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Zum Ende der Seite springen [Welt] Wermusch - Falschgeldaffären
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[Welt] Wermusch - Falschgeldaffären Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

¡Hola!

Im Geldscheinsammler 06/88 verfasste Alexander Persijn eine Rezension des im Verlag "Die Wirtschaft" Berlin (DDR) erschienenen 255seitigen Buches von Günter Wermusch "Falschgeldaffären".
Hat das Buch evtl jemand?
Denn diese Beschreibung des Buches hat mich doch neugierig gemacht:
Was verbirgt sich hinter der Affäre um die bei Waterlow & Sons unberechtigt beauftragten 500-Escudos-Scheine der "Banco Angolar e Metropole" 1925?
Was hat Prinz von Windischgrätz bei der gegen Frankreich gerichteten "patriotischen" Fälschungsaffäre getan?
Was war Ende der Zwanziger in der Sowjetunion los - Alexander Persijn schreibt in seiner Buchkritik von "gefälschten Tscherwonzen"?
Vielleicht weiss es aber auch jemand anderes, der das Buch nicht hat, was es mit diesen drei Affären auf sich hatte?
Klingt für mich jedenfalls sehr interessant…
Noch eine Nachbemerkung zu den Buchbesprechungen im "Geldscheinsammler": da wurden ja relativ oft DDR-Bücher beschrieben. Obwohl Wanst, war ich doch recht häufig in den Buchhandlungen zu finden und habe nicht nur nach Kinderbüchern geschaut. fröhlich Aber derartige Bücher sind mir nie aufgefallen - gab es sie denn wirklich in der DDR oder waren sie nur Exportware oder wurden sie nur über den Kulturbund verschachert?


Adíos
Ronny
07.03.2005 01:59 *ryhk* (†) ist offline Homepage von *ryhk* (†) Beiträge von *ryhk* (†) suchen Nehmen Sie *ryhk* (†) in Ihre Freundesliste auf
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RE: Buch "Falschgeldaffären" von Günter Wermusch Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von *ryhk*
Was verbirgt sich hinter der Affäre um die bei Waterlow & Sons unberechtigt beauftragten 500-Escudos-Scheine der "Banco Angolar e Metropole" 1925?

Es war einmal ein Herr namens Arturo Alvez Reis aus Portugal. Dieser Herr war Urkundenfälscher in Perfektion. Mit 20 Jahren fälschte er sich ein Diplom der Uni Oxford, mit dem er zum Ingenieur wurde. Da eine Fälschung allerdings immer irgendwann auffallen kann, ließ er sich von einem Notar eine Kopie erstellen und die Echtheit beglaubigen. Mit der Urkunde in der Tasche ging er nach Angola (seinerzeit noch portugiesische Kolonie). Ein wenig Ahnung hatte Reis wegen einer abgebrochenen Maschinenbaulehre vom Thema, als ihn die angolanische Eisenbahn als Chefinspektor einstellte. Drei Jahre später machte er sich als Diamantensucher selbständig. Nach einiger Zeit mit mäßigem Erfolg gab er das Schürfen auf und kehrte nach Lissabon zurück. 1924 war dann das Geld aus der Kolonie restlos verprasst und Reis war schlichtweg pleite. Um wieder zu Geld zu kommen begann er mit Aktien zu tricksen, wurde aber erwischt und wegen Betrugs verurteilt. Nach sechs Wochen wurde er aber bereits entlassen. Mit drei Komplizen machte er sich nun an Werk, das große Geld zu verdienen.
Er ließ sich das Staatswappen von Portugal als Stempel herstellen (mit der Umschrift eines Turnvereins) und erstellte belanglose Verträge mit staatlichen Firmen. Diese ließ er wieder bei einem Notar beglaubigen. Damit das Ganze perfekt wurde ließ er das Papier auch noch von den Vertretungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens beglaubigen. Reis entfernte die erste Seite des Vertrags und ersetzte ihn mit einem eigenen in vier Sprachen ausgefertigten Text (in dem er sich zum Chef eines Konsortiums machte, dass Angola einen Kredit über eine Million Pfund Sterling gewähren sollte). Auf der letzten der drei Seiten fälschte er die Unterschriften des Gouverneurs der Bank von Portugal und seinem Stellvertreter, sowie die Unterschriften des Hochkommissars für Angola und dem Regierungsbeauftragten für Angola. Die Echtheit war durch die mehrfache Beglaubigung zweifelsfrei. Von dem Stempel mit dem Staatswappen entfernte Reis die Umschrift des Vereins und stellte weiter Verträge und Schreiben aus. Eines davon war ein Vertrag, der bestimmte, dass der Kredit an Angola in portugiesischen Escudos ausgegeben werden sollte, ein anderes war der Auftrag an eine Druckerei in der Privatbriefpapier des portugiesischen Präsidenten geordert wurde. Auf das gelieferte Briefpapier zauberte Reis ein Empfehlungsschreiben des Präsidenten und schickte einen seiner Komplizen in eine Druckerei in Holland, die Banknoten herstellte. Die sah sich aber sich außer Stande, den Auftrag anzunehmen. Danach ging der Komplize zur Druckerei Waterlow & Sons in London. Hier wurden der Vertrag über den Kredit, ein Auftrag von Reis und ein paar selbstgemachte Empfehlungsschreiben vorgezeigt und der Chef persönlich übernahm den Auftrag. Hergestellt werden sollten 500er und 1000er Scheine. Da der Druckerei nur Platten des 500ers vorlagen, wurde ein neuer Vertrag gefälscht nachdem die Bank von Portugal der Druckerei den Druckauftrag für 500er erteilte. Zunächst wurden 100 Millionen Escudos in 500ern hergestellt. Reis gründete eine eigene Bank und brachte so das Geld unter die Leute. Der zweite Druckauftrag (natürlich wieder gefälscht) umfasste 190 Millionen Escudos. Ende 1925 flog der Schwindel auf und die Beteiligten wurden eingesperrt. Der Chef der Druckerei Waterlow & Sons trat aus dem Unternehmen aus und wurde später Bürgermeister von London.

__________________
Mitglied im Internationalen Banknoten-Sammlerverein banknotesworld e.V.
-
Fachliteratur kann man nie genug haben.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Huehnerbla: 07.03.2005 03:11.

07.03.2005 03:09 Huehnerbla ist offline E-Mail an Huehnerbla senden Beiträge von Huehnerbla suchen Nehmen Sie Huehnerbla in Ihre Freundesliste auf
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RE: Buch "Falschgeldaffären" von Günter Wermusch Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von *ryhk*
Im Geldscheinsammler 06/88 verfasste Alexander Persijn eine Rezension des im Verlag "Die Wirtschaft" Berlin (DDR) erschienenen 255seitigen Buches von Günter Wermusch "Falschgeldaffären".
Hat das Buch evtl jemand?


Klingt in der Tat interessant genug, um dafür vollkommen unverschämte 1,79 inklusive Versand auszugeben: http://www.booklooker.de/app/detail.php?id=107003277 ... fairerweise sollte der Rest des Forums dir den Vortritt lassen, in dieser Preislage gibts wohl nur das eine Exemplar. Zugreifen, sag ich da nur augenzwinkernd

- tjum
07.03.2005 14:54
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RE: Buch "Falschgeldaffären" von Günter Wermusch Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

¡Hola!

Zitat:
Original von tjum
Klingt in der Tat interessant genug, um dafür vollkommen unverschämte 1,79 inklusive Versand auszugeben:


bong-bong

Ich hab's für ein bisschen mehr in einem Antiquariat gefunden und auch schon bestellt. Allerdings die 1. Auflage, also das von Persijn original besprochene Buch.
Ich hab' also absolut nichts dagegen, wenn sich jemand anderes das booklooker-Schnäppchen angelt!
Danke fürs Mitsuchen und -finden!


Adíos
Ronny
07.03.2005 15:09 *ryhk* (†) ist offline Homepage von *ryhk* (†) Beiträge von *ryhk* (†) suchen Nehmen Sie *ryhk* (†) in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Ronny,

Zitat:
Ich hab' also absolut nichts dagegen, wenn sich jemand anderes das booklooker-Schnäppchen angelt!
Danke fürs Mitsuchen und -finden!



Ich dank euch Beiden auch, ich hab´s mir bestellt, mal sehen, ob´s auch kommt...

__________________
Gruß thurai augenzwinkernd augenzwinkernd


"Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null.“



(Voltaire)
07.03.2005 15:26 thurai ist offline E-Mail an thurai senden Beiträge von thurai suchen Nehmen Sie thurai in Ihre Freundesliste auf
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¡Hola!

Mein Buch ist heute angekommen. Nach dem ersten alleroberflächlichen Drüberfliegen scheint das Buch ganz interessant zu sein. Ich bin gespannt, was da so alles in den Tiefen des Buches versteckt ist.
Das Umschlagbild ist zumindest für DDR-Verhältnisse schon mal sehr interessant: eine Collage aus verschiedenen Geldscheinen. Fast vollständig ein $100-Schein aus der USA, dann ein Viertel Rückseite eines Reichstausenders von 1910, das Kopfbildnis des DM10-Zehners der BbkI, dann die Rückseite des blauen Hunderters aus dem Kaiserreich und auch das rechte Bildnis des Flottenhunderters aus dem Reich ist zu sehen. Dann eine portugiesische Note und auch ein Porträt, was mir sehr bekannt vorkommt, ich aber nicht identifizieren kann (ist im Anhang zu finden).
Sieht jedenfalls sehr faszinierend aus…


Adíos
Ronny

Dateianhang:
jpg weristdas.jpg (126,36 KB, 65 mal heruntergeladen)
11.03.2005 14:47 *ryhk* (†) ist offline Homepage von *ryhk* (†) Beiträge von *ryhk* (†) suchen Nehmen Sie *ryhk* (†) in Ihre Freundesliste auf
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ich hatte da sbuch kürzlich auf ebay für 2,40 euro erworben gross grinsend
nette lektüre, lese ich immer drinn beim baden !
12.03.2005 08:31
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¡Hola!

Erstmal habe ich rausbekommen, wer die Person war, die ich nicht identifizieren konnte: General Manuel Belgrano aus Argentinien.
Zum Buch selber: es ist nicht schlecht und für die Zeitumstände sogar sehr angenehm zu lesen. Keine Propaganda über die verbrecherische Geldpolitik des imperialistischen Grosskapitals, insbesondere der westdeutschen und amerikanischen Rüstungskonzerne; keine Propaganda über die Überlegenheit der sozialistischen Staatengemeinschaft unter der ruhmreichen Führung des Sowjetlands.
Man begeht jedenfalls keinen Fehler, wenn man sich zu heutigen Zeiten dieses Buch reinzieht.
Für diejenigen, die auch gespannt waren, was Windischgrätz angestellt hat, ganz grob zusammengefasst:
Aus Wut über den verlorenen Weltkrieg, über die Entmachtung der Monarchien, den Prestige- und Landverlust wird beschlossen, den französischen Franc in Ungarn zu fälschen. Ungarn war ja einer der eindeutigen Kriegsverlierer im 1. Weltkrieg. Mit Unterstützung ungarischer Regierungskreise wird also beschlossen, 1.000-Francs-Scheine zu fälschen. Man schafft es, doch das Papier ist halt nicht "französisch", so dass man sich entscheidet, das Geld in nichtfranzösischen Ländern in den Umlauf zu bringen. Doch durch pure Blödheit wird dann einer der Beteiligten in Rotterdam festgenommen, als er das Geld in einer Bank umtauschen will.
Verwickelt in diese Affäre waren das Deutsche Reich, wo man die Geldfälscher zusammengetrommelt hatte (die Falschgeldfabrik stand erst bei Köln, ehe sie nach Budapest gebracht wurde), Ungarn und Teile der entmachteten österreichischen Adelsklasse (unter anderem dieser Windischgrätz, ein "Fan" von Karl I, dem letzten Habsburger-Kaiser).
Die Urteile, die man auf internationalen Druck fällen musste, waren eher als lächerlich zu bezeichnen.

Die Tscherwonzen-Affäre:
Hier ging es um die Sowjetunion, die nun nicht mehr als Ausbeutungobjekt zur Verfügung stand und mit deren Gesellschaftsordnung sich partout nicht anfreunden wollte. So kamen
Reichsdeutsche auf die Idee, das Sowjetreich zu unterminieren, indem man deren Geld nachdruckt. Unterstützung bekam man von der Royal Dutch Shell, die ihren Ölfeldern im Kaukasus nachtrauerte.
So wurden also 1926 15.000 Tscherwonzenscheine gefälscht, in Deutschland. Da man versuchte, diese Scheine auch in Deutschland zu präsentieren und sie einzulösen, wurde auch die Polizei aufmerksam, und das Unternehmen in Deutschland flog auf.
Doch man hatte noch einige Exemplare, die für den Umlauf in der UdSSR bestimmt waren und auch das ging schief: da man sie in einem kleinen Ort präsentierte und der Kassierer jedoch genau hinschaute, flog auch diese Auktion auf.
Während die Sowjets Tabula rasa machten und die Fälscher mit des Seilers Tochter vermählten, kam es in der Weimarer Republik eher zu lächerlichen Gefängnisstrafen.
Einer der besten Fälscher, Bojarski, kommt in dem Buch auch vor: Pole, nach dem Krieg nach Frankreich verschlagen und dann kein Geld. Also fälscht man die grossen Scheine, tausend und fünftausend Francs und dann nach der Währungsreform 100 neue Francs. Selbst Experten der Banque du France hatten ihre grössten Schwierigkeiten, die Blüten zu erkennen, aufgrund der fast perfekten Nachahmung konnte man auch keine Merkmale nennen, an denen die falschen Scheine zu erkennen seien.
Aufgeflogen ist Bojarski schliesslich deswegen, weil er einen Freund und dessen Schwager einweiht und sie seine Order missachten, die Scheine niemals bei der Post oder der Bank zu präsentieren.
Und so wird auch Bojarski entlarvt…

Ich bin mir recht sicher, dass bei einer heutigen Neuauflage auch einige jüngeren Skandale aufgenommen werden würden: man denke an den bahrainischen 20-Dinars-Schein, der irgendwie starke Ähnlichkeit mit dem portugiesischen Fall hat (auch da wurden Empfehlungsschreiben gefälscht, da wurden Druckereien gelinkt, auch da wurde durch Schlamperei und Unaufmerksamkeit die Gaunerei erst ermöglicht) oder an die nicht verstummenden Gerüchte, dass der Irak oder Nordkorea angeblich massenhaft falsche US-Dollars in den Umlauf bringen, evtl sie gar hinter dem Super-Dollar stecken (andere Theorien verweisen die Macher in die Reihen der US-Geheimdienste).
Oder ob die ganzen nordkoreanischen Scheine, die seit Jahren auf dem Sammlermarkt erhältlich sind, wirklich echt sind oder doch eher Nachdrucke der devisenhungrigen Pjöngjanger sind (auf die Idee hat mich der captainpeter gebracht, es ist schliesslich doch irgendwie ein Unding, dass aus einem angeblich komplett abgeschotteten Land deren ungültige und gültige Geldscheine bündelweise erwerbbar sind?) oder vielleicht US-Fälschungen sind?


Adíos
Ronny
12.03.2005 10:58 *ryhk* (†) ist offline Homepage von *ryhk* (†) Beiträge von *ryhk* (†) suchen Nehmen Sie *ryhk* (†) in Ihre Freundesliste auf
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