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Zum Ende der Seite springen Regionalwährungen im Vormarsch
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Regionalwährungen im Vormarsch Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ein Artikel auf n-tv.de berichtet über eine neue Hochblüte der Regionalwährungen. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich geben Orte/Regionen eigenes "Geld" aus. Werde in nächster Zeit mal die Augen offen halten ob ich nicht so einen "Waldviertler" ergattern kann. Hier der Bericht:

Zitat:
Dem Euro die Stirn bieten
Regionalwährungen im Aufschwung

Politik und Wirtschaft in den neuen EU-Staaten tun alles, um möglichst bald der Eurozone beizutreten. Gleichzeitig finden sich in den Ländern, in denen der Euro die nationale Währung längst ersetzt hat, regionale Zahlungsmittel im Aufschwung. Am Chiemsee und am Prenzlauer Berg, im West-Allgäu und in Bremen zahlen Bürger mit neuen Währungen.

Die Gegenbewegung zur Internationalisierung gibt sich klingende Namen. Über den Ladentisch gehen "Sterntaler", "Rheingold" oder "Kirschblüten" über den Ladentisch. Nun hat sich als erste österreichische Region das Waldviertel eine eigene Währung gegeben.


Im Nordosten Niederösterreichs macht der "Waldviertler" die Runde. "Es ist keine Ersatzwährung, sondern eine Zusatzwährung", erklärt Uwe Kranner vom "Verein für regionales Wirtschaften" mit Sitz in Schrems. Bisher haben sich rund 125 Betriebe zusammengeschlossen mit dem Ziel, Kaufkraft zu binden und die regionale Wirtschaft zu stärken.

Die Scheine werden über eine Mitgliedschaft im Verein erworben und 1:1 gegen Euro eingetauscht. Die Noten sehen aus wie richtiges Geld, sind von Künstlern gestaltet und werden von ortsansässigen Betrieben akzeptiert. Zur Zeit sind knapp 15.000 "Waldviertler" im Umlauf - deklariert als "Gutscheine". Mit diesem Trick ist das Währung-in- Währung-System steuerlich und rechtlich abgesichert.

Heinrich Staudinger, selbst Gründer einer Schuh- und Möbelerzeugung mit 30 Angestellten, ist Motor der Initiative. Der Mittfünfziger bricht die allgemeine Kritik am globalisierten Wirtschaftssystem auf die regionalen Verhältnisse in der Abwanderungsregion Waldviertel herunter: "Wir wissen, dass täglich ein Wert von rund 30.000 bis 50.000 Euro aus der Region in die Zentralen der großen Konzerne abgezogen werden. Dass das Geld abwandert, wäre ja wurscht. Aber es wandern auch die Menschen ab. Das führt zu der problematischen Situation, dass ganze Bevölkerungsschichten bei uns fehlen", analysiert der Unternehmer.

Sein Verein nimmt sich die Freiwirtschaftslehre des Anti- Kapitalisten Silvio Gesell (1862-1930) zum Vorbild, die auf möglichst schnellem Geldumlauf basiert: Pro Quartal verliert der "Waldviertler" zwei Prozent an Wert, also lohnt sich das Horten von Geld nicht. Jeweils zu Beginn eines neuen Quartals müssen "Waldviertler"-Besitzer ihre Scheine abwerten - mit einem Aufkleber in entsprechender Höhe. "Also hat jeder Interesse, sein Geld so schnell wie möglich auszugeben", erläutert Kranner. "Nicht die Geldmenge führt zum Wohlstand, sondern die Umlaufgeschwindigkeit", ergänzt Staudinger.

Am 1. Mai startete der Verein die Initiative, und die "Waldviertler"-Scheine wurden von den Menschen rasch als Zahlungsmittel angenommen. Ziel ist, möglichst viele heimische Betriebe aufzunehmen und eine Grundversorgung in der Region aus der Region zu sichern. "Ein Wunsch wäre, dass die beteiligten Betriebe an Weihnachten ihren Mitarbeitern je 100 Waldviertler schenken", gibt Staudinger als Ziel an. "Es soll kein Anti-Projekt zum Euro sein", wehrt Kranner ab.

Mit ihrer Initiative sind die niederösterreichischen Währungs-Einsiedler nicht allein in der Euro-Zone: 40 ähnliche Währungsringe, teils schon funktionierend, teils in Plaung, zählt die Arbeitsgemeinschaft für Regionalwährungen "Regionetzwerk" in Deutschland. Die Initiativen bilden eigene Systeme neben der europäischen Währung und setzten gezielt einen Kontrapunkt zur Globalisierung. "Ich sehe das als einen seriösen Rettungsboot-Bau- Kurs", beschreibt Staudinger diese Initiativen: "Und das Interessante ist, dass das Rettungsboot umso besser funktioniert, je mehr Menschen einsteigen".

Von Irmgard Schmidmaier, dpa


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27.05.2005 22:34 ohrgasmus ist offline E-Mail an ohrgasmus senden Homepage von ohrgasmus Beiträge von ohrgasmus suchen Nehmen Sie ohrgasmus in Ihre Freundesliste auf
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das wäre doch was für die 3. galerie / ich habe auch einiges aus meiner region.

joachimsthaler heißen die

sollte somit eine rebrik REGIONALGELD mit a, b, c, ...y, z sein
dann einfach die namen in das alphabet eintragen.
27.05.2005 22:45
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¡Hola!

Gefunden im Profil, Ausgabe 23/2005 vom 06.06.2005:

Zitat:
Original by Profil
Blüten im Waldviertel II
Vor wenigen Wochen war an dieser Stelle über eine Initiative zur Belebung des Waldviertels zu lesen. Ein Verein für regionales Wirtschaften hat mit dem "Waldviertler" Spielgeld in Umlauf bringen lassen, welches eins zu eins gegen Euro getauscht und nur bei regionalen Betrieben ausgegeben werden kann. Die bescheidene Frage, was und vor allem wem das etwas bringen solle, hat zumindest die Initiatoren heftig erregt. Via "Waldviertler Bezirksblatt" ließen sie dem Autor jüngst ausrichten, er sei "ahnungslos", "zynisch" und "präpotent". Kurzum: "Ein Wiener."
Und bei dieser Gelegenheit sahen sich die Erfinder der Regionalwährung veranlasst, die Idee hinter dem "Waldviertler" zu präzisieren: "Die Menschen sollen erzogen werden, beispielsweise besser Kleidung bei einer Waldviertler Näherin anfertigen zu lassen, als bei einem Textildiscounter einzukaufen." Dass Maßanfertigungen ein durchschnittliches Haushaltsbudget ein wenig strapazieren könnten, scheinen die Herren vom Verein nicht zu befürchten. Eher schon den Umstand, dass die Leute im Waldviertel vom Spielgeld wieder auf Euro umsteigen könnten. Weshalb man - sicher nur aus rein edukatorischen Erwägungen - eine "Rückwechslungsgebühr" von fünf Prozent festgesetzt hat. Und jetzt dürfen sie dreimal raten, wer die Provision kassiert.
So schön kann Kapitalismus sein.



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13.06.2005 09:06 *ryhk* (†) ist offline Homepage von *ryhk* (†) Beiträge von *ryhk* (†) suchen Nehmen Sie *ryhk* (†) in Ihre Freundesliste auf
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Nun gut, ich hab schon lang die Salzburger Euro zu 5, 10 und 20 Euro in der Gallerie freudig , wieso Ronny den unter die Giutscheine gesetzt hat verstehe ich aber auch nicht kopfkratzend
Außerdem wirbt da ein Plakat mit einer Abbildung eines 1 Euro-Scheins, von dem kein verkatert weiß--- (Sachdienliche Hinweise nehme ich gern entgegen)
Solltest Du irgendwann den Mühlviertel-Schein ergattern, würde mich der auch ionteressieren... ich biete dafür ggf. denselben Betrag in Salzburger Euro...

Dateianhang:
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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von cat$man$: 13.06.2005 11:44.

13.06.2005 11:41 cat$man$ ist offline Beiträge von cat$man$ suchen Nehmen Sie cat$man$ in Ihre Freundesliste auf
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¡Hola!

Im Standard - http://derstandard.at - ist in der Ausgabe vom 30.05.2005, Seite 16, ebenfalls ein Artikel über das Regionalgeld zu finden:

Zitat:
Artikel wegen Urheberrechtsverletzung gelöscht.


Ein Webtipp noch als Abschluss: www.waldviertler-regional.at


Adíos
Ronny
15.06.2005 13:51 *ryhk* (†) ist offline Homepage von *ryhk* (†) Beiträge von *ryhk* (†) suchen Nehmen Sie *ryhk* (†) in Ihre Freundesliste auf
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# 586

ich habe mich mal etwas über dem teich umgesehen teuflisch lachend

TORONTO DOLLAR http://www.torontodollar.com/

ITHACA http://www.ithacahours.com/home.html

BURLINGTON http://www.burlingtoncurrency.org/

LOCAL CURRENCY´s http://www.utne.com/web_special/web_spec...es/11286-1.html

SCHUMACHER SOCIETY http://www.schumachersociety.org/

SALT SPRING ISLAND http://www.coinworld.com/news/080502/News-4.asp

http://www.saltspringdollars.com/2005%20Orders.htm

na wenn das nichts ist händeklatschend händeklatschend händeklatschend händeklatschend händeklatschend händeklatschend händeklatschend
16.06.2005 19:34
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[Regionalgeld] Zwei neue Währungen für Hamburg Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

HIER gibt es einen interessanten Artikel vom 31.08.05 vom abendblatt.de über geplantes Regionalgeld in Hamburg (Die Hansemark und der Alto) ab 2006.

Irgendwie finde ich dieses Regionalgeld ganz witzig, ob ich es sammeln würde?????

Zitat:
Zwei neue Währungen für Hamburg
Ab 2006: Die Hansemark und der Alto sollen dem Euro Konkurrenz machen. Das Geld wird nur regional begrenzt gültig sein. Initiatoren wollen die lokale Wirtschaft stärken.
Von Vanessa Seifert


Bernd Bleckmann ,Dieter Bensmann (52) und Lore Bergmeier (43) von der Initiative „Fokus Altona“ planen eine Regionalwährung, die nur in Altona gültig sein wird.

Hamburg -
Sie heißen Roland oder Justus, kommen aus Bremen und Gießen. Und sie sind die kleinen Brüder des Euro: Regionalgeld, das nur örtlich begrenzt gültig ist und die lokale Wirtschaft stärken soll. Zwölf dieser Währungen gibt es bereits in Deutschland. Tendenz stark steigend. "Bundesweit planen 50 Initiativen die Einführung von Alternativgeld", sagte Klaus Starke vom Regionetzwerk, der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft für Regionalwährungen, dem Abendblatt. Auf Hamburg kommt dabei Anfang 2006 gleich ein doppelter Regiogeldsegen zu, denn in der Stadt tüfteln zwei Teams an jeweils einer eigenen neuen Währung.

Die "Arbeitsgruppe Zukunftsfragen" der Patriotischen Gesellschaft Hamburg will die Hansemark als regionales Zahlungsmittel einführen. Und die Initiative "Fokus Altona" setzt alles daran, daß ab Januar in ihrem Stadtteil der Alto rollt. Oder die Altonaer Krone. "Der Name und das Design der Geldscheine, die auf jeden Fall von Altonaer Künstlern gestaltet werden sollen, stehen noch nicht fest", sagt Projektleiter Dieter Bensmann. Das Konzept dagegen schon. Und das orientiert sich an der bislang erfolgreichsten deutschen Regionalwährung, dem Chiemgauer.

2003 als Schülerunternehmen an einer Waldorfschule in Prien gestartet, hat sich der Chiemgauer im Süden Deutschlands bereits durchgesetzt. "Das Modell hat sich als Gewinn für alle Beteiligten erwiesen", sagt Wirtschaftslehrer und Initiator Christian Gelleri. In den Landkreisen Rosenheim und Traunstein wird der Chiemgauer mittlerweile von 350 Anbietern - Einzelhändlern oder Handwerkern - als Zahlungsmittel akzeptiert. "Vom Biosupermarkt über den Optiker bis hin zur Massagepraxis machen alle mit", sagt Gelleri. "Seit Einführung des Regiogelds konnten die teilnehmenden Unternehmen ihre Umsätze um durchschnittlich drei Prozent steigern."

Das Konzept: Im Gegensatz zu traditionellen Währungen wie dem Euro, die auch zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sollen der Chiemgauer und die anderen Regionalgelder als reine "Tauschmittel" dienen. Einmal eingewechselt - meist im Verhältnis 1:1 - soll das Alternativgeld unters Volk gebracht werden. Und zwar so schnell wie möglich. "Das Geld soll möglichst häufig den Besitzer wechseln. Die Kaufkraft bleibt in der Region, das hilft der örtlichen Wirtschaft", erklärt Starke vom Regionetzwerk.

Damit der Regio-Rubel auch tatsächlich rollt und nicht in den Portemonnaies kleben bleibt, verliert das Geld an Wert. Der Chiemgauer zum Beispiel ist ein Vierteljahr gültig und muß nach Ablauf dieser Frist für zwei Prozent seines Wertes für weitere drei Monate verlängert werden. Am Chiemsee ist die neue Geldwelt in Ordnung. 211 000 Euro wurden im vergangenen Jahr in Chiemgauer umgetauscht - eine Steigerung von 238 Prozent im Vergleich zu 2003. Eine örtliche Käserei konnte wegen des steigenden Umsatzes zwei neue Arbeitsplätze schaffen. "Ein Beweis dafür, daß Lokalwährungen gerade auch den Mittelstand stärken", sagt Lehrer Gelleri, dessen Idee Schule gemacht hat.

Denn was im Süden der Republik funktioniert, läuft seit 2004 auch im Norden gut: In Schleswig-Holstein akzeptieren mittlerweile rund 120 Geschäfte, vor allem rund um Kiel und Bad Oldesloe, die Regionalwährung "Kann Was". Eine Geldmenge von 10 000 "Kann Was" befinde sich in Umlauf, sagt Erfinder Frank Schepke aus Löptin. "Ich widme dem Projekt meine ganze Freizeit, möchte noch mehr Menschen von dem Konzept überzeugen." Doch das sei nicht immer leicht. "Viele haben Vorurteile, halten die Regios für einen Modegag."

Zwei neue Währungen für Hamburg
Wer mit Regiogeld bezahlt, ist "politisch aktiver als der Durchschnittsbürger", das hat Lehrer Gelleri ermittelt. Denn viele Kunden fragen sich: Was habe ich davon, wenn ich die Friseurrechnung mit dem örtlichen Geld anstatt mit Euro begleiche? "Es bringt keinen unmittelbaren Vorteil", gibt Starke vom Regionetzwerk zu. Es sei denn, das Regionalgeld werde wie eine Kundenkarte eingesetzt. Wie der Justus in Gießen. Und wie bald die Hansemark in Hamburg.

"Es ist zum Beispiel möglich, daß ein Restaurant ab einem bestimmten Rechnungsbetrag einen Gutschein ausgibt, für den der Kunde beim nächsten Besuch einen Vorspeisenteller bekommt", erklärt Michael Hönnig von der Hansemark-Projektgruppe. Im Gegensatz zu den meisten Regionalwährungen soll die Hansemark von den beteiligten Unternehmen in Umlauf gebracht werden und nicht durch das Eintauschen in Euro. "Uns geht es darum, die Lücke zu stopfen, die der Euro in der Realwirtschaft hinterläßt, wenn er in die spekulative Sphäre eingeht", ergänzt Gunnar Kliewe, der an einer Diplomarbeit über Regionalgeld arbeitet.

Wirtschaftsexperten beobachten die sogenannten Komplementärwährungen - also die Vereinbarungen innerhalb einer Gemeinschaft, eine Währung neben dem offiziellen Geld als Tauschmittel zu akzeptieren - durchaus skeptisch. "In manchen Fällen basiert das Konzept leider auf der romantischen Vorstellung, nur mit jemandem in Handelsbeziehungen treten zu wollen, der dieselben wirtschaftlichen Ideale hat wie man selbst", sagt Konrad Lammers, der beim Hamburger Wirtschaftsforschungsinstitut HWWA für den Wirtschaftsraum Europa zuständig ist.

Die Regionalwährungen seien ein kompletter Gegenentwurf zur Idee, die hinter dem Euro stecke. "Man hat bewußt von der Mark auf den Euro umgestellt, um den Wirtschaftsraum zu vergrößern. Mit den Parallelwährungen fällt man in die Regionalisierung zurück und läuft Gefahr, sich aus dem allgemeinen Wirtschaftskreislauf zu verabschieden." Lammers glaubt nicht, daß sich die Regionalgelder langfristig durchsetzen werden.

Beim Regionetzwerk in Stuttgart ist man vom Gegenteil überzeugt. Die Vision von Klaus Starke: Ende 2006 wird es in Deutschland flächendeckend lokale Währungen geben. "Man darf das Regionalgeld nicht als Konkurrenz zum Euro betrachten, sondern als sinnvolle Ergänzung." Auch die beiden Hamburger Initiativen sind sich sicher, daß man in der Hansestadt schon bald vom Fisch bis zum Fahrrad alles mit Lokalgeld bezahlen kann. Und so könnte es schon in wenigen Monaten heißen: "Haste mal 'ne Hansemark?"

erschienen am 31. August 2005


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RE: Regionalgeld: Zwei neue Währungen für Hamburg Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

und das Wichtigste:

Zitat:
die örtliche Käserei konnte wegen des steigenden Umsatzes zwei neue Arbeitsplätze schaffen.


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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von sigi: 03.09.2005 13:17.

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RE: Regionalgeld: Zwei neue Währungen für Hamburg Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

... und wie schaut dieses Schwundgeld aus?

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RE: Regionalgeld: Zwei neue Währungen für Hamburg Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

¡Hola!

Zitat:
Original von sigi
Der Chiemgauer zum Beispiel ist ein Vierteljahr gültig und muß nach Ablauf dieser Frist für zwei Prozent seines Wertes für weitere drei Monate verlängert werden.


Was ich nicht ganz verstehe:
Wenn ich zufällig gerade der Dumme bin, der da einen Batzen dieses Zeugs in der Hand hat, darf ich dann 2% abdrücken, damit der Wert gleichbleibt. Und wenn ich das sagenhafte Pech habe und somit jeden Tag Geld bekomme, was kurz vor dem Verfallsdatum steht, darf ich jedesmal bezahlen, jedes Mal 2% - und der Geschäftspartner, da ich sie ihm immer gebe, sozusagen nie.
Das kann's doch aber auch nicht sein?


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03.09.2005 18:08 *ryhk* (†) ist offline Homepage von *ryhk* (†) Beiträge von *ryhk* (†) suchen Nehmen Sie *ryhk* (†) in Ihre Freundesliste auf
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... ich könnte mir vorstellen, dass Verkäufer und Käufer beim Umtausch nicht gleich behandelt werden. Ein Verkäufer der bereit ist, dieses Geld anzunehmen wird aus meiner Sicht sicher wieder an richtige Euros rankommen. Die Betriebe sollen ja nicht in den Konkurs getrieben werden.

Ich frage mich sowieso wer - außer vielleicht Sammler - freiwillig seine Euros in dieses Komplimentärgeld umwechselt.

Also wenn es was hübsches aus Bayern wäre... na vielleicht würde ich es sammeln. Sollte aber nicht wie wie die letzen Simbabwe-Dollars aussehen. So weit sind wir doch noch nicht... hoffe ich mal.

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03.09.2005 18:22 sigi ist offline E-Mail an sigi senden Beiträge von sigi suchen Nehmen Sie sigi in Ihre Freundesliste auf
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verwirrt teuflisch lachend verwirrt teuflisch lachend man könnte sich natürlich auch gleich mit Geld aus KLE eindecken teuflisch lachend verwirrt teuflisch lachend

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sigi - ein Valkenburg-Pilger
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RE: Regionalgeld: Zwei neue Währungen für Hamburg Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Also, die Kamberraner gefallen mir auch wenn ich noch keine habe (wobei ich auch keine Kamberraner mir zulegen würde, deren Ankaufswert deutlich im dreistelligen Bereich liegt), und die roiginell gemachten Gambiling Dollars hab ich einige für 1,50 Euo pro Stück gekauft.

Für den KLE würd ich wohl nicht über 10 Cent pro Schein bieten teuflisch lachend - es kommt immer drauf an, wie gut die Scheine gemacht sind!

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RE: Regionalgeld: Zwei neue Währungen für Hamburg Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von *ryhk*
Was ich nicht ganz verstehe:
Wenn ich zufällig gerade der Dumme bin, der da einen Batzen dieses Zeugs in der Hand hat, darf ich dann 2% abdrücken, damit der Wert gleichbleibt. Und wenn ich das sagenhafte Pech habe und somit jeden Tag Geld bekomme, was kurz vor dem Verfallsdatum steht, darf ich jedesmal bezahlen, jedes Mal 2% - und der Geschäftspartner, da ich sie ihm immer gebe, sozusagen nie.
Das kann's doch aber auch nicht sein?

Darin liegt ja gerade der Vorteil des Regianalgeldes: Jeder ist bestrebt, das "Geld" so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Das geht nur, indem er es wieder ausgibt: Er konsumiert also! Konsum heißt aber Ankurbelung der (regionalen) Wirtschaft, was den "Verlust" indierekt wieder wett macht. So die Idee... neben einigen anderen Vorteilen, die die Verfechter dieser Idee angeben.

Zitat:
Original von sigi
... ich könnte mir vorstellen, dass Verkäufer und Käufer beim Umtausch nicht gleich behandelt werden. Ein Verkäufer der bereit ist, dieses Geld anzunehmen wird aus meiner Sicht sicher wieder an richtige Euros rankommen. Die Betriebe sollen ja nicht in den Konkurs getrieben werden.

Nun, es gibt die unterschiedlichsten Formen von Regionalwährungen. Sei es in Form von sogenannten Talenten, also "Fähigkeiten" der einzelnen Menschen, die getauscht werden (Beispiel. Oma backt einen schmackhaften Kuchen gegen schmackhafte Steuererklärung Ihres Beraters) bis hin zu erarbeiteten Zeiteinheiten (Beispiel Japan. Man leistet Sozialdienst (in Stunden abgerechnet) in seinem Lebensumfeld solange man dazu in der Lage ist, schreibt die Stunden auf einem Konto der Zeitbank gut und "bezahlt" damit seine eigene spätere Pflege oder die der Oma, die auf einer ganz anderen Insel lebt, sich aber selbst aufgrund der Entfernung (Stichwort Arbeitsplatz) nicht kümmern kann. Das sogenannte Fureai Kippu-System geht meines Wissens auf die Initiative des ehemaligen japanischen Justitzministers zurück und funktioniert offenbar ganz ausgezeichnet. Näheres siehe da)

Schließlich gibt es wirkliche physische Druckwerke, die man in die Hand nehmen kann, wie den schon bekannten Chiemgauer, den man u. U. auch sammeln kann. Natürlich kann man als Anreiz einen Kaufvorteil oder Bonus mit der Bezahlung des Regiogeldes gewähren. Meister Bodelschwingh hat das beim Bethel-Geld berücksichtigt. Selbiges gehört genau genommen ebenfalls zur Regianalwährung. Da waren es je nach wirtschaftlicher Lage auch schon mal 5 Prozent.

Wer für das Thema Regiogeld aufgeschlossen ist - und es ist wirklich ein interessantes Thema mit einigem Gehalt - der kann mal bei wikipedia hereinsehen... oder hier... oder hier

Im Übrigen gibt es eine Seite, die eine Übersicht über die verschiedenen Initiativen der Regiowährungen in Deutschland bietet. Und das sind gar nicht mal so wenige... so an die 40 !?!?!?
Bei soviel Unternehmung muß doch was dran sein... augenzwinkernd augenzwinkernd

Grüße augenzwinkernd kopfkratzend
nick1k

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Bekanntlich steht die glänzende Situation eines Staates immer in einem gerechten Verhältnis zur Höhe seiner Schulden
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03.09.2005 22:56 nick1k ist offline E-Mail an nick1k senden Beiträge von nick1k suchen Nehmen Sie nick1k in Ihre Freundesliste auf
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¡Hola!

Zitat:
Original von nick1k
Darin liegt ja gerade der Vorteil des Regianalgeldes: Jeder ist bestrebt, das "Geld" so schnell wie möglich wieder loszuwerden.


Genau. Und nun mal ein praktisches Beispiel.
Ich habe jetzt hier drei Zettel vor mir liegen, zwei Mal 20 Einheiten, einmal 10 Einheiten.
Gelten bis zum 03.09.2005, 23:59 Uhr für den Nennwert - werden sie nach dem 04.09.2005 eingesetzt, werden entweder 2% des Nennwerts fällig oder der Schein ist wertlos/ein höherer Abschlag wird fällig (es gibt, glaube ich, beide Varianten).
Ich hab' das Zeug heute abend um halb neun als Wechselgeld an der Tankstelle bekommen, auf meinen Regio-Hunderter.
Wo um Gottes Willen soll ich in der Nacht 50 Regiogeld ausgeben?
Ich zahle also 1 Regio-Geld an "Steuer", weil ich der Umtausch-Depp sein muss.
Morgen werde ich sie los, nachdem ich die Steuer geblecht habe. Beim Altstadtfest hier in Ladenburg. Und komme mit 30 Regiogeld wieder, ein (anderer) Zehner, zwei Fünfer sowie 10 Einer. Und die laufen dummerweise wieder in der Nacht ab, dann sind wieder 2% fällig. Also 0.60 Regiogeld.
Ich habe bisher 1.60 Regiogeld an "Steuern" gezahlt - für nichts und wieder nichts! Kein seriöser Arbeitsgeber gibt Geld fürs Nichtstun, aber ich soll es?
Und ich kann nicht das ganze Geld sinnlos verprassen, für Bratwürste, bis mir der Wanst wehtut; für Sprit, den ich mir in die Garage stelle (zu Wucherpreisen); für irgendwelche Klamotten, die mir schon beim Anprobieren kaum passten (und durch die Wurstfresserei erst recht nicht mehr); ich glaube auch kaum, dass die Stadtwerke glücklich sind, wenn ich denen ihr Konto wöchentlich mit mehr "Geld" auffülle als ich Strom, Wasser und Gas verbrauchen kann - nur damit ich nicht der Dumme bin, der das Geld am "Umrubel-Tag" in der Hand hat.
Ich halte deshalb das Schwundgeld für einen Schwachsinn sondersgleichen, eine uferlose Abzocke, mit der Perfiderie der GEZ und der Penetranz der Finanz vergleichbar.
Ich kann nicht nur an heute denken - man muss auch mal an morgen denken. Und an übermorgen.
Ok, ist alte kommunistische Propaganda: "was wir heute erarbeiten, können wir morgen erleben" - und das System ist untergegangen. Aber der Spruch ist doch deswegen noch nicht falsch. Denn das "Morgen" gibt es immer noch - und wenn ich dann keine Möglichkeit habe, irgendwie Schwundgeld zu verdienen, dann muss ich verrecken. Denn ich muss es ja ausgeben, damit ich keinen Verlust habe.
Ich habe statt was für morgen zu haben eine Bude voll mit Fernsehern, Käte-Kruse-Puppen und dem Archiv der Gartenteichgoldfischzüchter-Zeitschrift: aber mit Geld könnte ich dann viel mehr anfangen, mit gutem Geld!
Mit Schwundgeld komme ich mir noch mehr als mit inflationärem "normalen" Geld in die Gefühlswelt einer Kuh, die immer nur gemolken wird, aber nie was zu fressen kriegt - weil ich für meine Gegenleistung, wofür ich das "Geld" erhielt, auch noch "Steuern" zahlen muss!
Ist das Schwundgeld nicht genauso wie ein Angestellter zum Chef sagt:
"Du, Chef, gib' mir mal 100% Lohn. Arbeitsleistung kriegst Du aber nur für 95%. Den Rest kriegst Du dann, in 30 Tagen - wenn Du mir dafür noch 10% Geld gibst"?

Zitat:

Das geht nur, indem er es wieder ausgibt: Er konsumiert also! Konsum heißt aber Ankurbelung der (regionalen) Wirtschaft, was den "Verlust" indierekt wieder wett macht. So die Idee... neben einigen anderen Vorteilen, die die Verfechter dieser Idee angeben.


Von dem "indirekten" habe ich aber absolut nichts! Das hilft mir kein bisschen weiter (denn ich muss jetzt und hier für mein Überleben sorgen!), weswegen die Verfechter dieser Idee bei Nachfragen zu diesem Thema äusserst schwammige Formulierungen raushauen.
Vielleicht sollte die lokale Wirtschaft auch mal darüber nachdenken, warum die Kundschaft ausbleibt? Gründe dafür gibt es zig viele, und es nicht einzig und allein der Wille des bösen Verbrauchers, sein Geld nicht auszugeben: sondern weil der Preis nicht stimmt. Weil die Qualität nicht stimmt. Weil der Service nicht stimmt. Weil der Händler lustlos reagiert und nicht kraftvoll agiert. Weil der Kunde als Bittsteller und nicht als Partner wahrgenommen wird. Weil und weil und weil, da gibt es noch viele weitere Gründe.


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Ronny
03.09.2005 23:32 *ryhk* (†) ist offline Homepage von *ryhk* (†) Beiträge von *ryhk* (†) suchen Nehmen Sie *ryhk* (†) in Ihre Freundesliste auf
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#717

das regionalgeld wird zum sammelbegiet, wer das sammeln will wird niemals fertig werden. dazu gibt es zu viel davon und es ist nicht alles auffindbar. wer sich für sowas interessiert, dem kann ich aus erfahrung raten, sammelt nur das regionale aus der heimat. ich wohne in der ukermark und im nachbarlandkreis barnim gibt seit fast einem jahr diese kleinen goldenen barnis. da man diese beim einkauf bei bestimmten umsätzen dazu bekommt, sammeln sich diese eh an. und so habe ich eine kleine sammlung, bisher fehlt mir noch ein bekannter barni. wer sich mal ansehen sehen wie diese aussehen, der soll hier schauen, ich habe da auf unserer vereinsseite ein pdf gesetzt, weil das irgendwie jeder im verein sammelt, das macht sich auch gut wegen dem tauschen gross grinsend
wer nun aber im norden wohnt und diese hansemark sammelt und ausschau in den süden zu dem chiemgauer hält ist schlecht beraten. da helfen nur börsen, ebay etc.
03.09.2005 23:45
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RE: Regionalgeld: Zwei neue Währungen für Hamburg Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von *ryhk*
Von dem "indirekten" habe ich aber absolut nichts! Das hilft mir kein bisschen weiter (denn ich muss jetzt und hier für mein Überleben sorgen!)

Allerdings gibt es offenbar dennoch einige Geschäftsleute, die sich von den Regiogeldern überzeugen lassen... sonst wäre der Chiemgauer und andere längst wieder im geldgeschichtlichen Orcus verschwunden.

Vielleicht ist es ja auch so, das nicht nur immer einer am Ende des Verfallsdatums immer alle Regioeinheiten in Händen hält und der Dumme ist. Möglicherweise tragen im Durchschnitt alle mehr oder weniger das gleiche Risiko...

Zitat:
Kein seriöser Arbeitsgeber gibt Geld fürs Nichtstun, aber ich soll es?

Umgekehrt freut er sich aber über Zinsen? Und tut noch viel weniger dafür?

Ohne das ich mich hier in die Ecke der Verfechter des Regiogeldes stellen möchte (dazu weiß ich einfach zu wenig)... WENN wirklich das Geld im Umland bleibt und die dortige lokale Wirtschaft gestärkt wird, dann wäre es immerhin wert, sich genauer damit zu beschäftigen augenzwinkernd augenzwinkernd

Zitat:
Original von polymat
wer das sammeln will wird niemals fertig werden. dazu gibt es zu viel davon und es ist nicht alles auffindbar

Rechnerisch gesehen sind die Ausgaben endlich. Ergo wäre eine vollständige Sammlung möglich.
Umgekehrt zweifle ich selbst stark an, das ich jemals alle Ausgaben des Rosenberg besitzen werde... ähm, eine Frage des finanziellen Aufwandes. rauchend

Grüße lächelnd kopfkratzend
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Bekanntlich steht die glänzende Situation eines Staates immer in einem gerechten Verhältnis zur Höhe seiner Schulden
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[Regio-Währung] Zschopautaler/Komplementärgeld Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo,

hier einmal drei Noten des "Zschopautalers" - gültig war er vom 20. - 21. Mai 2006 in Mittweida.

Dateianhang:
jpg Zschopautaler.jpg (133,46 KB, 482 mal heruntergeladen)
04.12.2006 17:12
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Hallo! Hast Du davon etwas übrig? Hast Du weiteres Komplementägeld ? Tschüß !!!!
14.12.2006 17:28
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Ich hätte auch gern einen Satz...

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Der Schein trügt, wenn es ein falscher Geldschein ist

Und ja, ... das Forum ist mir die Mitgliedschaft im Verein wert.
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Vielleicht kann man Dir auch hier weiterhelfen ...
http://www.zschopautaler.info/

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15.12.2006 21:12 Huehnerbla ist offline E-Mail an Huehnerbla senden Beiträge von Huehnerbla suchen Nehmen Sie Huehnerbla in Ihre Freundesliste auf
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Zum Thema Regiogeld hat das Handelsblatt Ende Januar 2007 einen brauchbaren Artikel veröffentlicht.
Darin ist unter anderem von Regiogeldversuchen die Rede, die mangels Interesse aufgegeben wurden ...

Handelsblatt-Artikel

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19.02.2007 11:55 Huehnerbla ist offline E-Mail an Huehnerbla senden Beiträge von Huehnerbla suchen Nehmen Sie Huehnerbla in Ihre Freundesliste auf
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Ein sehr interessanter Artikel. So habe ich die Sache auch noch nicht beleuchtet.
Also lässt sich daraus schliessen, das auch das pure sammeln (zum Zweck eines Sammlungsaufbaus) dieser bunten Scheine,
keiner Wertsteigerung unterliegen, oder sehe ich das falsch.. kopfkratzend kopfkratzend kopfkratzend

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Wer sucht, der findet! & Wer lesen kann, hat Vorteile!
... und
Banknoten sind ein Gebrauchsgegenstand, so sollen sie auch aussehen!

...und JA! Ich bin Vereinsmitglied , weil es mir das Forum wert ist
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Zum Thema Regionalgeld gibt es einen Artikel im Spiegel:

Zitat:

DER SPIEGEL 10/2007 - 05. März 2007
URL: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,469695,00.html
ZAHLUNGSMITTEL
Bunte Blüten

Von Nils Klawitter

In Deutschland grassiert eine wundersame Geldvermehrung. In 22 Regionen sind eigene Währungen im Umlauf. Sie sollen die örtliche Wirtschaft stärken.

Irgendwann im Frühjahr 2004 gab es in Güsen kein Geld mehr. Bei Frank Jansky zumindest kam nichts mehr an. Jansky betreibt in dem sachsen-anhaltischen Dorf eine Anwaltspraxis. Er vertritt Handwerker und kleine Baufirmen. "Die Leute konnten ihre Rechnungen nicht mehr zahlen", sagt er.

Jansky hörte damals etwas von Regionalwährungen und dachte: "Det isses." Statt in Euro müsste in der verarmenden ostdeutschen Diaspora mit Waren und Dienstleistungen bezahlt werden können, so seine Idee. Die Verrechnungseinheit: regionale "Urstromtaler". Anfang Oktober 2004 hatte sich ein Netz aus Handwerkern, Kartenlegern, Kräuterberatern und Biowasserwirblerhändlern in und um Magdeburg gefunden, die bereit waren für eine Währungsreform.

Am Tag der Deutschen Einheit stieg Janskys Genossenschaft aus dem Euro aus.

Annika Pietsch, bis dahin Angestellte in Janskys Kanzlei, wurde Chefin der Zentralbank - einer kleinen blauen Kassette, die sie mit sich herumträgt. Die Scheine mit der ockerfarbenen Sachsen-Anhalt-Karte druckt sie in ihrer Wohnung. Fälschen könne man die nicht, das habe sie sicherheitshalber "selbst schon mal versucht".

Pietsch tauscht Bürgern Euro in Urstromtaler und gewährt Mitgliedern Urstromtaler-Kredite. Auch ihr Zentralbank-Job wird in Urstromtalern entlohnt, mit denen sie bei den inzwischen 165 Vereinsmitgliedern bezahlen kann. Beim Bio-Laden etwa, der die Käserei dann damit vergütet, die ein paar Scheine an den Tischler weiterreicht, der ihr den Ziegenstall repariert. So ungefähr. Im Idealfall soll auf diese Art ein Kreislauf entstehen, der die regionale Wirtschaft stärkt und den Geldabfluss aus der Gegend verhindert.

22 solcher bunten Blüten sind im Land bereits im Umlauf, 31 in Vorbereitung. Sie heißen Kann Was, Nahgold, Carlo oder Volmetaler und werden steuerlich wie Euro verbucht. Bei Frank Jansky, der aus einem kleinen Büro in Magdeburg auch den Dachverband Regiogeld leitet, war vor kurzem sogar eine Reporterin der BBC, um sich die wundersame Geldvermehrung in Deutschland erklären zu lassen.

Am erfolgreichsten läuft bisher der Chiemgauer, den der Waldorflehrer Christian Gelleri 2002 als Projekt mit sechs Schülern in Bayern startete. Im vergangenen Jahr kletterte der Jahresumsatz in der Regionalwährung auf 1,5 Millionen Euro. Im Umlauf sind derzeit etwa 90 000 Chiemgauer, die - anders als der Urstromtaler - gegen Gebühr in Euro zurückgetauscht werden können. "Unser Geld fließt dreimal schneller als der Euro", sagt Gelleri. Dafür setzt er die Eigentümer allerdings unter Ausgabestress: Alle drei Monate verliert der Chiemgauer zwei Prozent an Wert und muss mit dem Kauf einer Marke "aufgeladen" werden.

Die Idee zu diesem sogenannten Schwundgeld stammt von Silvio Gesell, einem deutschen Kaufmann und Sozialreformer. Gesell erlebte Ende des 19. Jahrhunderts eine schwere Wirtschaftskrise in Argentinien, die er darauf zurückführte, dass zu viel gespart worden war und zu wenig Geld zirkulierte. Seine Lösung: Geld müsse, wie andere Waren auch, verderblich werden. Banknoten sollten "rosten".

Lokale Währungen verhinderten, dass Geld aus den heimischen Regionen abgesaugt werde und in die Renditeregionen China und Indien wandere, sagt Margrit Kennedy, die einige Bücher über Alternativwährungen geschrieben hat. "Regiogeld wirkt wie ein homöopathisches Heilmittel für das Chaos und das Leid, was die internationalen Finanzmärkte auf der Welt erzeugen", so Kennedy.

Für Gerhard Rösl sind solche Thesen "Sozialromantik von Leuten, die nicht strukturiert denken". Rösl ist Volkswirt mit einer Professur an der Fachhochschule Regensburg. Für die Bundesbank verfasste er eine Studie zu Regionalwährungen. Leicht vereinfacht gesagt steht darin, das Regiogeld sei ein netter Gag für Touristen - ansonsten weitgehend ökonomischer Unsinn.

Nützen würde es nur in deflationärem Umfeld, wenn versiegende Liquidität kompensiert werden müsse - wie etwa 1932 im österreichischen Wörgl, als die Gemeinde erfolgreich Arbeitswertscheine ausgab. Oder jetzt im Urstromtal bei Magdeburg, wo den Menschen langsam der Euro abhandenkommt.

Im Chiemgau dagegen kam der Startimpuls für die neue Währung von wohlhabenden Eltern, die monatlich 200 Euro in Chiemgauer tauschten, um das Schulprojekt ihrer Kinder zum Laufen zu bringen. Das Alternativgeld blieb eine Luxuswährung: Mit der Aufladegebühr, der Rücktauschabgabe und den Inflationskosten zahlen die Nutzer auf jeden Chiemgauer 15 Prozent drauf - risikolose Bruttoeinkünfte für Gelleris Vereinsbank.

Teile dieses Geldes legt Gelleri - nicht ganz im Sinne der Erfindung - bei einer Bank auf ein Tagesgeldkonto. "Spätestens da sollten die Alarmglocken schrillen", sagt Rösl, der von einem "Schneeballsystem" spricht. Der am Ende zahle immer drauf.

Inzwischen hat Gelleri seinen Beruf als Lehrer aufgegeben. Die Chiemgauer-Gebühren fließen so zuverlässig, dass er als hauptamtlicher Kassenwart fungiert. Jedes einzelne Ziel des Chiemgauers - Förderung der regionalen Vereine und der örtlichen Wirtschaft - könne man "auch mit Euro erreichen", gibt selbst Gelleri zu.

In Gießen wickelt Winrich Prenk gerade das Projekt Justus ab. Über 4000 Euro investierte der Ingenieur in die Währung, aber der Taler wollte irgendwie nicht wandern. Jetzt musste er "das Spielzeug wieder einsammeln".

In Wirklichkeit, so Prenk, "kosten alle Regios ein Schweinegeld".


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Interessant, das es hier bereits einige Beiträge zum Thema "Regionalgeld" gibt...
Allerdings teilweise so falsch, so das sich einige Artikelschreiber die Frage gefallen lassen müßten, wie Ernst sie ihre Arbeit nehmen?

Zitat:
Original von Irmgard Schmidmaier, dpa
Jeweils zu Beginn eines neuen Quartals müssen "Waldviertler"-Besitzer ihre Scheine abwerten

DAS kann irgendwie nicht sein! Hat Frau Schmidmaier verstanden, worum es geht?

Zitat:
Original by Profil
Ein Verein für regionales Wirtschaften hat mit dem "Waldviertler" Spielgeld in Umlauf bringen lassen,...

Von Spielgeld kann keine Rede sein. Wenn ich mir den Artikel dazu weiter unten ansehe...

Zitat:
DER SPIEGEL 10/2007 - 05. März 2007
Im vergangenen Jahr kletterte der Jahresumsatz in der Regionalwährung (Chiemgauer, Anm. v. mir) auf 1,5 Millionen Euro. Im Umlauf sind derzeit etwa 90 000 Chiemgauer,

...1,5 Mio Euro sind ein recht erkleckliches Spielgeld (Für eine von 22 deutschen Initiativen nicht so schlecht und viele weitere sind geplant)
Der Spiegelartikel ist auch viel besser recherchiert. Ebenso der Artikel von Alexander Glück im Standard. Dagegen könnte sich der "Profil" mit seiner Polemik eine fette Scheibe abschneiden, der sich mit der Materie offenbar gar nicht auseinander gesetzt hat und keinerlei Fakten bringt. Frei nach dem Motto: Etwas Neues? Erst mal "Nein" dazu sagen. Vielleicht fragen wir hinterher, was eigentlich los ist...

Das das System auf den ersten Blick nicht einfach zu erfassen ist, mag ein. Allerdings finde ich die Idee einer Komplementärwährung (NICHT Konkurenz!) als Ergänzung zum Euro nicht schlecht, in der durch ihre regionale Begrenzung (sie gilt z.B. nur in der Region Oberland) ein Abwandern von Kaufkraft verhindert wird. Der Euro wird schließlich auch außerhalb akzeptiert: In Polen, Slowakei, Indien oder China beispielsweise, wo damit Arbeitsplätze zu Billigstpreisen aufgebaut und betrieben (Umweltschutz ist da ein Fremdwort) werden, die hier dann fehlen.

Die Region wird also gestärkt: Durch die automatische, quartalsmäßige Abwertung (ca. 2-3%) erhöht sich der Umschlag des "Geldes" (Besser Gutscheine, denn rechtlich sind sie als solche zu sehen, lieber cat$man$). Jeder möchte vor der Abwertung seine Gutscheine wieder loswerden, bevor durch Aufkleben einer Marke, die gekauft werden muß (Kosten besagte 2 bis 3%), der Gutschein seine volle Gültigkeit erhält. Erhöhter Umschlag heißt aber auch erhöhter Umsatz von Waren, die damit eingekauft werden. Die Wirtschaft wird in der Region angekurbelt, gleichzeitig bleibt die Kaufkraft in der Region erhalten...

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10.03.2007 09:39 nick1k ist offline E-Mail an nick1k senden Beiträge von nick1k suchen Nehmen Sie nick1k in Ihre Freundesliste auf
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¡Hola!

Zitat:
Original von nick1k
Jeder möchte vor der Abwertung seine Gutscheine wieder loswerden, bevor durch Aufkleben einer Marke, die gekauft werden muß (Kosten besagte 2 bis 3%), der Gutschein seine volle Gültigkeit erhält. Erhöhter Umschlag heißt aber auch erhöhter Umsatz von Waren, die damit eingekauft werden. Die Wirtschaft wird in der Region angekurbelt, gleichzeitig bleibt die Kaufkraft in der Region erhalten...


Da muss ich mal einiges dazwischenwerfen. fröhlich
Nehmen wir einen Elektrofritzen, der diese Gutscheine in seinem Geschäft in der Dorfstrasse 42 akzeptiert. Erhöht sich wirklich sein Umsatz, wenn er die Waschmaschine für 500 Havelblüten verkaufen will, wenn sie der Mediamarkt in der 20 km entfernten Kreisstadt auf der Grünen Wiese für 399 Euro verkauft?
Das Problem liegt doch hierbei auch darin, dass die Preise der Akzeptanzstellen dieser Regionalwährungen nicht in allen Fällen konkurrenzfähig sind und dass beim Verbraucher das Geld nicht mehr, sondern weniger wird. Der muss rechnen, einen Ortszuschlag wegen ländlicher Lage wird ihm der Arbeitgeber kaum zahlen. fröhlich
Und wenn die Ketten, seien es Fielmann, Kamps, Lidl und Klier, diese Gutscheine akzeptieren (würden), ist der vermeintliche Vorteil für die sogenannten Fachhändler doch auch wieder dahin: sie sind teilweise billiger (Qualität, Service sei aussen vor!), also werden da die Urstromtaler und Kassel-Kassenscheine gelassen.
Ein weiterer Einwurf betrifft die Wirtschaftskraft der Region:
Was wird denn noch hier produziert? Der Fachhändler hat genausogut Philips-Telefone aus China wie er Nordmilch und Einwickelpapier von grossen Firmen anbietet. Was nützt der AEG in Nürnberg (so es die überhaupt noch gibt?) das, was bringt das dem Zuckerrübensieder und was der Papierwalze im Nachbarort?
In dem Fall hat der Annehmende eigentlich nur "Zusatzarbeit", wenn man's mal so beschreiben will: bei seinen Lieferanten, dem Grosshändler aus München und dem Fabrikvertreter aus Pusan darf er mit dem Regionalgeld nicht kommen, die können damit nichts anfangen: Euro wollen die sehen. Der Annehmende muss zusehen, dass er die Regionalgelder wieder wegbringt - doch wie, wenn er der Händler ist; wie, wenn er massenhaft davon in der Kasse hat und Schiss vor dem "Verfallsdatum" hat. Wenn er die alle wieder umtauscht, geht die Regionalwährung bald wieder ein, weil sie nur auf den Banken oder Umtauschstellen liegt.
Ich jedenfalls würde mich dafür bedanken, wenn es hier in Ladenburg oder meinetwegen auch im Rhein-Neckar-Raum sowas gäbe: ich würde sie keinesfalls annehmen, akzeptieren. Ich muss auch mit dem Geld rechnen, ich kann es mir nicht leisten, Briefumschläge a 100 Stück für 10 Rhine-Neckar-Dollar beim Händler in der City zu kaufen, wenn ich die bei eBay für 3.99 kriege. Was sollte ich also mit dem Zeug anfangen?
Mein Geld kriegt die Region hier schon: aber ich will selbst bestimmen, wo ich einkaufe. Ich will nicht teures und billiges in einem Laden kaufen, ich kaufe lieber billig und billig in zwei Läden. fröhlich


Adíos
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Deine Einwände klingen so, als sollte der Euro abgeschafft werden...
Nochmals: Ich schrieb

Zitat:
Zitat:
...finde ich die Idee einer Komplementärwährung (NICHT Konkurenz!) als Ergänzung zum Euro nicht schlecht,...

Nehmen wir doch mal einen lokalen Milchproduzenten (landläufig als Bauer bezeichnet), der seine Biomilch an einen Bio-Laden verkauft, der wiederum Apfelsaft in Flaschen vom Obstbauern bezieht... etc.

Es wird eben nicht die Milch aus Italien gekauft, die irrwitzigerweise durch halb Europa gekarrt wird und eigentlich nicht das kostet, was es kosten sollte: Zum Beispiel werden die Umweltschäden, der Autobahnbau, die unvermeidlichen Unfallbeseitigungskosten, die Ölförderung mit seinen Negativseiten, der Klimawandel - um nur ein paar Kosten anzuführen - über den Steuertopf aus der Allgemeinkasse bezahlt, nicht wahr? Das ist betriebswirtschaftliches Denken, nix volkswirtschaftlich! (Wir ALLE, nicht nur der eigene Geldbeutel!) Bitte, das kann es doch nicht sein???
UND das Geld, sprich Kaufkraft wandert nach Italien (nix gegen Italien und den Capitano, damit wir uns da richtig verstehen, der hat dort nämlich das gleiche Problem!).

Zitat:
Original von *ryhk*
...wenn sie der Mediamarkt in der 20 km entfernten Kreisstadt auf der Grünen Wiese...

Das Argument kann ich nicht gelten lassen, weil - wie man leicht einsehen wird -, das ohne das sogenannte Regio-Geld ohnehin der Fall ist und die Kleinen gegen die Großen zu kämpfen haben. Ist doch so, oder?
Also die Hände in den Schoß oder der Versuch etwas dagegen tun?
Und gerade da setzen die Initiativen an, die - nebenbei bemerkt - zum größten Teil von lokalen Geschäftsleuten initiiert werden. Warum wohl? Du glaubst doch nicht im Ernst, das ein guter Geschäftsmann etwas in dieser Richtung unternehmen wird, wenn er sich keine Vorteile davon verspricht? Und die zu erklären, ist wegen der theoretischen Beschaffenheit der Materie nicht so einfach. Um ehrlich zu sein, bin ich trotz allem etwas über die ablehnende Haltung überrrascht.

Außerdem behauptest Du

Zitat:
Original von *ryhk*
Das Problem liegt doch hierbei auch darin, dass die Preise der Akzeptanzstellen dieser Regionalwährungen nicht in allen Fällen konkurrenzfähig sind

Ist das denn so? Wie kommst Du zu der Ansicht?
Mediamarkt ist da wieder ein gutes Beispiel: Gab es da nicht einen Vergleich zwischen lokalen Händlern und der Kette, die gezeigt hatte, das der Konzern deutlich teurer als der Fotofachhändler um die Ecke ist? Wohlgemerkt ohne Regio-Währung, die ja WIE der Euro umläuft. Lediglich die Werbung blendet und fördert den Monopolismus, der m. E. kontraproduktiv ist. Monopolstellungen können nicht gut für uns sein... sind wir uns da einig?

Im Prinzip ist es so: Je MEHR Akzeptanzstellen für die stellvertretende "Havelblüte", desto mehr Möglichkeiten zum Einkauf, desto besser und leichter der Absatz der Regio-Währung. Es könnte also zu Beginn der Einführung einer Regio-Währung Schwierigkeiten geben.
Es ist ja außerdem nicht nur so, das die Geschäftsleute profitieren. Geht es den Unternehmen gut, stellen die mehr Leute ein, was wiederum die Kaufkraft innerhalb der Region erhöht. Spätestens da sollte der Normalbürger hellhörig werden. Immerhin könnte das möglicherweise sein Job sein, mit dem er demnächst sein Brötchen verdient.

ciao ciao
nick1k , der jetzt zum (lokalen gross grinsend ) Friseur gehen wird, jope!

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10.03.2007 16:29 nick1k ist offline E-Mail an nick1k senden Beiträge von nick1k suchen Nehmen Sie nick1k in Ihre Freundesliste auf
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... Es ist also DOCH Geld, es sind also DOCH Geldscheine teuflisch lachend

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Und ja, ... das Forum ist mir die Mitgliedschaft im Verein wert.
10.03.2007 17:47 cat$man$ ist offline Beiträge von cat$man$ suchen Nehmen Sie cat$man$ in Ihre Freundesliste auf
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¡Hola!

Zitat:
Original von nick1k
Nehmen wir doch mal einen lokalen Milchproduzenten (landläufig als Bauer bezeichnet), der seine Biomilch an einen Bio-Laden verkauft, der wiederum Apfelsaft in Flaschen vom Obstbauern bezieht... etc.


Das ist dann doch eher Naturalwirtschaft - oder Kommunismus im Endstand. fröhlich
Wozu brauchen die Food-Maker da noch "Hallertauer", "Rössle", "Markgräfler", "Sulzbachtaler", "Zschopautaler", "Berliner", "Dreyecker" und "Bürgerblüten"?
Lässt sich sowas nicht in richtigem, echten, guten, vernünftigen Geld machen anstatt noch was einzuschalten?

Zitat:
Es wird eben nicht die Milch aus Italien gekauft,


Hmmm, die Verkaufszahlen der Supermärkte, der Discounter sprechen da eher doch dagegen?
Wieviele nutzen denn überhaupt diese Gutscheine?

Zitat:
Und gerade da setzen die Initiativen an, die - nebenbei bemerkt - zum größten Teil von lokalen Geschäftsleuten initiiert werden. Warum wohl? Du glaubst doch nicht im Ernst, das ein guter Geschäftsmann etwas in dieser Richtung unternehmen wird, wenn er sich keine Vorteile davon verspricht?


Ganz polemisch gesagt:
Der Zschopautaler ist genauso ein Versuch der Kundenbindung, wie es Happy Digits, bahn.bonus, Meilen und Marktkauftaler sind.

Zitat:
Zitat:
Original von *ryhk*
Das Problem liegt doch hierbei auch darin, dass die Preise der Akzeptanzstellen dieser Regionalwährungen nicht in allen Fällen konkurrenzfähig sind

Ist das denn so? Wie kommst Du zu der Ansicht?


Ist nicht so, dass sich diesem Regionalgeld eher die Händler in den Innenstädten aufgeschlossen zeigen, wo aber auch befürchtet wird, dass diese Geschäfte nicht mehr lange mitmachen, weil die Ketten und die "Grüne Wiese" besser/billiger sind?
Sind die periodisch auftauchenden Meldungen über "verödete Innenstädte" nur Fiktion?

Zitat:
Mediamarkt ist da wieder ein gutes Beispiel: Gab es da nicht einen Vergleich zwischen lokalen Händlern und der Kette, die gezeigt hatte, das der Konzern deutlich teurer als der Fotofachhändler um die Ecke ist?


Ok, Mediamarkt.
Anderseits: sieh doch die Umsatzzahlen, und was da immer los ist. Bei dem Media-Markt, der im Rhein-Neckar-Zentrum in Viernheim ist, reichen noch nicht mal die Parkplätze (ok, die haben auch nur 50 Stück), aber dort drin ist es immer gerammelt voll. Musste jetzt einen Rasierer kaufen, der vorige ist irgendwo zwischen Basel und Mannheim verschollen - nur in dem Gang, wo die Rasierer lagen, waren 5 Mann unterwegs, und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die auf die Kompetenz der Mediamarktleute setzen und sich von denen beraten lassen und dann beim Fachhändler kaufen. Wenn ich den Saturn in Köln oder im Leipziger Hauptbahnhof sehe: immer voll. Da gibt es in der Umgebung der beiden Läden auch Fachhändler oder zumindest solche, die so tun: da ist Platz drin, da ist nie was los.
Ich habe eine Speicherkarte fürs Nokia E50 gefragt, bei dem genannten Preis des "Fachhändlers" ist mir schlecht geworden. 90 Euro für 2 GB, das identische Teil gab's bei amazon für 55 Euro.
Und verlassen wir mal diesen Sektor, nehmen wir mal den Lebensmittelsektor.
Habe jetzt erfahren, dass ganz nah meiner Wohnung so ein Tante-Emma-Laden ist, neben einem Bäcker. Du, diese Preise kannst Du vergessen, ich werde den Teufel tun und deutsche Butter für 1.49 Euro kaufen, wenn ich die im Lidl für 1.09 kriege und irische für 1.29.
Sarotti-Schokolade gibt's da, ok. Wenigstens was. Aber für 89 Cent? Ich bitte Dich.
Und ich seh' die Leute, die da einkaufen - es sind überwiegend Alte. Ein paar von denen sieht man allerdings auch mit dem Fahrrad zum ca 2 km entfernten Lidl/Aldi/Norma radeln.
Ich weiss nicht, ob dieser Laden mit Ladenbürgermoney besseren Umsatz hätte.
Achja, nochwas zur Regionalisierung der Lebensmittel: dass es da mehr heimische Produkte gibt, kann ich erstmal nicht behaupten. Genauso aus ganz Deutschland wie im Discounter auch.

Zitat:
Im Prinzip ist es so: Je MEHR Akzeptanzstellen für die stellvertretende "Havelblüte", desto mehr Möglichkeiten zum Einkauf, desto besser und leichter der Absatz der Regio-Währung. Es könnte also zu Beginn der Einführung einer Regio-Währung Schwierigkeiten geben.


Das ist richtig so.
Man sollte aber nicht übersehen: warum zwei Währungen? Wenn es jeder in der Region akzeptiert, warum reicht denn der Euro nicht mehr?
Desweiteren: im Vergleich zu früher müssen heute eine ganze Menge Leute pendeln. Die wohnen im Augsburger Umland und schaffen in München, die wohnen hinter Koblenz und müssen täglich nach Köln, die pendeln zwischen Hannover und Hamburg, die gehen nach Basel, die Freiburger.
Wenn die nun am Arbeitsort diese Regionalwährung bei ihren "Essenskäufen" kriegen, sind sie nun auch gezwungen, diese wieder am Arbeitsort einzulösen; keine Chance, die 100 km am Wohnort wieder einzulösen oder irgendwie zu verwerten. Theoretisch haben sie 20 Euro Wert und praktisch 0. Denn ich denke, dass ich mit dem Zschopautaler im Chiemgau nichts anfangen kann?
Klar kann man die "später", sprich am nächsten Tag oder so, wieder einlösen, weil man muss ja wieder arbeiten: aber das ginge doch mit Euro genausogut? Warum also noch ein Kundenbindungsinstrument, wenn mich der Händler eh sicher hat (weil es im Umkreis nichts anderes gibt) und warum irgendeine Druckerei und einen ominösen Verein mit den 3% "reich" machen?

Zitat:
Geht es den Unternehmen gut, stellen die mehr Leute ein, was wiederum die Kaufkraft innerhalb der Region erhöht. Spätestens da sollte der Normalbürger hellhörig werden.


Ach, nick1k. fröhlich
Geht es denn mittlerweile den Unternehmen nicht dann nur gut, wenn der Aktienkurs oben ist? Und wann ist er "am obensten"? Wenn man die Entlassung von weiteren Mitarbeitern ankündigt…
Und ist es nicht auch teilweise so, dass Firmen teilweise Gewinne einfahren, dass es die Bankrechnerprogramme sprengt, aber gleichzeitig die "humanen Kostenfaktoren" nur als leider notwendiger Ballast angesehen werden?

Zitat:
nick1k , der jetzt zum (lokalen gross grinsend ) Friseur gehen wird, jope!


Übers Netz geht das leider noch nicht. teuflisch lachend


Adíos
Ronny
10.03.2007 19:07 *ryhk* (†) ist offline Homepage von *ryhk* (†) Beiträge von *ryhk* (†) suchen Nehmen Sie *ryhk* (†) in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von ohrgasmus
Und so sieht das Geld aus:


Angenommen ich fahre diesmal nach Valkenburg üebr den Umweg nach Dortmund. Wo kann ich dann den Rheingold bekommen?

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