamte notwendig gewesen. Das beamtentum macht überhaupt nur dort Sinn, wo der Staat hoheitliche Aufgaben erfüllt; also z.B. bei der Polizei. Aber mit Sicherheit nicht in irgendwelchen Behörden oder gar Schulen!

Es gibt hierzu zwar keine sicherlich keine schnelle Lösung, aber dass das Beamtentum mittel und langfristig abgeschafft oder wenigstens extrem reduziert werden muß (was ja teilweise auch schon erfolgt) steht ausser Zweifel. Und bis dahin müssen die Pensionen halt deutlich sinken. Und zwar auf Renten-Niveau. Gleiches recht für alle!

Dann bleibt sogar mehr Geld fürs Schuldenmachen! gross grinsend

Bleiben die Infrastrukturprojekte. Hier existiert das Problem teilweise wirklich! Es ist schon richtig, dass der Staat zum Teil wegen der hohen Schuldenlast, auf manche Investition verzichten muß. Aber eben nur zum Teil. Die ausufernden Beamtenpensionen kann man hier genau so gut nennenund natürlich auch die teilweise irrsinnigen Subventionen.

Manchmal sollte sich der Staat aber auch von seinen Aufgaben trennen können. Mir hat z.B. noch nie jemand vernünftig erklären können, warum wir hier in Deutschland Staatsautobahnen haben. Das ist doch hirnrissig! das sollte man privatisieren. Und zwar subito! Klar würde man dann bei uns Maut zahlen müssen, aber die Autobahngesellschaft(en) müsste dann auch die Instandhaltung der Strassen gewährleisten. In anderen Ländern geht das doch auch! Und komme mir bitte keiner mit dem Argument, dann würden unsere Strassen verotten, weil nur noch aufs Geld geschaut wird. Bestes Beispiel: Italien: hier sind die Autobahnen privatisiert - und mit Abstand die besten Strassen. fahrt mal auf einer sog. "Super strada". Das ist was für DDR-Fetischisten. Die Strassen gehören dem Staat und sind teilweise in enem geradezu kriminellen Zustand!

Ich könnte jetzt noch stundenlang weiterschreiben, aber jetzt ists mal gut.

Fazit: allein mit den Staatsschulden hat das alles nur bedingt zu tun. da gibts auch noch ganz andere Themen zu klären.

Gruß
Michi
04.07.2006 15:46 MBL ist offline E-Mail an MBL senden Beiträge von MBL suchen Nehmen Sie MBL in Ihre Freundesliste auf
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...offenbar ist meine Botschaft z. T. nicht richtig angekommen.

Zum Thema Gesundheitswesen meinte ich:

...höhere Gesundheitsbeiträge etc. sind im Endeffekt direkte Folgen der recht desolaten Situation des Staatshaushaltes bzw. der betreffenden Unter-Haushalte.

Ich meinte in jedem Fall nicht, dass eine staatliche Quersubventionierung der Stein des Weisen wäre, sondern dass auch Unter-Bereiche wie z. B. das Gesundheitswesen (für die ja zu einem guten Teil der Staat die Spielregeln vorgibt) in sich solide wirtschaften sollten.
Das Problem mit der Alterspyramide ist ja seit Jahrzehnten hinlänglich bekannt, wurde aber nicht zeitgerecht angegangen bzw. es wurden halt nicht ausreichende Maßnahmen getroffen.
So hechelt man mit seinen Maßnahmen meist hinterher und diese müssen umso härter ausfallen um (aus finanzieller Sicht, zumindest kurzfristig) noch schlimmeres zu verhindern.

Zum Thema Pensionen:
ich meinte eigentlich mehr die staatliche Rente allgemein und weniger Beamtenpensionen.
Zu üppige Beamtenpensionen gehören zurechtgestutzt, da gebe ich Dir durchaus recht.

Das Grundproblem ist auch weniger dass den entscheidenden Köpfe die prinzipielle Einsicht fehlen würde, sondern mehr dass sich in unserem demokratischen System mit überwiegend Wohlstandsdenken die notwendigen Maßnahmen praktisch nicht durchsetzen lassen bzw. die regierenden Politiker nicht durchsetzen wollen um sich nicht die Chancen bei der nächsten Wahl zu verbauen...

Die notwendig nachhaltige Finanz-Sanierung wurde/wird deshalb immer wieder aufgeschoben sodass irgendwann der Point of no return erreicht wurde/wird und selbst bei besten Willen und mittels harter (aber noch konventioneller) Maßnahmen nichts mehr zu retten ist.

Kann es denn z. B. bei einer Firma unbegrenzt gut gehen, dass sie Jahr für Jahr unter dem Strich rote Zahlen schreibt und ausserdem einen ziemlich horrenden Schuldendienst zu leisten hat ? kopfkratzend

Wohl nicht (da rettet dann auch hoher Umsatz nicht), aber beim Staat setzten wir das irgendwie als Selbstverständlichkeit voraus... verwirrt

Dass es da - immer zahlreicher - warnende Stimmen gibt, sollte deswegen nicht wundern.
Sicher wird - wie bei obigen Artikel - oft auch einiges an Unseriösem und sachlich Falschem hineingemischt, aber die Grund(schulden-)problematik sehe ich leider als sehr real & aktuell an.

Alexander

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von alex11: 04.07.2006 16:29.

04.07.2006 16:25 alex11 ist offline E-Mail an alex11 senden Beiträge von alex11 suchen Nehmen Sie alex11 in Ihre Freundesliste auf
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Ok, das stimmt natürlich. Ewig nur Schulden machen kann nicht die Lösung sein. Aber ich fürchte, dass unser Staat reform-unfähig ist. Da wird man sie bald wieder hören, die lauten Rufe nach dem starken Mann. Ich glaube, wir lernen es nie....

Gruß
Michi
04.07.2006 16:29 MBL ist offline E-Mail an MBL senden Beiträge von MBL suchen Nehmen Sie MBL in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von MBL
... und zweitens hat sicher der Staat einfach über viele Jahrzehnte hinweg viel zu viele Beamte geleistet! Bahn, Post, Lehrer, Behörden: nirgendwo wären Beamte notwendig gewesen.

Dass der Staat (inkl. Länder und Gemeinden) alles verbeamtet hat, was möglich war, lag wohl hauptsächlich an der Tatsache, dass ein Beamter wesentlich billiger ist als ein Arbeiter/Angestellter. Zumindest genau so lange, wie er arbeitet...

Zitat:
Original von MBL
Das beamtentum macht überhaupt nur dort Sinn, wo der Staat hoheitliche Aufgaben erfüllt; also z.B. bei der Polizei. Aber mit Sicherheit nicht in irgendwelchen Behörden oder gar Schulen!

Selbst bei der Polizei ist vieles nicht hoheitlich. Z.B. machen vielerorts mittlerweile private Unternehmen Verkehrsüberwachung, sowohl im ruhenden Verkehr als auch bei der Geschwindigkeitsmessung.

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04.07.2006 17:48 Huehnerbla ist offline E-Mail an Huehnerbla senden Beiträge von Huehnerbla suchen Nehmen Sie Huehnerbla in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Huehnerbla
Selbst bei der Polizei ist vieles nicht hoheitlich. Z.B. machen vielerorts mittlerweile private Unternehmen Verkehrsüberwachung, sowohl im ruhenden Verkehr als auch bei der Geschwindigkeitsmessung.


Stimmt. Ist ja auch richtig so. Man ist da schon auf dem richtigen Weg, aber ich meine halt, dass noch mehr getan werden könnte.

Gruß
Michi
04.07.2006 18:55 MBL ist offline E-Mail an MBL senden Beiträge von MBL suchen Nehmen Sie MBL in Ihre Freundesliste auf
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Suche die Rücklage Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Huehnerbla
Zitat:
Original von MBL
... und zweitens hat sicher der Staat einfach über viele Jahrzehnte hinweg viel zu viele Beamte geleistet! Bahn, Post, Lehrer, Behörden: nirgendwo wären Beamte notwendig gewesen.

Dass der Staat (inkl. Länder und Gemeinden) alles verbeamtet hat, was möglich war, lag wohl hauptsächlich an der Tatsache, dass ein Beamter wesentlich billiger ist als ein Arbeiter/Angestellter. Zumindest genau so lange, wie er arbeitet...


Aber nur wenn man Geld zweckentfremdet. 1957 haben die Beamten im Rahmen einer Besoldungsreform auf 7% des damaligen Gehaltes verzichtet (das entsprach dem damaligen Beitragssatz zur Sozialversicherung).

Man hatte nämlich erkannt (1957!), dass in Zukunft ein Problem mit den Pensionen auf den Staat zukommt. Aus dem eingesparten Geld sollte eine Rücklage für zukünftige Pensionslasten gebildet werden. Also im Klartext bis heute müsste eine Rücklage im Wert von 49 Jahren x 7% der gesamten Beamtenvergütung exisitieren.

Viel Spass auf der Suche nach dem 49 Jahre lang eingesparten Geld. Wo ist es geblieben? Oder wer hat es ausgegeben?

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von BlauerHunderter: 04.07.2006 19:41.

04.07.2006 19:40 BlauerHunderter ist offline E-Mail an BlauerHunderter senden Beiträge von BlauerHunderter suchen Nehmen Sie BlauerHunderter in Ihre Freundesliste auf
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Hallo alex11 und MBL,

da ich ja im Gesundheitswesen arbeite, ein paar Äußerungen von mir:

1. In den nächsten 10 Jahren wird jede 4 Klinik geschlossen und jede 6.Klinik privatisiert.

2. Über 80 % der Kliniken schreiben rote Zahlen und müßten eigentlich Insolvenz anmelden.

3. Die hohen Kosten liegen z.B. auch an der großen Lobby der Pharmaindustrie und der Medizintechnikfirmen. Damit kann ma in D noch das große Geld machen.
Die Hochleistungsmedizin kostet in D sehr viel Geld. Die Kliniken müssen aber investieren, sonst ist der Zug für sie abgefahren.

4. Die Krankenkassen verschwenden selber sehr viel Geld und der Wasserkopf ist viel zu groß.

5. Die Forderung des Marburger Bundes nach 30 % mehr Gehalt ist illusorisch. Wer soll das bezahlen....!! Den Ärzten geht es weiß Gott nicht schlecht.

Facharzt: ca. 3500 € Netto
Oberarzt: ca. 4500 € Netto
Chefarzt: ab 10.000 € Netto + Privilegien + Privatabrechnung

6. Das Gesundheitswesen müßte von Grund auf saniert werden. Sonst gibt es bald Zustände wie in den USA.


Aber der ganze Staat ist marode und korrupt.


Gruss
Matthias
04.07.2006 20:42
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Hi Matthias,

ich stimme Dir absolut zu. Wir haben ein großes Problem im Gesundheitswesen.

Was mir Sorgen bereitet ist, dass es selbst eine große Koalition nicht schafft, eine grundlegende Änderung zu realisieren. Was jetzt gemacht wurde, ist eigentlich politisches Totalversagen. Keines der drängenden Probleme wurde gelöst.

Ob der Staat korrupt ist? Wahrscheinlich schon - marode ist er aber auf jeden Fall nicht. Zumindest noch nicht. Er ist aber reformunfähig und das wird dazu führen, dass er marode werden wird.

Ich bin gespannt was dann passiert; nichts Gutes fürchte ich....

Gruß
Michi
05.07.2006 15:00 MBL ist offline E-Mail an MBL senden Beiträge von MBL suchen Nehmen Sie MBL in Ihre Freundesliste auf
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Das große Problem bei einer Reform der Krankenversicherung ist das zweigleisige System hierzulande. Da steht auf einer Seite die gesetzliche Krankenversicherung und auf der anderen Seite die private Krankenversicherung. Prinzipiell haben beide Seiten nichts miteinander zu tun. Denn der Sinn der gesetzlichen Versicherung war ursprünglich, die wenig verdienenden Arbeiter davor zu schützen, bei eventueller Krankeit in den finanziellen Ruin zu schlittern. Die private Versicherung (die es im Übrigen schon sehr viel länger gibt als die gesetzliche) sollte bei gut verdienenden Bürgern, die sich den Arzt auch ohne Versicherung problemlos leisten konnten, die Kostenspitzen abfangen, die bei längeren Aufenthalten in Krankenhäusern entstehen. Im Klartext heißt das, dass die beiden Versicherungsarten ursprünglich völlig unterschiedliche Risiken versichert haben, die sich bis heute im den Strukturen der Versicherungen wiederfinden.
Mittlerweile ist allerdings jeder zweite privat krankenversicherte ein Beamter, der von seiten seines Dienstherrs Beihilfe bekommt. Die Beihilfe erstreckt sich auch auf die nicht erwerbstätige Ehefrau und auf die Kinder. Im Gegensatz dazu sind die Familienangehörigen aber in der privaten Krankenversicherung nicht (wie bei der gesetzlichen Versicherung) beitragsfrei. Eine Verschiebung in eine gesetzliche Versicherung hätte deshalb eine grundlegende Beamtenrechtsreform als Grundvoraussetzung.
Was also tun? Die private Krankenversicherung erhalten und nur die gesetzliche reformieren? Das führt zu dem auch jetzt schon bestehenden Unmut der Zweiklassenmedizin (die schon seit 120 Jahren Fakt ist). Oder die private Krankenkassen abschaffen oder stark in die Reform miteinbeziehen? Das führt zum Exodus einer eigentlich gesunden Branche.

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06.07.2006 11:47 Huehnerbla ist offline E-Mail an Huehnerbla senden Beiträge von Huehnerbla suchen Nehmen Sie Huehnerbla in Ihre Freundesliste auf
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Leider habe ich im Moment nicht die Zeit, das ganze Thema zu lesen (ich werde es aber bei Gelegenheit nachholen!), daher weiß ich nicht, ob´s hierher paßt...

Interessant finde ich das Thema insofern, das man nach Jahren überprüfen kann, ob die dokumentierten Voraussagen eingetroffen sind und wie sich die Geschichte tatsächlich entwickelt hat.

Verblüfft hat mich die Tatsache, das hier in einem Banknotenforum bisher nicht ein Wort über die derzeitige "Finanzkrise" verloren wurde. Kein Raunen, kein Staunen, kein Wundern... nix! kopfkratzend
Dabei finde ich es schon recht gewaltig, mit welchen Zahlen da hantiert wird: Nehmen wir mal die Bundeskanzlerin, die eine Garantie für 1.400 Milliarden Euro (so der Betrag in den gestrigen Nachrichten) abgegeben hat... besonders glücklich sah sie bei der Presseerklärung ja nicht gerade aus. Peer Steinbrück´s Gesicht, das daneben gezeigt wurde, schaute nicht besser drein...

Mich erinnert die Aussage irgendwie an Norbert Blüms Satz: "Die Rende is sischer!"
Danach gab´s das schöne und oft verwendete Wort "Eigenverantwortung" gross grinsend

Was haltet ihr denn so von der Situation? Interessiert das überhaupt jemanden?

Grüße lächelnd augenzwinkernd
nick1k

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Bekanntlich steht die glänzende Situation eines Staates immer in einem gerechten Verhältnis zur Höhe seiner Schulden
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07.10.2008 11:42 nick1k ist offline E-Mail an nick1k senden Beiträge von nick1k suchen Nehmen Sie nick1k in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Was haltet ihr denn so von der Situation? Interessiert das überhaupt jemanden?


Ich glaube, man will die ganze Sache einfach nicht so ganz warhaben, man denkt "wird schon gutgehen" und man befasst sich lieber weiter mit den alltäglichen Dingen.
Es beschäftigt einen schon, irgendwie so als warte man auf eine medizinische Diagnose ( gut oder schlecht ). Aber es ist schon wichtig zu wissen, worum es bei dieser Sache geht und was dahintersteckt.
Es gibt hierzu eine interessante Seite die sich mit diesen Themen befasst:

dasbewegtdiewelt

Gruß,
Reichsbank

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07.10.2008 12:05 Reichsbank (†) ist offline Beiträge von Reichsbank (†) suchen Nehmen Sie Reichsbank (†) in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von nick1k
Verblüfft hat mich die Tatsache, das hier in einem Banknotenforum bisher nicht ein Wort über die derzeitige "Finanzkrise" verloren wurde. Kein Raunen, kein Staunen, kein Wundern... nix! kopfkratzend



hehehe.... so ist es nicht.
Da habe ich extra einen thread aufgemacht.
Ich halte auch die bisherigen Beiträge inhaltlich für einen Bruchteil der Wahrheit.
Unser Grundproblem liegt im System der Geldschöpfung der Geschäftsbanken. Das ist eigentlich ein sehr einfaches mathematisches Problem. Und dieses System ist unter den bestehenden Ausgangsbedingungen immer wieder zum Untergang verurteilt. Gern können wir darüber debattieren. Aber da gebe ich Dir in Deiner Andeutung eben recht. Interessiert es überhaupt jemanden? Wenn es ums Geld geht, ja... da lässt sich eben niemand belehren. Leider macht sich auch niemand richtig schlau um in eine Diskussion einzusteigen. Ich habe mir die Studienunterlagen meiner Tochter gekrallt und mir die ganzen Unterlagen VWL aussortiert. Und ich habe auch die entsprechenden Skripte gefunden. Die verschiedenen Diskussionen mit Bankern und Prof.s ergeben ein Nicken + Schulterzucken. Das Argument: "Es funktioniert doch aber seit Jahren im großen Stil". Diese Kleingeister. Die, die jetzt verteufelt werden, wurden von niemanden gebremst.
Oli

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Also bei dem Thema geht mir das Messer in der Tasche auf.... Wenn ich von meiner Bank einen Kredit bekomme und den auf der Rennbahn aufs falsche Pferd setze und alles verliere, garantiert mir Frau Merkel dann auch was? Ja es tut mir leid für die Kunden einer Pleitebank aber ich denke der Staat (Steuerzahler) sollte nicht die Spielschulden von Geldhaien übernehmen, egal ob das Pferd das falsche war oder das gekaufte Kreditpaket hohl. Lasst die Pleite gehen, Privatvermögen einziehen, Häuser verkaufen und die anderen Banken werden eventuell etwas umsichtiger mit dem ihnen anvertrauten Geldern umgehen.

Mag jetzt etwas simpel klingen aber ich denke das ist der Kern der Sache.

Gruß Dirk der sauer ist.
07.10.2008 16:40 dirkk (†) ist offline Homepage von dirkk (†) Beiträge von dirkk (†) suchen Nehmen Sie dirkk (†) in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von nick1k
Was haltet ihr denn so von der Situation? Interessiert das überhaupt jemanden?


Interessieren am Rande, ja.

...aber höchstens so in die Richtung, wie dirkk es formuliert hat.

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jause   Zeige jause auf Karte jause ist männlich
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hmmm wie funktioniert das bankensystem:

banker nehmen geld und lassen es "arbeiten" damit es sich "vermehren" kann......

arbeiten können nur menschen und nutztiere - fakt!
vermehren.... da gehört wohl zu einem gewissen teil sex dazu oder?


also basiert das system auf zwei grundlegend falschen annahmen!

interessiert es mich?

hätte ich ein sparvermögen, aktien, obligationen würds mich interessieren.... ich würde auch schauen das ich hier sicherere anlagen finde z.b. gold und dgl.

leider bin ich nur en kleiner handwerker mit ein bischen immobilien gross grinsend

ansonsten haben doch unsere poltiker schon lange den geistigen anschluss verpasst

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07.10.2008 17:08 jause ist offline E-Mail an jause senden Beiträge von jause suchen Nehmen Sie jause in Ihre Freundesliste auf
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Immer das selbe... Natürlich hat unser Papier-Finanzsystem Nachteile.

Man muss ihm (dem Papiergeld) vertrauen damit es einen Wert hat. Andererseits ist Gold nicht die Lösung. Gold ist nicht vermehrbar und deshalb würde eine Wirtschaft basierend auf Gold stagnieren bzw. Rückschritte verursuchen wenn es knapp wird, arme Menschen würden ärmer usw.

Als damals die Spanier nach der Eroberung des Aztekenreiches tonnenweise Gold nach Europa brachten, verursachten sie damit genauso eine Inflation. Nur weil ich viel Gold habe, wird zB. eine Jahresernte ja nicht erfolgreicher. Man kann also auch Gold nicht essen.

Jeder der sich ein wenig mit Geschichte beschäftigt wird eines besseren belehrt. Schade das es die wenigsten tun...

Es gibt also daher aus meiner Sicht keine echte Alternative zum Papiergeld. Nur eine gute Notenbank-Politik ist hilfreich. Bei der FED laufen ja die Druckmaschinen auf Hochtouren um alle Defizite auszugleichen...

Von wo kommt das Problem noch mal??? teuflisch lachend

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von maxlooe: 07.10.2008 18:07.

07.10.2008 18:05 maxlooe ist offline E-Mail an maxlooe senden Beiträge von maxlooe suchen Nehmen Sie maxlooe in Ihre Freundesliste auf
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Ich halte es da auch in etwa so wie @dirkk sich äußert.
Es ist Glück oder Pech. Kein soziales Netz (auch so ein bescheuertes Wort), kann jeden Pups auffangen. Ergo, Selbstverantwortung.
Habe selbst vor einigen Jahren ne Menge Geld verloren. Da hilft kein Jammern, sondern Ärmel hochkrempeln. Ich war gierig und hab eins vor dem Latz bekommen.
Mit kleine Brötchen, gut sortiert, komme ich weiter.
Wer heuer anderen Menschen (Politiker, Anlageberater, Baenker, Maklern usw. sein gesamtes Geld, Sparanlagen, Rentenrücklagen, ohne gewisse Skepsis hinterher wirft, darf sich jetzt nicht wundern und Unbeteiligte (den Steuerzahler) zur Veantwortung ziehen.
Alle wollen nur unser Bestes - unser Geld ! gross grinsend

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07.10.2008 18:11 citynord ist offline E-Mail an citynord senden Beiträge von citynord suchen Nehmen Sie citynord in Ihre Freundesliste auf
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Hallo
Habe gerade eben eine längeres Gespräch mit einem Banker gehabt.

Zitat:
Original von dirkk
Wenn ich von meiner Bank einen Kredit bekomme und den auf der Rennbahn aufs falsche Pferd setze und alles verliere, garantiert mir Frau Merkel dann auch was?
... und die anderen Banken werden eventuell etwas umsichtiger mit dem ihnen anvertrauten Geldern umgehen.


Deine Wette wäre zu klein, das betrifft niemanden weiter. Sozusagen ein Einzelschicksal. Da müsstest Du schon mal ein paar Mrd. verzocken, die Du Dir vorher geliehen hast. Selbst die Liebhabereien eines Herr Schneider in Leipzig waren für die DB nur Peanuts.

Das mit den umsichtiger umgehen ist so eine Sache. Wenn sich Banken untereinander Geld leihen... wohl kaum.

Zitat:
Original von jause
hmmm wie funktioniert das bankensystem:
banker nehmen geld und lassen es "arbeiten" damit es sich "vermehren" kann......arbeiten können nur menschen und nutztiere - fakt!
vermehren.... da gehört wohl zu einem gewissen teil sex dazu oder?
also basiert das system auf zwei grundlegend falschen annahmen!
interessiert es mich? hätte ich ein sparvermögen, aktien, obligationen würds mich interessieren.... ich würde auch schauen das ich hier sicherere anlagen finde z.b. gold und dgl. gross grinsend


Ja, jause sieht es erstmal richtig, wenn er sagt interessiert mich nicht solange ich um keine Guthaben bangen muss. Kredite sind gut, die könnten sich bei einem Crash erledigen, so wie die Guthaben auch.
Sachwerte sind da schon besser.

Schön ist Dein Vergleich zum "vermehren". Geld an sich kann sich ja nicht vermehren und da wird es schon interessanter.
Das bisschen Bargeld, das tatsächlich existiert ist auch nicht so ausschlaggebend. Aber wenn du einen Kredit von einer Bank bekommst, stellt das eine Geldschöpfung dar. Buchgeld. Das wird in aller Regel nicht bar ausgezahlt, sondern von einer Bank zur anderen überwiesen. Da lässt sich schon einiges bewegen.
Der Fehler dabei ist meines Erachtens eben in dieser Geldschöpfung.
Stell Euch vor ich leihe dem jause eine Torte und vereinbare mit ihm am Ende des Jahres will ich die wieder haben. Das mache ich mit dirkk und str42 auch. Und siehe da am Jahresende tun sie es auch. Aber warum sollte ich mich mühen, wenn ich nix davon habe. Also vereinbare ich, dass jeden Monat ein Stück (Zins) vom Kuchen bekomme. Dem jause fehlen am Jahresende 12 Stücken (von sagen wir 100). Nicht so schlimm. Er ist pfiffig und macht gute Geschäfte mit str42 und spielt die 12 ein...und zahlt am Jahresende. Die anderen beiden sehen ziemlich dumm aus. Versuchen irgendwie an den Kuchen des anderen zu kommen um ihre Verpflichtungen...... teuflisch lachend

Wenn ich nun weitere Torten vergebe klappt das ja auch, dass die anderen beiden auch ihre Geschäfte machen. (Wirtschaftswachstum ganz wichtig)
Nun habe ich 3 Torten + 36 Stückchen Zins. Das verleihe ich auch alles, usw.usw.
Aber irgendwann ist keiner mehr mit einem Kredit zu belegen. Und die letzten beißen die Hunde und können eben nicht zahlen. Es ist nichts mehr auf dem Markt zu holen. Die Kredite werden notleidend. Vielleicht kann man ja noch faule Konstrukte basteln und paar dumme Anleger finden.

Um kurz zu sagen. Wenn es so ist, dass der Kapitalmarkt von der Geldschöpfung durch Kreditgewährung lebt, dann kann ich diesem Markt nicht das Geld vor der Tilgung inform von Zinsen entziehen. Dann reicht es für die Tilgung nicht mehr. Nur durch Wachstum und weitere Kredite halte ich den Markt am leben.
Das Perverse ist, dass der Zins wiederum verliehen wird und mit Zins belegt ist. Jeder Mathematiker erkennt hier eine Exponentialfunktion und die beschleunigt das Ganze gewaltig.

Wie seht ihr das wo ist mein Gedankenfehler?
Über eine rege Diskussion würde ich mich freuen.
Übrigens bezahlen wir inzwischen durchschnittlich bei jedem Produktkauf 40%Zins mit, da ja alles irgendwie finanziert ist.

vorerst Gruß Oli

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Hhhmmmm,

irgendwie wiederholt sich alles, nur sind immer ein paar andere Beteiligte dabei. Einmal ist es die Bank, einmal eine andere, morgen ist es der Fond, übermorgen der andere, nächste Woche ein Verleiher, irgenwann später ein anderer usw. usw.
Ganz stark erinnere ich mich an Mitte der 90er Jahre, als alles im dot com Fieber war. Da nehme ich mich nicht aus. Habe damals auch auf ein falsches Pferd gesetzt und nach einem halben Jahr war ich etwas mehr als eine Million DM los. Durch Nachzahlungen, wegen eines hohen Anteils von Beteiligungen an verschiedenen Firmen, musste ich auch noch 5 Jahre danach einiges an Geld abdrücken, lag aber nur im unteren 6stelligen Bereich.
Zum Anfang war ich auf den Finanzberater sauer, jetzt lache ich darüber und weis wie naiv ich zu diesem Zeitpunkt war. Einfach noch zu jung und verspielt. Selber Schuld. Genau in dieser Zeit wollte ich heiraten, habe meiner Frau alles gebeichtet und erklärt: Haus fällt flach und andere Dinge die wir uns schon ausgesucht hatten. Sie hat mich trotzdem geheiratet und wir waren glaube ich zu der damaligen Zeit ohne das viele Geld verliebter und besser drauf, so wie heute auch noch. Geld ist nicht alles, macht nicht unbedingt glücklicher und ruhiger.
Ab dieser Zeit habe ich keine Aktien oder Fonds oder Beteiligungen etc. auch LV oder ähnliches gekauft. Habe nur ein Konto für die normalen Abbuchungen, wie Tel., Handy, Wasser, Strom etc.. Aus der alten Zeit ist noch ein KKK geblieben, für besonder Notfälle oder Einkäufe. Ansonsten geht alles in eine andere Wertanlage.
Habe damals eine für viele unglaubliche Summe verloren, lache heute darüber weil ich selber Schuld war, habe alles wieder reingeholt und lebe heute so wie ich das sehe sehr glücklich.
Fazit: Aus Fehlern lernt man sein Leben lang, nur einige nie. Leider ...

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